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Scholarly Research Paper, 2003, 67 Pages
Author: Florian Schaffelhofer
Subject: Communications: Public Relations, Advertising, Marketing
Details
Tags: Event, Marktkommunikation, Unternehmen
Year: 2003
Pages: 67
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-20498-9
File size: 289 KB
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Excerpt (computer-generated)
Das Event
in der Marktkommunikation von Unternehmen
-
Ein Überblick
im Studiengang Germanistik/Kommunikationswissenschaft
in der Fakultät Sprach- und
Literaturwissenschaften
der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Florian Schaffelhofer
31.03.2002
Inhaltsverzeichnis 1
Anhangsverzeichnis 2
1. Einleitung 4
2. Das Event 5
2.1. Begriffsdefinition 6
2.2. Exkurs: Sponsoring 8
2.3. Ursachen für die Entstehung von Events 9
2.3.1. Marktsättigung 9
2.3.2. Informationsüberlastung 11
2.3.3. Wandel von Werten, Einstellungen, Lebensstilen 12
2.4. Erscheinungsformen und Systematisierung 15
2.4.1. Nach Inhalten 15
2.4.2. Nach Zielgruppen 16
2.4.3. Nach Initiator 17
2.4.4. Sonstige 18
2.5. Ziele 19
2.5.1. Ökonomische Ziele 19
2.5.2. Kontaktziele 20
2.5.3. Kommunikationsziele 20
2.6. Zielgruppen 21
2.7. Veranstaltungsorte 23
2.8. Wirkungen 24
2.8.1. Aktivierung durch Emotionen 24
2.8.2. Imagetransfer 26
2.8.3. Dialog und Anschlusskommunikation 27
2.8.4. Integrierte Kommunikation 29
2.8.5. Kundenbindung 31
2.8.6. Konstruktion von Erlebniswelten 32
2.8.7. Risiken und Probleme 33
2.9. Budgetierung 34
2.10. Erfolgskontrolle 36
2.11. Fazit 39
3. Literaturverzeichnis 40
Anhangsverzeichnis
4. Anhang A1
I. Events im Marketing-Mix A2
II. Image von Event-Sponsoren A2
III. Sponsoring in Deutschland A3
IV. Auswirkungen auf die Entwicklung von Eve nts A3
V. Die Indikatoren der Marktsättigung und ihre Operationalisierung A4
VI. Lebensziele der Deutschen A4
VII. Abhängigkeit vom Konsum bei Freizeitaktivitäten A5
VIII. Themen von Events A6
IX. Event-Typologisierung aus Unternehmenssicht A7
X. Am häufigsten durchgeführte Events A7
XI. Event-Typologisierung nach Erlebnisumfeld A8
XII. Ziele von Events A9
XIII. Zielgruppen von Events A10
XIV. Die Bedeutung verschiedener Zielgruppen für Marketing -Events A10
XV. Teilnehmerzahlen von Events A11
XVI. Demographie der „Vielbesucher“ von Events A11
XVII. Erfolg von Events A12
XVIII. Bedeutungszumessung zu Events A12
XIX. Einfluss von Events A13
XX. Zugang zur Erlebnistiefe A13
XXI. Die drei Dimensionen des Erlebens A14
XXII. Einbezug von Event-Rezipienten A14
XXIII. Die Bedeutung der verschiedenen Kommunikationsinstrumente im Unternehmen A14
XXIV. Bedeutung der Ziele einer Integrierten Kommunikation A15
XXV. Fehlerkriterien A16
XXVI. Budget für Events A16
XXVII. Fehler im Ergebnisbericht A17
XXVIII. Herkunft der Mittel für Events A18
XXIX. Ausgabenverteilung für Events A19
1. Einleitung
„Alles Event!?“ heißt ein Ratgeber und Praxisleitfaden für Events von INDEN (1993). Und damit werden auch schon zwei Dinge angesprochen, die eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Events“ interessant und zur Herausforderung machen. Wie INDEN richtig erkannt hat und gleichzeitig in Frage stellt, ist derzeit wirklich „alles Event“: „Wann immer heute in Chicago eine Schaufel oder in Shanghai ein Fahrrad umkippt, wird der Vorgang sogleich zum Event aufgeschäumt“ (KROHN 1997: o. S.). Das Medien-Spektakel „Big Brother“, wird noch während der zweiten Staffel zum Medien-Debakel, obwohl anfangs als „TV-Event“ (RUPPRECHT 2000) gerühmt. Und während man weiterhin von Silvester 1999 die Millenniumskorken und -raketen knallen hört, erkennt DIE (ganze?) WELT kurz darauf, dass „der Jahrtausendwechsel zum Mega-Event hochstilisiert“ (10.01.00, S. 42) wurde. Die überzogene Darstellung in den Medien macht auf eine Schwierigkeit bei der Auseinandersetzung mit dem Thema „Event“ aufmerksam. Es ist schwer greif- und verstehbar, was alles Event sein kann. Der Begriff „Event“ wird inflationär und zu unbewusst gebraucht. Auf der anderen Seite sind Fachmessen wie die „World of Events“ in Wiesbaden oder Fachmazagine wie „Event-Partner“ ein Anzeichen für den hohen Stellenwert von Events. Durch die Beschränkung auf die Wirtschaft wird die Thematik jedoch schon sehr viel greifbarer gemacht.
Im Kapitel 2.1. grenze ich ab, was im Rahmen dieser Arbeit unter Events zu verstehen ist. Der Exkurs 2.2. über Sponsoring wird sogleich notwendig, da beide Begriffe oftmals im Zusammenhang stehen oder gebraucht werden. In 2.3. werden die wichtigsten Gründe für die Entstehung von Events erläutert, bevor ich diese anschließend in 2.4. kategorisiere. Events, die in Unternehmen zur Marktkommunikation eingesetzt werden, sollen bestimmte Ziele erreichen, die in 2.5. behandelt werden. An wen sich Events richten, zeigt 2.6 auf. Da bei Events der Veranstaltungsort eine große Rolle spielt, oftmals sogar selbst das Event ausmacht, wird darauf in 2.7. eingegangen. Was Events letztendlich im Rahmen der Marktkommunikation bewirken (können), zeigt 2.8. ausführlich. Das für die Betriebswirtschaft nicht zu vernachlässigende Thema „Kosten“, wird in 2.9. kurz behandelt, in 2.10. die dagegen teils vernachlässigte Erfolgskontrolle. Nach einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Fakten zum Event in 2.11. schließe ich in einem Fazit über meine Erkenntnisse ab.
2. Das Event
„Das Große Fremdwörterbuch“ bietet für das Wort „Event“ keine Erklärung. Lediglich das französische Fremdwort „Evenement1“ findet eine Sinndeutung als „1. Begebenheit, Ereignis. 2. Erfolg, Ausgang einer Sache“ (DROSDOWSKI 1994: 432). Schlägt man dagegen im „Duden – Die Rechtschreibung der deutschen Sprache“ nach, findet sich der Hinweis, dass „der od. das“ (DROSDOWSKI 1996: 266) Event2 der englische Begriff für Veranstaltung ist (vgl. ebd.). BROCKES3 gibt in der Einleitung zur Event-Basics- Studie sodann auch gleich die Erklärung dafür, warum überhaupt von Event statt Veranstaltung gesprochen wird: „Meist sind Veranstaltungen nur für bestimmte Zielgruppen tatsächlich ‚Ereignis/Erlebnis’ und lösen somit positive Emotionen aus“ (WITT 1999: Einleitung o. S.). Anders sehen das Unternehmen, die vom BDW befragt wurden4. 61 Prozent der Befragten sehen den Begriff „Event“ lediglich als eine „neue Bezeichnung für Veranstaltungen, wie sie schon lange in Unternehmen durchgeführt werden“ (BDW 1993: 4). Dass statt der deutschen Begrifflichkeit „Ereignis“ häufig das englische Wort „Event“ benutzt wird, dafür hat LENGERT5 eine Erklärung: „Weil es eindrucksvoller, weitläufiger und marketingmäßiger klingt, sagen diejenigen, die auch Outfit, Lifestyle, sich committen und web-afin sagen (und wahrscheinlich auch zum Lachen ins Basement gehen) heute statt Erlebnis Event. Aber die Sache bleibt die gleiche [sic!]“ (PECHMANN 2000: 96).
VIECENZ versteht unter einem Event oder Ereignis genau einen „besonderen, nicht alltäglichen Vorgang oder Vorfall. Ein solches Geschehen oder Geschehnis unterbricht den normalen Ablauf als etwas Bemerkenswertes“ (1996: 44). Findet ein Event zielgerichtet im Marketing statt, handelt es sich dabei um ein Marketing-Event. Marketing-Events bilden also den inhaltlichen Kern des Event-Marketings. Event-Marketing6 ist dann, „wenn ein gesamthaftes Marketing-Konzept basierend auf Ereignissen und Erlebnissen vorliegt“ (ebd.), die in der Regel eher kurz- als langfristig konzipiert sind (vgl. WEINBERG 1995: 100). Event- oder Ereignis-Marketing kann also als weiteres Kommunikationsinstrument innerhalb des Marketing-Mix eingereiht werden7 (vgl. VIECENZ 1996: 46). Oder mit den Worten von NICKEL:
Event-Marketing ist „die systematische Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle von Events innerhalb der Kommunikationsinstrumente Werbung, Verkaufsförderung, Public Relations oder interner Kommunikation“ (1998: 7).
Worum es sich genau bei einem Event handelt, wird im Folgenden näher erläutert und definiert.
2.1. Begriffsdefinition
[....]
1 „aus gleichbed. fr. événement, dies zu lat. evenire, vgl. evenieren“ (DROSDOWSKI 1994: 432).
2 Wird nicht ohnehin im Folgenden vom Event in der Mehrzahl gesprochen, ziehe ich persönlich die Bezeichnung „das“ Event vor.
3 Hans-Willy BROCKES ist Geschäftsführer der ESB Europäische Sponsoring-Börse aus St. Gallen/Schweiz und mit dem Marktforschungsinstitut IPSOS Herausgeber der o. g. Studie und Autor der einleitenden Worte.
4 Befragt wurden Unternehmen der Verbrauchs-, Bebrauchs- und Investitionsgüterindustrie sowie des Handels und der Dienstleistungsbranchen zwischen dem 3.9.92 und dem 20.11.92. Für den Ergebnisbericht standen 203 stimmige Datensätze zur Verfügung. Der BDW weist in seinem Vorwort darauf hin, dass die Erhebung „nicht auf repräsentative Ansprüche hin konzipiert und durchgeführt“ wurde (BDW 1993: 3).
5 Dr. phil. Julius LENGERT ist praktischer Philosoph und berät mit seinem Institut für Kulturanthropologie in München namhafte Unternehmen.
6 In der Literatur finden sich verschiedene deutsche und englische Schreibweisen mit und ohne Bindestrich. Ich verwende im Rahmen dieser Arbeit den Begriff „Event-Marketing“.
7 Siehe Anhang I „Events im Marketing-Mix“.
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