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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 12 Pages
Author: Oxana Karpenko
Subject: German Studies - Linguistics
Details
Institution/College: Ruhr-University of Bochum (Germanistisches Institut)
Tags: Vielleicht, Funktion, Modalpartikel, Modalpartikeln
Year: 2002
Pages: 12
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-20236-7
File size: 179 KB
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Excerpt (computer-generated)
Vielleicht in der Funktion einer Modalpartikel
Oxana Karpenko
Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung 3
1. Was sind Modalpartikeln? 3
2. Vielleicht als Modalpartikel 4
3. Vielleicht in Exklamativsätzen 5
3.1. Die kommunikativen Eigenschaften der Modalpartikel vielleicht 5
3.2. Die Unterschiede zwischen aber und vielleicht 6
4. Vielleicht in Entscheidungsfragesätzen 8
5. Kombinationen mit vielleicht 9
5.1. Die Kombination von aber und vielleicht 9
5.2. Die Kombination von ja und vielleicht 9
5.3. Die Kombination von mir und vielleicht 10
6. Fazit 10
0. Einleitung
In der vorliegenden Arbeit geht es um das Wort vielleicht in der Modalpartikel-Funktion. Zu Beginn wird über die allgemeinen Grundlagen der Partikellehre berichtet, danach wird der Begriff der Modalpartikel im Sinne von Gerhard Helbig definiert. Zuerst werden die Distributionseigenschaften dieser Partikel in Ausrufesätzen betrachtet. Anhand eines Vergleiches mit der Modalpartikel aber werden dann die kommunikativen Eigenschaften von vielleicht in Ausrufesätzen erläutert. Im folgenden wird vielleicht in Entscheidungsfragesätzen und das Problem der Abgrenzung der Modalpartikel vielleicht von vielleicht in der Funktion des Satzadverbs in Entscheidungsfragesätzen behandelt. Abschließend werden die möglichen Kombinationen der Modalpartikel vielleicht mit den anderen Modalpartikeln aufgeführt.
1. Was sind Modalpartikeln?
Das Deutsche zählt zu den partikelreichsten europäischen Sprachen. Die deutschen Partikeln werden insbesondere oft in der gesprochenen Sprache verwendet, allerdings häufiger in spontaner als in geplanter Sprache. Lange Zeit wurden die Partikeln "stiefmütterlich" behandelt und als bloße "Flickwörter" und "Redefüllsel" angesehen. Mittlerweile hat sich die Situation geändert, da man erkannt hat, dass die Partikeln wichtige semantische und kommunikative Funktionen ausüben und für den Sprecher unverzichtbar sind. Im Sinne der neueren Forschung versteht man unter Partikeln
[...] nicht flektierende, nicht satzgliedhafte Wortklassen, die keine (oder wenig) selbständige lexikalische Bedeutung aufweisen, aber die Bedeutung ihrer jeweiligen Bezugselemente modifizieren. (Bußmann 1990:562)
Je nachdem, wie die Partikeln die Teile des Satzes modifizieren, wird zwischen Gradpartikeln, Abtönungspartikeln (oder Modalpartikeln) und Steigerungspartikeln unterschieden (vgl. Helbig 1995:9f.). Die Anzahl der Modalpartikeln im Deutschen variiert jeweils nach Forscher. So zählt Krivonosov 24 Modalpartikeln für das Deutsche, Hentschel (vgl. 1981:14) kennt nur 18 Abtönungspartikeln. Die Schwierigkeiten bei der Beschreibung der Modalpartikeln hängen damit zusammen, daß viele von ihnen in mehreren Varianten vorkommen, auch unterschiedlichsten Partikelklassen angehören können und daß viele Partikeln als Elemente anderer Wortklassen (Adverbien, Konjunktionen, Adjektive usw.) erscheinen. Im allgemeinen werden die Modalpartikeln folgenderweise charakterisiert:
Die Abtönungspartikeln beziehen sich nicht auf einzelne Satzglieder, sondern auf das Prädikat und damit auf den gesamten Satz. Sie haben eine kommunikative Funktion: Sie drücken Einstellungen des Sprechers zum Satzinhalt aus, indizieren und modifizieren die Sprechhandlung, ordnen die Äußerung in den Text und in die Gesprächssituation ein, gliedern den Gesprächsablauf, verbinden Sätze zu Texten und signalisieren bestimmte Vorstellungen über den Gesprächspartner [...]. Abtönungspartikeln kommen nur in einzelnen Sprechhandlungen und einzelnen Satzarten (Aussage-, Frage-, Aufforderungssatz) vor. In ihrer Position im Satz sind sie beschränkt flexibel, weder völlig frei noch völlig fest. (S. Helbig 1995:10)
Syntaktisch gesehen können die Modalpartikeln nicht das Vorfeld eines Satzes füllen. Ausgenommen einiger Ausnahmen können sie nicht betont sein und müssen im Mittelfeld vor dem Fokus stehen.
2. Vielleicht als Modalpartikel
[...]
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