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Mönchtum in der Westkirche Leben und Regeln des Benedikt von Nursia

Termpaper, 2002, 22 Pages
Author: Ulrike Tschirner
Subject: Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

Details

Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 22
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V15205
ISBN (E-book): 978-3-638-20393-7

File size: 238 KB
Notes :
Studiengang: Evangelische Religionspädagogik, Schwerpunkt: Gemeindepädagogik



Excerpt (computer-generated)

Mönchtum in der Westkirche
Leben und Regeln des Benedikt von Nursia

 


Ulrike Tschirner

1.Einleitung 4

2.Hauptteil 4

2.1.Das Leben Benedikt von Nursias  4
2.2.Die Besonderheiten der Darstellung durch Papst Gregor  6
2.3.DasWerk und die Botschaft Benedikts  7
2.4.Die Regula Benedicti  8

2.4.1.Die Spiritualität der Benediktusregel 9

2.4.1.1.Die Gemeinschaft 9
2.4.1.2.Die Geistliche Kunst  10
2.4.1.3.Die Grundzüge benediktinischer Lebensgestaltung 12

2.5.Die Bedeutung der Benediktusregel heute  15

2.5.1.Die Benediktiner heute 15
2.5.2.Die Bedeutung für die Kirche heute  16

3.Fazit  18

Literaturverzeichnis 20

Erklärung 22



1.Einleitung

Das christliche Mönchtum bedeutet Leben nach dem Evangelium unter der Bedingung des Alleinlebens (Eremiten) bzw. Gemeinschaftslebens.Verbindliche Grundvoraussetzungen dafür sind Absonderung vom weltlichen Leben, Ehelosigkeit, Armut bzw. persönliche Besitzlosigkeit, Unterordnung unter eine geistliche Autorität, Einordnung in eine Gemeinschaft und damit verbundener Gehorsam.Die Mönche verfolgen eine asketische Lebensweise, die sich durch Fasten, Wachen, Arbeiten und verschiedene Formen geistiger und körperlicher Entsagung kennzeichnet 1.

In meiner wissenschaftlichen Hausarbeit habe ich mich mit dem „Vater des Abendlandes“2, dem Begründer des westlichen Mönchtums, Benedikt von Nursia und seiner Klosterregel, der Regula Benedicti, beschäftigt. Wer war dieser Mann aus Nursia, woher haben wir unser Wissen über ihn und was kennzeichnet sein uns erhaltenes Werk, seine Regel? In meinen Ausführungen beziehe ich mich hauptsächlich auf zwei Ausgaben der Benediktusregel, auf verschiedene Schriften eines bekannten Benediktiners unserer Zeit – Anselm Grün -, welcher aus eigenen Erfahrungen mit der Regula Benedicti (RB) schöpft – und auf diverse Lexika-Artikel, um das Thema nicht nur einseitig aus benediktinischer Sicht zu beleuchten. Es ist spannend zu entdecken, welche Relevanz die etwa 1500 Jahre alte Klosterregel für unser Leben heute haben kann!

2.Hauptteil

2.1.Das Leben Benedikt von Nursias

Benedikt wurde zwischen 480 und 490 n. Chr. als Kind einer bürgerlichen Familie in Nursia im Sabinerland geboren3. Als junger Mann wurde er nach Rom geschickt, um dort Rhetorik 4zu studieren.Abgeschreckt durch das unmoralische, gefährliche und vom Verfall gekennzeichnete Leben in der Stadt brach er sein Studium jedoch schon bald ab, um sich in Enfide mit einer Asketengemeinschaft zusammenzutun5. Es folgten drei Jahre, die Benedikt allein in einer einsamen Höhle bei Subiaco (Aniotal, etwa 75 km von Rom entfernt) verbrachte6. Sein Ruf eilte ihm voraus und man bat ihn, die Leitung des Klosters in Vicovaro zu übernehmen; an dieser Aufgabe scheiterte er jedoch, da die Mönche mit seinem autoritären und strengen Regime nicht einverstanden waren. So kam es, das Benedikt nach Subiaco zurückkehrte und zum Anziehungspunkt für viele Schüler wurde. Er gründete zwölf sehr kleine, in den Bergen verstreute Klöster, die er mit je zwölf Mönchen besetzte und bewohnte selbst mit einigen ausgewählten Schülern das am Seeufer gelegene Zentralkloster7. Durch Neid und Eifersucht eines Priesters sah sich Benedikt um 530 veranlasst, mit seinen Mönchen Subiaco den Rücken zu kehren und auf dem Berg Montecassino, etwa 140 km von Rom entfernt, ein Kloster zu gründen8. Auf dem Berg befanden sich heidnische Kultstätten, in denen dem Apollo oder Jupiter gehuldigt wurde, die wurden von Benedikt zerstört, er weihte in ihnen eine Kirche zu Ehren des hl.Martin und verkündete der Bevölkerung das Evangelium.Ebenso entstand eine weitere Gebetsstätte zu Ehren des hl. Johannes des Täufers auf dem Gipfel des Montecassino9.

Benedikt von Nursia starb um 550 – 560 in Montecassino und wurde im Oratorium Johannes des Täufers neben seiner Schwester Scholastika begraben10. Bei allen Eckdaten des Lebens Benedikt von Nursias kann man nur von Vermutungen ausgehen, denn als einzige Quelle existiert nur das „Zweite Buch der Dialoge“ von Papst Gregor d. Großen.Einige der Daten sind historisch jedoch relativ sicher, weil die Ereignisse, von denen der Papst spricht, auch an anderer Stelle Erwähnung finden, wie die Hungersnot, mit der vermutlich die der Jahre 537-538 gemeint ist11, oder auch der Besuch des Gotenkönigs Totila, welcher 546 stattfand, weshalb Benedikt frühestens 547 gestorben sein kann, was traditionell als sein Todesjahr angesehen wurde12. Auch die genannten Persönlichkeiten, wie der Gote Zalla, Bischof Germanus sowie Bischof Sabinus von Canossa sind in eine Beziehung zu Benedikt von Nursia gesetzt und es kristallisiert sich durch sie ein Zeitraum zwischen 535 und 550 heraus, in dem Benedikt in Montecassino tätig gewesen sein müsste13.

2.2. Die Besonderheiten der Darstellung durch Papst Gregor

[...]


1Vgl. Frank, Karl Suso , 1998: Mönchtum .In: Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde, Bd. 2,Wuppertal,2. Aufl. , S.1365.
2 Grün, Anselm , 2000 : Benedikt von Nursia. Münsterschwarzacher Kleinschriften 7.Münsterschwarzach,6. Aufl. , S.7.
3 Vgl. Schwaiger, Georg (Hrsg.) ,1993 :Mönchtum Orden Klöster. Von den Anfängen bis zur Gegenwart .Ein Lexikon. München, .S.19.
4 Vgl.Grün, Anselm ,2002 : Meister der Spiritualität .Benedikt von Nursia. Freiburg ,S.36.
5 Vgl. Grün,Anselm,2002,S.14.
6 Vgl. Schwaiger, Georg ,S. 85.
7 Vgl. Vogüé, de, Adalbert , 1980:Benedikt von Nursia .In: TRE, Bd. 5,S.538. Vgl. Grün,Anselm,2002,S.14.
8 Vgl. Grün,Anselm,2002,S.14.
9 Vgl. Schwaiger,Georg,S.86.
10 Vgl. Frank ,Karl Suso , 1994 :Benedikt von Nursia. In: Gestalten der Kirchengeschichte.Mittelalter 1,2.Aufl.,Stuttgart,Berlin,Köln , S.39.
11 Vgl. Frank, Karl Suso,1994,S.39.
12 Vgl. Grün,Anselm,2002,S.14.
13 Vgl. Frank, Karl Suso,1994,S.39.


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