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Analyse des Application-Service-Providing-Modells im Mittelstand mit prototypischer Umsetzung

Autor: Sebastian Hockmann
Fach: Informatik - Angewandte Informatik

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Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 179
Note: 1,8
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1343 KB
Archivnummer: V14963
ISBN (E-Book): 978-3-638-20225-1
ISBN (Buch): 978-3-638-69914-3

Zusammenfassung / Abstract

Mit Application Service Providing (ASP) erhalten Unternehmen die Möglichkeit, komplette Softwareanwendungen über Netzwerke zu nutzen und nutzungsabhängig zu bezahlen. Die Software wird gemietet, ähnlich dem Leasen von Firmenwagen oder dem Mieten von Büroräumen. ASP bietet insbesondere für kleine- und mittelständische Unternehmen Einsparpotenzial, höhere Flexibilität und Mobilität. Dennoch gibt es bei vielen Anwendern noch Vorbehalte gegen ASP. In dieser Arbeit wird versucht, ein breites Spektrum von Aspekten und Bereichen von ASP zu betrachten. Neben der Betrachtung von ASP-Geschäftsmodellen und rechtlichen Rahmenbedingungen wie Vertragsgestaltung und Service Level Agreements (SLA), werden technische Grundlagen vorgestellt und mögliche Einsatzbereiche für ASP beschrieben. Weiterhin wird versucht, den deutschen ASP-Markt auf Angebot und Nachfrage von ASP-Dienstleistungen zu untersuchen und eine Kosten- und Nutzenbetrachtung für eine ASP-Lösung in einem mittelständischen Unternehmen durchzuführen. Den Abschluss bildet die Umsetzung der Erkenntnisse aus dem theoretischen Teil der Arbeit in einen ASP-Portal Prototyp.

Textauszug (computergeneriert)

Diplomarbeit
Zur Erlangung des akademischen Grades
„Diplom-Wirtschaftsinformatiker“
an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
an der Technischen Universität Ilmenau
Technische Universität Ilmenau
Fakultät für Informatik und Automatisierung
Institut für Praktische Informatik und Medieninformatik
Fachgebiet Telematik

Analyse des Application Service Providing Modells 
für den Mittelstand mit prototypischer Umsetzung

eingereicht von

Hockmann, Sebastian

Abgabetermin : 31.05.2003

Kurzreferat
Mit Application Service Providing (ASP) erhalten Unternehmen die Möglichkeit, komplette Softwareanwendungen über Netzwerke zu nutzen und nutzungsabhängig zu bezahlen. Die Software wird gemietet, ähnlich dem Leasen von Firmenwagen oder dem Mieten von Büroräumen. ASP bietet insbesondere für kleine- und mittelständische Unternehmen Einsparpotenzial, höhere Flexibilität und Mobilität. Dennoch gibt es bei vielen Anwendern noch Vorbehalte gegen ASP.

In dieser Arbeit wird versucht, ein breites Spektrum von Aspekten und Bereichen von ASP zu betrachten. Neben der Betrachtung von ASP-Geschäftsmodellen und rechtlichen Rahmenbedingungen wie Vertragsgestaltung und Service Level Agreements (SLA), werden technische Grundlagen vorgestellt und mögliche Einsatzbereiche für ASP beschrieben. Weiterhin wird versucht, den deutschen ASP-Markt auf Angebot und  Nachfrage von ASP-Dienstleistungen zu untersuchen und eine Kosten- und Nutzenbetrachtung für eine ASP-Lösung in einem mittelständischen Unternehmen durchzuführen. Den Abschluss bildet die Umsetzung der Erkenntnisse aus dem theoretischen Teil der Arbeit in einen ASP-Portal Prototyp.

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis ... I
Abkürzungsverzeichnis ... IV
Tabellenverzeichnis ... V
Abbildungsverzeichnis ... VI

1 Einleitung ... 1
1.1 Problemstellung ... 1
1.2 Zielsetzung ... 2
1.3 Vorgehensweise ... 2
1.4 Begriffsklärungen ... 2

2 ASP Geschäftsmodell ... 4
2.1 Entstehung des ASP-Modells ... 4
2.2 ASP Definition ... 5
2.3 Abgrenzung ASP zu traditionellem Outsourcing ... 6
2.4 Chancen und Risiken ... 8
2.4.1 Chancen im ASP-Modell ... 8
2.4.2 Risiken im ASP-Modell ... 11
2.5 Die ASP Marktteilnehmer ... 13
2.5.1 Influence-Chain ... 13
2.5.2 Delivery-Chain ... 14
2.6 ASP Wertschöpfungskette ... 16
2.7 ASP Beziehungsmodelle ... 19
2.8 xSP Markt-Taxonomie ... 20
2.9 Anwendungen im ASP Modell ... 21
2.10 Rechtliche Aspekte ... 23
2.10.1 Vertragseinordnung ... 23
2.10.2 Datenschutz ... 24
2.10.3 Lizenzrechtliche Aspekte ... 25
2.10.4 Service Level Agreements ... 26
2.11 Preismodelle ... 31
2.11.1 Kostenkomponenten ... 32
2.11.2 Preisstruktur ... 33
2.11.3 Ermittlung des Preisniveaus ... 37
2.12 Billing ... 38
2.12.1 Billing Prozesskette ... 39
2.12.2 Technische Anforderungen an Billingsysteme ... 40
2.13 Zusammenfassung ... 42

3 Technische Aspekte einer ASP Lösung ... 43
3.1 Infrastrukturebenen ... 44
3.1.1 Externer Bereich ... 45
3.1.2 Demilitarisierte Zone (DMZ) ... 54
3.1.3 Interner Bereich ... 54
3.2 Verteilter Zugriff auf ASP Anwendungen ... 67
3.2.1 Server-Based-Computing ... 68
3.2.2 Webbasierte Anwendungen ... 70
3.2.3 Vergleich von Terminalservern und Webapplikationen ... 74
3.3 Ebenenübergreifende Aspekte ... 76
3.3.1 Anwendungsverfügbarkeit ... 76
3.3.2 Sicherheit ... 85
3.4 Integration ... 95
3.4.1 Operation-Management Infrastruktur ... 95
3.4.2 Bedeutung von EAI im ASP-Umfeld ... 98
3.4.3 Webservices und EAI ... 99
3.4.4 Webservices und ASP ... 106
3.4.5 ASP Portale und Anwendungsintegration ... 107
3.5 Zusammenfassung ... 108

4 Markt für ASP Dienste in Deutschland ... 110
4.1 Kennzahlen und Marktprognosen ... 110
4.2 Nachfrage von ASP Dienstleistungen ... 111
4.2.1 ASP Bekanntheitsgrad und Nutzung ... 112
4.2.2 ASP Vor- und Nachteile ... 112
4.2.3 Eignung bestimmter Anwendungen ... 114
4.3 Angebot von ASP-Dienstleistungen ... 114
4.3.1 Kernkompetenzen und strategische Partnerschaften ... 115
4.3.2 Branchenfokussierung ... 116
4.3.3 Produktangebot ... 117
4.3.4 Lizenzierung und Preisgestaltung ... 118
4.3.5 Dienstqualität ... 119
4.4 Zusammenfassung ... 120

5 Kosten- und Nutzenbetrachtung ... 122
5.1 Berechnungsbasis ... 122
5.2 Analysegegenstand ... 122
5.3 Kostenanalyse ... 123
5.4 Nutzenanalyse ... 126
5.5 Zusammenfassung ... 128

6 Prototyp eines ASP Portals ... 129
6.1 Einführung ... 129
6.2 Analysephase ... 130
6.2.1 Kundenorientierte Anforderungen ... 130
6.2.2 Funktionale Anforderungen ... 131
6.3 Entwurfsphase ... 132
6.3.1 Anwendungsarchitektur und Produktwahl ... 132
6.3.2 Schichtenmodell ... 133
6.3.3 Terminalserver ... 135
6.3.4 Content Management Portal ... 137
6.3.5 Netzwerkumgebung ... 139
6.4 Implementation, Test und Wartung ... 140
6.4.1 Softwareumgebung ... 141
6.4.2 Hardwareumgebung ... 143
6.5 Zusammenfassung ... 143

7 Abschliessende Ergebnisse und Ausblick ... 144
7.1 Untersuchungsergebnisse ... 144
7.2 Ausblick ... 147

Literaturverzeichnis ... 149

Anhang A – Terminalserver in der Praxis ... I
Anhang B – NFuse 1.7 und MetaFrame XP ... IX
Glossar ... XI
Index ... XIII

 

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Traditionell werden Unternehmensanwendungen in der unternehmensinternen ITInfrastruktur implementiert. Bei der Installation einer neuen Softwareanwendung muss das Unternehmen Softwarelizenzen von dem Softwareanbieter erwerben und die interne IT Abteilung oder eine Drittfirma installiert die Software auf den internen Systemen. Dieser Prozess beinhaltet Anfangsinvestitionen in die Lizenzen und die Hard- und Softwareimplementation. Für einen fehlerfreien operativen Betrieb muss die Anwendung gewartet werden. Die Softwarewartung umfasst Aktivitäten wie regelmässige Backups, Einspielen und Beschaffen von Bugfixes, sowie Upgrades der Anwendung und führt zu weiteren laufenden Ausgaben. Die Kosten können sich zu einem hohen Betrag summieren. Insbesondere die Installation von Unternehmensanwendungen wie ERP- und CRM Systemen ist mit hohen Kapitalinvestionen verbunden, die für kleine und mittlere Unternehmen schwierig zu finanzieren sind. Mit dem Ziel die hohen Anfangsinvestionen zu reduzieren wurde in den späten neunziger Jahren eine neue Softwaredistributions-Methode eingeführt. Unternehmen – so genannte Application Service Provider (ASP) – boten den Kunden Zugriff auf Softwareanwendungen über ein Netzwerk wie dem Internet an, anstatt sie in der unternehmensinternen IT-Infrastruktur zu implementieren. Der ASP hostet und verwaltet die Softwareanwendungen dabei in einem zentralen Rechenzentrum und nicht bei jedem einzelnen Kunden. Im Gegenzug zieht der ASP Gebühren für die Bereitstellung und Nutzung seiner Dienstleistung ein. Die Höhe der Gebühr hängt dabei von der Anzahl der Benutzer, Anwendungen, Transaktionen und anderen Messgrössen ab. Der ASP Anbieter ist Eigentümer der Software und hat eine Vereinbarung mit dem jeweiligen Softwareanbieter, welche es ihm ermöglicht die Software zu lizenzieren. ASP Dienstleistungen sind als One-to-many Angebote konzipiert. Dies bedeutet, dass viele Kunden den Dienst über eine bestimmte Vertragslaufzeit abonnieren können. Der ASP Modell ermöglicht die Nutzung von Anwendungen ohne hohe Anfangsinvestitionen in Anwendungslizenzen, Hardware, Personal und andere Ressourcen. Aus diesem Grund ermöglicht dieses Konzept insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen komplexe Anwendungen wie zum Beispiel ERP zu nutzen, die sonst für sie nicht finanzierbar sind.

1.2 Zielsetzung
Das Ziel dieser Arbeit besteht in der Analyse des ASP-Modells für mittelständische Unternehmen. Hierbei soll das ASP-Geschäftsmodell und die damit verbundenen rechtliche Aspekte wie Datenschutz, Urheberrecht und SLA untersucht werden. Weiterhin sollen technische Vorraussetzungen für den Betrieb einer ASP-Lösung erarbeitet werden. Hierbei soll insbesondere die Bedeutung von Webservices für das ASP-Modell und der Einfluss der Frameworks Microsoft .NET und SunONE für den Softwarevertrieb über ASP untersucht werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die Durchführung einer Betrachtung des deutschen ASP-Marktes nach Angebot und Nachfrage auf Basis von Literaturstudien. Desweiteren soll eine Kosten- und Nutzenbetrachtung des ASP-Modells für ein mittelständisches Unternehmen durchgeführt werden. Die im theoretischen Teil der Arbeit gewonnenen Erkenntnisse sollen abschliessend in einem ASP Portal Prototyp umgesetzt werden, über welchen ASP Lösungen von potentiellen Kunden evaluiert werden können.

1.3 Vorgehensweise
Im zweiten Kapitel der Arbeit wird das Application Service Providing (ASP) Geschäftsmodell und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Vertragsgestaltung betrachtet. Im dritten Kapitel werden technische Aspekte einer ASP-Lösung untersucht. Im vierten Kapitel wird versucht, einen Marktüberblick für ASP-Dienstleistungen in Deutschland nach Angebot und Nachfrage darzustellen. Im fünften Teil der Arbeit wird eine Kosten- und Nutzenbetrachtung für eine Softwarelösung im traditionellen Lizenzmodell und im ASP-Modell in einem mittelständischen Unternehmen durchgeführt. Im Kapitel 6 werden die Erkenntnisse aus dem theoretischen Teil der Arbeit in einen ASP Portal Prototypen umgesetzt. Im abschliessenden Kapitel 7 werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und versucht einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des ASP-Modells zu geben.

1.4 Begriffsklärungen
Für den Mittelstand - auch als "KMU" (kleine und mittelständische Unternehmen) oder "SME" (small and medium sized enterprises) bezeichnet - gibt es keine gesetzliche oder allgemein gültige Definition. Das Institut für Mittelstandsforschung1 verwendet die folgende Definition für den Mittelstand: Zum Mittelstand gehören alle Selbständigen in den freien Berufen, Handwerksbetriebe und alle gewerblichen Betriebe, die folgende Kriterien erfüllen weniger als 500 Beschäftigte Jahresumsatz unter 50 Mio. EUR
Die Europäische Union (EU-Kommission) definiert kleine und mittlere Unternehmen wie folgt2: weniger als 250 Beschäftigte, Jahresumsatz höchstens 40 Mio. EUR,
Jahresbilanzsumme höchstens 27 Mio. EUR. Das Unternehmen darf keiner Gruppe verbundener Unternehmen angehören bzw. nur einer Gruppe verbundener Unternehmen angehören, die die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt. Für die vorliegende Arbeit wird die Definition des Instituts für Mittelstandsforschung verwendet.

2 ASP Geschäftsmodell
2.1 Entstehung des ASP-Modells
Das ASP-Modell wurde oft als neue revolutionäre und alles verändernde Technologie beschrieben.3 Allerdings ist mit dem ASP-Modell kein Paradigmenwechsel verbunden.

[...]


1 http://www.ifm-bonn.org - Abruf : 2003-02-18

2 Amtsblatt der EU 30.04.1996 – Nr. L 107

3 Wiehr /ASP/

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