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Thesis (M.A.), 2003, 244 Pages
Author: M.A. Carmen Görl
Subject: Information Management
Details
Tags: Computervermittelte, Kommunikation, Aspekten
Year: 2003
Pages: 244
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-20310-4
File size: 880 KB
Die Arbeit wurde zwar für mein Hauptfach "Interkulturelle Kommunikation" geschrieben, jedoch ist es auch ein Thema, welches die Informationswissenschaft betrifft, daher ist auch die Co-Autorin aus der Informationswissenschaft.
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Excerpt (computer-generated)
Computervermittelte Kommunikation unter kulturellen und sprachwissenschaftlichen Aspekten -
Eine Untersuchung am Beispiel von deutschen und französischen Newsgroups
Magisterarbeit im Fach
"Französische Kulturwissenschaften und interkulturelle Kommunikation"
an der Universität des Saarlandes
zur Erlangung des akademischen Grades "Magister Artium"
vorgelegt von
Carmen Görl
Saarbrücken, im November 2002
Inhaltsverzeichnis
0. VORWORT ... 4
1. EINLEITUNG ... 7
2. FORSCHUNGSSTAND ... 11
2.1. MÜNDLICHKEIT / SCHRIFTLICHKEIT ... 11
2.2. KULTUR ... 18
3. COMPUTERVERMITTELTE KOMMUNIKATION (CVK) ... 21
3.1. KOMMUNIKATION ... 21
3.1.1. Definitionen ... 21
3.1.2. Sprache und Zeichen ... 25
3.1.3. Kommunikationskanäle ... 27
3.2. DAS NEUE AN DER COMPUTERVERMITTELTEN KOMMUNIKATION ... 29
3.2.1. Kommunikationsformen ... 29
3.2.2. Aufhebung der räumlichen und zeitlichen Beschränkungen ... 31
3.2.3. Formen sozialer Organisation im Internet ... 32
3.2.4. Spielen mit Identitäten ... 35
3.2.5. Anonymität ... 38
3.2.6. Fehlen von nonverbaler Kommunikation ... 42
3.3. KOMMUNIKATIONSDIENSTE ... 43
3.3.1. E-Mail ... 43
3.3.2. Mailingliste ... 45
3.3.3. Newsgroup ... 46
3.3.4. Chat ... 49
3.3.5. MUD ... 51
3.4. FAZIT ... 52
4. KONZEPTIONELLE MÜNDLICHKEIT IN DER COMPUTERVERMITTELTEN KOMMUNIKATION ... 54
4.1. MÜNDLICHKEIT VS. SCHRIFLICHKEIT ... 54
4.2. KOMMUNIKATIONSBEDINGUNGEN DER NEWSGROUPS ... 58
4.2.1. Privatheit vs. Öffentlichkeit ... 58
4.2.2. Vertrautheit vs. Fremdheit der Partner ... 59
4.2.3. Starke vs. geringe emotionale Beteiligung ... 60
4.2.4. Starke vs. geringe Situations- und Handlungseinbindung ... 62
4.2.5. Origo-naher vs. origo-ferner Referenzbezug ... 62
4.2.6. Räumliche und zeitliche Nähe vs. Distanz ... 63
4.2.7. Intensive vs. geringe Kooperation ... 64
4.2.8. Dialogizität vs. Monologizität ... 65
4.2.9. Spontanität vs. Reflektiertheit ... 66
4.2.10. Freie Themenentwicklung vs. starke Themenfixierung ... 66
4.2.11. Zusammenfassung der Parameterwerte in den Newsgroups ... 67
4.3. ELEMENTE KONZEPTIONELLER MÜNDLICHKEIT IN DER SPRACHE DER NEWSGROUPS ... 67
4.3.1. Emotikons ... 68
4.3.2. Emulierte Prosodie ... 71
4.3.3. Lexik ... 73
4.3.4. Syntax ... 82
4.3.5. Besonderheiten des Französischen ... 82
4.4. FAZIT ... 83
5. KULTURELLE FAKTOREN IN DER CVK ... 85
5.1. DEFINITION DER KULTUR ... 85
5.2. KULTURELLE DIMENSIONEN ... 88
5.2.1. Hall ... 89
5.2.2. Hofstede ... 93
5.2.3. Trompenaars / Hampden-Turner ... 101
5.2.4. Vergleich von Kulturdimensionen ... 108
5.3. KULTURELLE DIMENSIONEN IN DER CVK ... 109
5.3.1. Hall ... 109
5.3.2. Hofstede ... 113
5.3.3. Trompenaars / Hampden-Turner ... 119
5.4. FAZIT ... 120
6. UNTERSUCHUNG ... 123
6.1. UNTERSUCHUNGSHYPOTHESEN ... 123
6.2. UNTERSUCHUNGSMETHODE ... 127
6.3. UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE ... 131
6.4. DISKUSSION DER ERGEBNISSE ... 159
7. SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK ... 168
8. LITERATUR ... 172
9. ANHANG (AUF DISKETTE) ... 196
Problembereiche der Untersuchung
Vor dem thematischen Einstieg möchte ich zunächst noch kurz auf einige Probleme eingehen, die das Behandeln des hier gewählten Untersuchungsthemas mit sich bringt. Hierbei ist zwischen methodischen, ethischen und rechtlichen Problemen zu unterscheiden.
Ein methodisches Problem, im Hinblick auf Arbeiten, die sich mit dem Internet beschäftigen, ist das Beschaffen der Literatur. Die aktuellsten Arbeiten zu diesem Thema findet man im Internet, jedoch sind diese Arbeiten sehr schnell überholt und bei Verweisen auf Internetadressen kann es passieren, dass die betreffende URL, auf die verwiesen wurde, schon am nächsten Tag nicht mehr im Netz zu finden ist, sich an einer anderen Stelle befindet oder dass sich ihr Inhalt seit dem Zeitpunkt, zu dem der Verweis angelegt wurde, geändert hat. Überdies können im Internet platzierte Texte jederzeit von ihren Autoren "aktualisiert", d. h. modifiziert werden, wodurch die Nachprüfbarkeit der Zitate nicht mehr gewährleistet ist.
Weiterhin existiert bei Arbeiten, die im Internet "veröffentlicht" werden, kein Erscheinungsort und kein Verlag. Aus diesem Grunde habe ich die verwendeten Texte aus dem Internet mit dem Vermerk "Elektronische Publikation" gekennzeichnet.
Die mit der vorliegenden Arbeit verbundenen ethischen und rechtlichen Probleme beziehen sich in erster Linie auf die Frage: Wie kann ich eine Untersuchung zu den kommunikativen Besonderheiten bei Personengruppen aus verschiedenen Kulturen durchführen, ohne die Wahrung der persönlichen Rechte der kommunizierenden Personen anzutasten? 1
Für die empirische Untersuchung der Kommunikation innerhalb von deutschen und von französischen Gemeinschaften entschied ich bei der Wahl des Untersuchungsgegenstands für Newsgroups, da ich auf diese Weise auf Daten zugreifen konnte, die im Internet zu finden sind und auf die ein Zugriff auch zu einem späteren Zeitpunkt gewährleistet ist. Aufgrund des öffentlichen Charakters der Newsgroups ist die Auswertung dieser Daten in juristischer Hinsicht als unbedenklich einzustufen, da die User mit dem Wissen teilnehmen, dass mit den von ihnen gesendeten Artikeln auch bestimmte persönliche Daten bekannt beziehungsweise zurückverfolgbar werden. Das Recht auf die Wiedergabe von Newsgroupbeiträgen bestätigt z. B. Veddern:
Bei zum Abruf bereitgehaltenen (Sic!) Werke auf FTP-Servern sowie in Newsgroups, Mailinglisten oder Bulletin Boards ist danach zu unterscheiden, ob sich der Kreis der Zugriffsberechtigten auf eine exklusive, persönlich miteinander verbundene Personengruppe beschränkt (z. B. die Mitarbeiter innerhalb eines Forschungsteams, Exklusivangebote mit geheimgehaltenen Subscripe (Sic!)-Adressen) oder das Angebot einer unüberschaubaren Anzahl von Personen zur Verfügung gestellt wird (z. B. wenn die Werke auf dem Server durch die Benutzerkennung "anonymus" jedermann zugänglich sind). Urheberrechtlich geschützte Beiträge in Newsgroups, Mailinglisten und Bulletin Boards, die jedermann zugänglich sind, berühren daher immer das Recht zur öffentlichen Wiedergabe.2
Formale Hinweise
Da zu einigen thematischen Teilgebieten dieser Arbeit eine große Fülle an Informationen zur Verfügung steht, deren Aufnahme in den laufenden Text in Form von Verweisen den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, werden Hinweise auf weitere Informationsquellen im Anhang unter "weiterführende Literatur" aufgeführt.
Ein weiterer formaler Punkt betrifft den Verzicht auf eine geschlechterdifferenzierende Schreibweise aus Gründen der besseren Verständlichkeit. Es werden nur maskuline Endungsformen verwendet (beispielsweise "Nutzer" anstatt "NutzerIn"), die geschlechterübergreifend zu verstehen sind.
Häufig gebrauchte längere Wörter, werden meist nur bei der ersten Erwähnung ausgeschrieben (beispielsweise "CVK" anstatt "Computervermittelte Kommunikation"). Dies wird jedoch an den entsprechenden Stellen angegeben.
Die vorliegende Arbeit ist nach den Regeln der "neuen" Rechtschreibung verfasst. Zitate aus nach den alten Regeln verfassten Texten werden dagegen nicht verändert.
Allen Teilen der Arbeit ist jeweils eine Kurzübersicht über die darin behandelten Themen vorangestellt. Sie dient, ebenso wie die Fazite am Ende der einzelnen Kapitel, der besseren Übersicht.
Zuletzt sei noch darauf hingewiesen, dass sich im Anhang ein Glossar befindet, welches in dieser Arbeit verwendete spezifische Begriffe näher erklärt.
1. Einleitung
Das Internet stellt ein interessantes, zukunftsträchtiges Medium dar. Im Zuge eines allgemeinen Anstiegs der Reiseaktivität nut zen immer mehr Menschen immer häufiger die Möglichkeit, fremde Länder und deren Bewohner kennen zu lernen. Nach der Rückkehr ins eigene Land stellt das Internet für sie oftmals die kostengünstigste Möglichkeit dar, mit den Reisebekanntschaften Kontakt zu halten. Generell ist das Internet als ein wesentlicher Faktor im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der interkulturellen / internationalen Kommunikation anzusehen.
Das Thema dieser Arbeit "Sprache, Kommunikation und Kultur im Internet" bringt vier verschiedene Phänomene miteinander in Zusammenhang, die jedes für sich bereits eine hohe Komplexität aufweisen. Hierbei ist u. a. zu untersuchen, inwieweit kulturelle Faktoren die sprachliche Realisierung von Kommunikationsbeiträgen im Internet beeinflussen. Auf die definitorischen Probleme, die sich aus der Komplexität der betrachteten Phänomene ergeben, wird in den einzelnen Kapiteln näher eingegangen.
Die vorliegende Arbeit wurde in einem interdisziplinären Kontext entwickelt. Sie bringt die Kommunikation im Internet3 mit Überlegungen zur Sprachwissenschaft und zur Kulturwissenschaft in Zusammenhang. Neben kommunikationswissenschaftlichen und linguistischen Aspekten werden dabei auch soziologische und psychologische Aspekte angesprochen. Zur Veranschaulichung und zum besseren Verständnis der komplexen Zusammenhänge wurden zahlreiche Tabellen in diese Arbeit integriert. Dies erklärt den großen Umfang der Arbeit.
Die Arbeit gliedert sich in fünf Teile. Das zweite Kapitel gibt einen kurzen Überblick über den bisherigen Forschungsstand, um aufzuzeigen, dass die Kommunikationsangebote des Internet bisher nur sehr zögerlich von der Sprachwissenschaft untersucht wurden und es an Literatur fehlt, die das Internet und die Sprache in Bezug zur Kultur bringt.
Die Nutzung des Internet hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Laut Forrester Saltes4 nutzen im Jahr 1999 19 Prozent der Europäer im Alter von über 16 Jahren regelmäßig das Internet. Ende 2001 lag der geschätzte Anteil der Internetnutzer bereits bei 43 Prozent, was einer Nutzerzahl von 127 Millionen entspricht. Es wird prognostiziert, dass die Zahl der Europäer im Internet bis Ende 2006 auf etwa 200 Millionen (67 Prozent) anwachsen wird.
Im "Le Journal du Net"5 werden Zahlen der Internetnutzer in Frankreich und Deutschland für das Jahr 2002 angegeben. Die Deutschen mit etwa 24,6 Millionen Usern liegen demnach weit vor den Franzosen mit nur knapp der Hälfte an Nutzern, nämlich 10,2 Millionen. Wenn man berücksichtigt, dass Deutschland 20 Millionen mehr Einwohner hat als sein Nachbarland, kommt man bei Deutschland immer noch auf 30% der Gesamtbevölkerung und in Frankreich nur auf 17%.
[...]
1 Hier beziehe ich mich auf den §823 des BGB, der die Wahrung der Person und ihres Schutzes beinhaltet.
2 Veddern, M.: Update - Ratgeber Multimediarecht für die Hochschulpraxis. Elektronische Publikation. URL: http://www.mswf.nrw.de/service/Multimediarecht.pdf (letzter Zugriff: 17.07.02)
3 Im Rahmen dieser Arbeit werden mit dem Begriff "Internet" vorwiegend folgende fünf Internetdienste angesprochen: 1. E-Mail, 2. Mailingliste, 3. Newsgroups, 4. Chat, 5. MUD.
4 Forrester Sales. Elektronische Publikation. URL: http://www.forrester.com/home/0,6092,1-0,FF.html (letzter Zugriff: 17.07.02)
5 Le Journal du Net. Elektronische Publikation. URL: http://www.journaldunet.com/dossiers/pays/allgne/021008chiffresallgne.shtml (letzter Zugriff: 06.11.02)
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