Verhältnis von virtuellen Unternehmen und Unternehmensnetzwerken close Bitte warten


Details

Veranstaltung: BWL - Interdiziplinäre Veranstaltung
Institution/Hochschule: Bergische Universität Wuppertal (Integrierter Studiengang Wirtschaftswissenschaft)
Kategorie: Vordiplomarbeit
Jahr: 2000
Seiten: 42
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 58  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 412 KB
Archivnummer: V1520
ISBN (E-Book): 978-3-638-10947-5
ISBN (Buch): 978-3-638-63727-5
Anmerkungen :
Hausarbeit für die Diplomvorprüfung.

Zusammenfassung / Abstract

Nicht zuletzt durch die Erschließung neuer Märkte und den härter gewordenen Wettbewerb am globalen Markt findet ein Paradigmenwechsel in der Strukturierung von Unternehmen statt. Eine zunehmend praktizierte Organisationsform ist die Vernetzung. Diese Form der Zusammenarbeit ist besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen verbreitet, bedingt durch stetig steigende Anforderungen. Auf der einen Seite fordern die Kunden einen umfassenden Produktmix mit persönlichem Service, wobei immer höhere Qualitätsstandards berücksichtigt werden müssen. Auf der anderen Seite ist eine permanente Optimierung der Betriebsabläufe mit dem Ziel der Kostenreduktion erforderlich. Um diese Marktbedingungen erfüllen zu können, wäre eine Spezialisierung auf alle Produktionsabläufe entlang der Wertschöpfungskette von Nöten. Da dies besonders für mittelständische Unternehmen aus finanzieller und organisatorischer Sicht nicht realisierbar ist, erfolgt eine Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen. Herausgearbeitet werden insbesondere die Chancen, Risiken und Voraussetzungen für Unternehmen sich auf die eine und/oder andere Kooperationsform einzulassen.

Textauszug (computergeneriert)

Bergische Universität - Gesamthochschule Wuppertal
Integrierter Studiengang Wirtschaftswissenschaft

Hausarbeit für die Diplomvorprüfung

Verhältnis von virtuellen Unternehmen 
und Unternehmensnetzwerken

Prüfungsgebiet: BWL - Interdiziplinäre Veranstaltung
Abgabetermin: 26. Juni 2000

vorgelegt von: 

Sebastian Stock  und Markus Wende

Verantwortlich für: Seite 1-20 Seite 21-41

 

 

Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1
Abkürzungsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 4

1 Einleitung 5

2 Unternehmensnetzwerke 6
2.1 Ziele 6
2.2 Voraussetzungen 7
2.2.1 Kernkompetenzen 7
2.2.2 IuK-Technologie 8
2.2.3 Vertrauen 9
2.3 Ausprägungsformen 10
2.3.1 Strategische Netzwerke 11
2.3.2 Projektnetzwerke 12
2.3.3 Regionale Netzwerke 14
2.3.4 Zusammenfassung 15

3 Virtuelle Unternehmen 16
3.1 Konzept 17
3.1.1 Kompetenzpool 18
3.1.2 Aktive Netze 18
3.2 Voraussetzungen 19
3.2.1 Vertrauen 21
3.2.2 IuK-Technologie 22
3.2.3 Kernkompetenzen 23
3.3 Ziele 24
3.4 Probleme 26

4 Verhältnis 27
4.1 Vergleich strategische Netzwerke und virtuelle Unternehmen 27
4.2 Vergleich Projektnetzwerke und virtuelle Unternehmen 28
4.3 Zusammenführung 29

5 Zusammenfassung, Beispiele und Ausblick 31
5.1 Beispiele aus der Praxis 31
5.1.1 Die virtuelle Fabrik Rhein-Ruhr 32
5.1.2 Der Verbund innovativer Automobilzulieferer - VIA 33
5.2 Ausblick 34

Literaturverzeichnis 35
Anhang 41

Abkürzungsverzeichnis

[...]

Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Eine Unternehmensnetzwerktypologie 15
Abbildung 2: Das Konzept des virtuellen Unternehmens 17
Abbildung 3: Eine erweiterte Unternehmensnetzwerktypologie 29
Abbildung 4: Einordnung virtueller Unternehmen 30

 

 

1 Einleitung

Nicht zuletzt durch die Erschließung neuer Märkte und den härter gewordenen Wettbewerb am globalen Markt findet ein Paradigmenwechsel in der Strukturierung von Unternehmen statt.1 Eine zunehmend praktizierte Organisationsform ist die Vernetzung. Diese Form der Zusammenarbeit ist besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen verbreitet, bedingt durch stetig steigende Anforderungen. Auf der einen Seite fordern die Kunden einen umfassenden Produktmix mit persönlichem Service, wobei immer höhere Qualitätsstandards berücksichtigt werden müssen.2 Auf der anderen Seite ist eine permanente Optimierung der Betriebsabläufe mit dem Ziel der Kostenreduktion erforderlich. Um diese Marktbedingungen erfüllen zu können, wäre eine Spezialisierung auf alle Produktionsabläufe entlang der Wertschöpfungskette von Nöten. Da dies besonders für mittelständische Unternehmen aus finanzieller und organisatorischer Sicht nicht realisierbar ist, erfolgt eine Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen.

In der vorliegenden Arbeit werden die Zusammenhänge und Unterschiede von Unternehmensnetzwerken und virtuellen Unternehmen herausgearbeitet. Der folgende Teil beleuchtet die Unternehmensnetzwerke. Im Gegensatz zur Vorgehensweise des dritten Teils wird zuerst auf die Ziele eingegangen, um hervorzuheben, aus welchem Grund überhaupt Unternehmen eine Netzwerkorganisation eingehen sollten. Nachfolgend werden die benötigten Voraussetzungen und die möglichen Ausprägungsformen erläutert. Anschließend wird im dritten Teil auf virtuelle Unternehmen näher eingegangen. Die Behandlung der Voraussetzungen in diesem Teil steht im Gegensatz zu der Vorgehensweise bei den Unternehmensnetzwerken. Hierdurch wird den besonderen Prioritäten virtueller Unternehmen Rechnung getragen. Der vierte Teil geht auf das Verhältnis von virtuellen Unternehmen und Unternehmensnetzwerken ein. Anschließend folgt im fünften Teil eine kurze Zusammenfassung der Kernaussagen, untermauert von zwei Beispielen aus der Praxis. Danach wird auf die Frage eingegangen, ob und inwieweit das virtuelle Unternehmen heute als das Unternehmensnetzwerk verstanden werden kann. Den Abschluß bildet ein kurzer Ausblick auf die Zukunft der virtuellen Unternehmen. Diese Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit; der begrenzte Rahmen läßt lediglich das Vorstellen einiger weniger Aspekte zu, so daß diese Arbeit mehr als Anregung zum Studium der vertiefenden Literatur betrachtet werden soll und weniger eine genaue Analyse des komplexen Themas sein kann.

2 Unternehmensnetzwerke

Der Begriff des ,,Netzwerkes" ist in der heutigen Zeit - bedingt durch die fortschreitende Einbindung der Informatik in alle Lebensbereiche - allgegenwärtig. Netzwerke gibt es allerdings verschiedenster Art. So z.B. außer den EDV-gestützten Rechnernetzwerken noch soziale Netzwerke und Unternehmensnetzwerke. Unter einem ,,sozialen Netzwerk" versteht man - nach der Definition der Brockhaus Enzyklopädie - das Geflecht zwischenmenschlicher Beziehungen innerhalb eines gesellschaftlichen Systems3. Diese Definition läßt sich auf den Begriff des Unternehmensnetzwerkes ausdehnen. Unternehmensnetzwerke sind also Geflechte unternehmerischer Beziehungen am Markt. Ein Netz hat per Definition mehr als zwei Knoten/ Teilnehmer.4 Im folgenden wird veranschaulicht, welches die gemeinsamen Ziele sich zusammenschließender Unternehmen sind, welche Voraussetzungen sie zu diesem Zwecke erfüllen müssen und wie sich dies in unterschiedlichen Ausprägungsformen von Netzwerkstrukturen äußert.

2.1 Ziele

Unternehmensnetzwerke sind die Konsequenz aus den globalisierten Beschaffungs- und Absatzmärkten.5 Sie bedeuten einen Verbund von Unternehmen, die in Form einer Kooperation gemeinsam am Markt auftreten und einen "collaborative advantage"6 zu realisieren. Zumeist kleine und mittlere Unternehmen7 wählen die Organisation in Netzwerken für ihre Unternehmen, weil sie zu klein sind, um allen Anforderungen, Anforderungen, die an ein global operierendes Unternehmen
gestellt werden, gerecht zu werden; so wie dies im Idealfall ein Großunternehmen kann. Trotzdem ist die Entscheidung, ein Netzwerk zu bilden nicht nur geprägt von der Chance, neue Märkte zu betreten8, sondern auch von der Notwendigkeit, in bekannten Märkten zu überleben9. Das allgemeine Ziel der Gewinnmaximierung tritt dabei aber nicht in den Hintergrund. Vielmehr hat die Überzeugung an Stärke gewonnen, daß ein vereintes Vorgehen effizienter sein kann, als der ressourcenverschwendende Wettbewerb der Einzelnen untereinander.10 Die Dauer der Partnerschaft hängt von den zu erreichenden Zielen ab und kann von der Gestaltung eines Projektes, einer also eher kurzfristigen bis hin zu einer dauerhaften Zusammenarbeit und einer scheinbar wirtschaftlichen Verschmelzung führen.

[...]


1 Vgl. auch Bleicher (1996), S. 10.

2 Vgl. Weber (1995), S. 106.

3 Vgl. Brockhaus (1991).

4 Vgl. Boucke (1997), S. 33.

5 Vgl. Weber (1995), S. 106.

6 Vgl. Kanter (1994).7 Vgl. Picot (1998), S. 169f.

8 Vgl. auch Hirn (1998), S. 138.

9 Vgl. auch Boucke (1997), S. 32.

10 Vgl. auch Weber (1995), S. 108.

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