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Das Sexualwissen und Sexualverhalten von Kindern im Vorschulalter close

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Das Sexualwissen und Sexualverhalten von Kindern im Vorschulalter

Termpaper, 1998, 16 Pages
Author: Gerlinde Weinzierl
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Event: Kleinkindforschung und pädagogische Konsequenzen
Institution/College: University of Frankfurt (Main) (Fachbereich Sozialpädagogik)
Tags: Sexualwissen, Sexualverhalten, Kindern, Vorschulalter, Kleinkindforschung, Konsequenzen
Category: Termpaper
Year: 1998
Pages: 16
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V1517
ISBN (E-book): 978-3-638-10944-4

File size: 69 KB


Excerpt (computer-generated)

HAUSARBEIT

Lernbereich IV: Kleinkindforschung und pädagogische Konsequenzen

Thema:

Das Sexualwissen und Sexualverhalten 
von Kindern im Vorschulalter

Verfasserin: Gerlinde Tom

Wintersemester 1997/98

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung ... 2

2. Die Quellen des Sexualwissens ... 3

3. Sexualwissen von Vorschulkindern ... 5
3.1 Wissen über Geschlechtsunterschiede, Geschlechtsidentität und Geschlechtsorgane ... 6
3.2 Der Kenntnisstand in den Themenbereichen Zeugung, Schwangerschaft und Geburt ... 8
3.3 Kenntnisse über sexuelles Verhalten von Erwachsenen ... 10

4. Sexualverhalten von Vorschulkindern ... 11
4.1 Autoerotisches Verhalten ... 11
4.2 Soziosexuelle Handlungen ... 12

5. Schluß ... 13

Literaturverzeichnis ... 14

 

 

1. EINLEITUNG

Die menschliche Sexualität ist in der Natur etwas Einzigartiges, denn sie umfaßt weit mehr als den reinen Geschlechts- und Zeugungsakt. Sie sagt etwas über die gesamte Persönlichkeit aus, über unsere Entwicklungsgeschichte, über unsere sexuellen Gefühle und unser Sexualverhalten. Sie verlangt, daß wir lernen, denken, planen, uns in Geduld üben, moralische Wertvorstellungen entwickeln und Entscheidungen treffen. Eine frühzeitige Erziehung zur Sexualität und später zur Liebesfähigkeit ist daher von großer Bedeutung.

Das Kind ist vom Augenblick der Geburt an ein Wesen, das eine eigene Sexualität hat. Sie ist genauso artspezifisch wie die angeborene Fähigkeit des Menschen, aufrecht zu gehen und zu sprechen. Es wird zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität unterschieden: ,,Diese Differenz läßt sich zunächst als Differenz der Funktionen fassen: Die Fortpflanzungsfunktion trifft auf die kindliche Sexualität nicht zu, die soziale und die Lust-Funktion, also die erotischen Funktionen von Sexualität aber durchaus."1

Inwieweit Kinder im Vorschulalter über das Thema ,,Sexualität" Bescheid wissen und wie sich ihr Verhalten diesbezüglich äußert, wird in dieser Arbeit dargestellt.

2. Die Quellen des Sexualwissens

Das Wissen von Kindern über das Thema „Sexualität“ ist von angebotenen Informationen enorm abhängig.2

Aufgrund des informativen Wissens bei Kindern bezüglich der Sexualität ist anzunehmen, daß die Eltern stärker als in früheren Jahren als Informationsquelle fungieren und somit die Hauptinformanten für sexualkundliches Wissen sind, wobei die Mutter die wichtigste Bezugsperson der Kinder darstellt, im Hinblick auf sexuelle Aufklärung und das Erläutern von intimen Fragen. Dieser vertraute Bezug besteht bei Mädchen bis hin zur Pubertät.3

Leider treten die Väter als Informationsquelle eher nur selten auf und machen es sich auf irgendeine Art und Weise sehr einfach, indem sie nämlich den Müttern die dominierende Rolle zuweisen und die somit die Verantwortung tragen. Allerdings sind auch Väter in die Pflicht gerufen, denn auch sie spielen eine bedeutsam wichtige Rolle für die Sexualentwicklung ihrer Kinder.4

Neben den Vätern, treten auch Geschwister, Freunde und Erzieher/-innen in diesem Zusammenhang eher seltener auf. Viele Kinder halten die Informationsvermittlung für so „normal“, daß sie die Quelle nicht sicher angeben können oder glauben, durch eigenes Beobachten zu ihren Kenntnissen gelangt zu sein, das laut Untersuchungen aber nicht möglich sein kann.5

Eine sachliche Aufklärung der Kinder ist von großer Wichtigkeit, denn sie erspart dem Kind große Nöte und verhindert, daß es sich in Phantasien verliert. Das Kind benötigt zur „glücklichen“ Sexualentwicklung die akzeptierende Einstellung der Eltern. Sie sollen ein positives Bild von der Sexualität vermitteln, und daß Liebe und Sexualität etwas Wunderbares sind und auf keinen Fall Angst und Aversion bei Kindern überwiegen dürfen.

[...]


1 Honig, Michael-Sebastian: Über die Sexualität von Kindern. In: Deutsches Jugendinstitut (Hrsg.): Was für Kinder. Aufwachsen in Deutschland. Ein Handbuch, München 1993, S. 185

2Vgl. Volbert, Renate u. Homburg, Annekathrin: Was wissen zwei- bis sechsjährige Kinder über Sexualität? In: Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, Band 28, Heft 3, Göttingen 1996, S. 211

3Vgl. Grassel, H. u. Bosinski, H.: Sexualwissen und Geschlechterrollen - Vorstellungen bei Vorschulkindern. In: Ärztliche Jugendkunde, 74, Leipzig 1983, S.117

4Vgl. ebenda, S. 117

5Vgl. Bosinski, H.: Zum aktuellen Stand der Geschlechtserziehung im Vorschulalter. In: Ärztliche Jugendkunde, 80, Leipzig 1989, S. 294


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