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Die solonischen Reformen

Scholary Paper (Seminar), 1999, 21 Pages
Author: Magister Joachim Pahl
Subject: History - Early and Ancient History

Details

Event: Proseminar: Athenische Demokratie
Institution/College: University of Münster (Philosophische Fakultät)
Tags: Reformen, Proseminar, Athenische, Demokratie, Solon
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 1999
Pages: 21
Grade: sehr gut
Language: German
Archive No.: V15416
ISBN (E-book): 978-3-638-20527-6
ISBN (Book): 978-3-638-77135-1
File size: 176 KB

Abstract

Während des 7. vorchristlichen Jahrhunderts existierten in Griechenland zahlreiche Stadtstaaten, von denen die meisten über nicht mehr Fläche als ein deutscher Regierungsbezirk und allenfalls die Bevölkerungszahl einer heutigen Kleinstadt verfügten. Aus heutiger Sicht fehlten diesen Stadtstaaten auch andere Charakteristika eines Staatswesens wie die Komplexität des Verwaltungsapparates und die Anonymität, mit der der Staat den verwalteten Bürgern gegenübertritt. In der Geschichtsschreibung werden sie trotzdem als Staatsgebilde bezeichnet und behandelt, teils, weil sie schon während der Antike von der zeitgenössischen Historiographie als Staaten behandelt wurden, teils, weil sie sich ihrem Selbstverständnisse folgend als solche empfanden, als eigenständige Solidargemeinschaften lebten und Kriege gegeneinander führten, ungeachtet der Tatsache, daß sie sich alle als Griechen fühlten, eine Sprache sprachen und alle Nichtgriechen verachtungsvoll als Barbaren bezeichneten. Der größte dieser Staaten, sowohl an Ausdehnung als auch an Bevölkerung, war die auf der Halbinsel Attika gelegene, mit dem Hafen Piräus verbundene Stadt Athen. Der Militärstaat Sparta kann in diesen Vergleich nicht einbezogen werden, da er eine innere Struktur besaß, die vollkommen aus dem in Griechenland sonst üblichen herausfiel. Athen verfügte über eine Fläche von etwa 2500 qkm und in seiner Glanzzeit vor den Perserkriegen über eine Einwohnerschaft von bis zu einer viertel Million , einschließlich aller Mitbewohner minderen Rechts wie Sklaven und Metoiken. Die schiere Masse war ein nicht unerhebliches Moment bei einer Entwicklung, die sich erst später als Export Athens auch in anderen Teilen Griechenlands vollziehen konnte. Es kam eine Entwicklung in Gang, die über eine Krise im ökonomischen Bereich schließlich nach einem Reformprozeß Strukturen hervorbrachte, die wesentliche Elemente dessen enthielten, was man heute unter den Voraussetzungen eines demokratischen Staates versteht. Es handelte sich also keineswegs um die bewußte Installation einer neuen, tatsächlich oder vermeintlich gerechteren Staatsform, sondern um den aus der Not geborenen Versuch einer Krisenbewältigung, zu der es galt, das erforderliche Maß an Veränderung mit möglichst viel Kontinuität zu vereinigen.


Excerpt (computer-generated)

Die solonischen Reformen





Joachim Pahl

Inhaltsverzeichnis

Inhalt 1

Einleitung 2

Ausgangslage 3

Reformen 8

Seisachteia 8

Zensusklassen 9

Recht 10

Münzwesen 13

Bürgerrechte 14

Institutionen 15

Schlußbetrachtung 16

Abkürzungsverzeichnis 18

Literatur / Quellen 19






Einleitung

Während des 7. vorchristlichen Jahrhunderts existierten in Griechenland zahlreiche Stadtstaaten, von denen die meisten über nicht mehr Fläche als ein deutscher Regierungsbezirk und allenfalls die Bevölkerungszahl einer heutigen Kleinstadt verfügten. Aus heutiger Sicht fehlten diesen Stadtstaaten auch andere Charakteristika eines Staatswesens wie die Komplexität des Verwaltungsapparates und die Anonymität, mit der der Staat den verwalteten Bürgern gegenübertritt. In der Geschichtsschreibung werden sie trotzdem als Staatsgebilde bezeichnet und behandelt, teils, weil sie schon während der Antike von der zeitgenössischen Historiographie als Staaten behandelt wurden, teils, weil sie sich ihrem Selbstverständnisse folgend als solche empfanden, als eigenständige Solidargemeinschaften lebten und Kriege gegeneinander führten, ungeachtet der Tatsache, daß sie sich alle als Griechen fühlten, eine Sprache sprachen und alle Nichtgriechen verachtungsvoll als Barbaren bezeichneten. Der größte dieser Staaten, sowohl an Ausdehnung als auch an Bevölkerung, war die auf der Halbinsel Attika gelegene, mit dem Hafen Piräus verbundene Stadt Athen. Der Militärstaat Sparta kann in diesen Vergleich nicht einbezogen werden, da er eine innere Struktur besaß, die vollkommen aus dem in Griechenland sonst üblichen herausfiel. Athen verfügte über eine Fläche von etwa 2500 qkm und in seiner Glanzzeit vor den Perserkriegen über eine Einwohnerschaft von bis zu einer viertel Million , einschließlich aller Mitbewohner minderen Rechts wie Sklaven und Metoiken. Die schiere Masse war ein nicht unerhebliches Moment bei einer Entwicklung, die sich erst später als Export Athens auch in anderen Teilen Griechenlands vollziehen konnte. Es kam eine Entwicklung in Gang, die über eine Krise im ökonomischen Bereich schließlich nach einem Reformprozeß Strukturen hervorbrachte, die wesentliche Elemente dessen enthielten, was man heute unter den Voraussetzungen eines demokratischen Staates versteht. Es handelte sich also keineswegs um die bewußte Installation einer neuen, tatsächlich oder vermeintlich gerechteren Staatsform, sondern um den aus der Not geborenen Versuch einer Krisenbewältigung, zu der es galt, das erforderliche Maß an Veränderung mit möglichst viel Kontinuität zu vereinigen. Zur Bewältigung dieser Aufgabe bedurfte es eines Vermittlers, der zu den am Konflikt beteiligten Parteien gleich große Nähe und Ferne hatte. Worin diese Krise bestand, wie es zu ihr gekommen war, und welche Maßnahmen der mit dem Krisenmanagment Beauftragte ergriff, dies soll in der Folge gezeigt werden.

Die Ausgangslage:

[...]


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