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Termpaper, 2003, 20 Pages
Author: Diplom Sozialpädagogin (FH) Petra van der Vegte
Subject: Psychology - Social Psychology
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Düsseldorf (Fachbereich Sozialpädagogik)
Tags: Soziale, Wahrnehmung, Eindrucksbildung, Wahrnehmung, Beurteilung, Personen, Alltagspsychologie, Psychologie, Konflikt, Kooperation, Gruppen, Soziales, Netzwerk, Unterstützung, Psychologische, Grundlagen, Handelns, Arbeit
Year: 2003
Pages: 20
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-20613-6
File size: 461 KB
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Excerpt (computer-generated)
FH Düsseldorf
Hausarbeit
1. Soziale Wahrnehmung. Eindrucksbildung. Wahrnehmung und Beurteilung von Personen
2. Alltagspsychologie versus wissenschaftliche Psychologie
3. Konflikt und Kooperation zwischen Gruppen
4. Soziales Netzwerk – soziale Unterstützung
Petra van der Vegte
Sommersemester 2003
Inhalt
1. Soziale Wahrnehmung. Eindrucksbildung.
Wahrnehmung und Beurteilung von Personen
Zu Aufgabe 1a 3
Zu Aufgabe 1b 4
Zu Aufgabe 1c 4
2. Alltagspsychologie versus wissenschaftliche Psychologie
Zu Aufgabe 2a 5
Zu Aufgabe 2b 6
Zu Aufgabe 2c 6
Erklärungsmodell für Bulimie 7
Zu Aufgabe 2d 10
Zu Aufgabe 2e 10
Zu Aufgabe 2f 11
3. Konflikt und Kooperation zwischen Gruppen
Zu Aufgabe 3a 11
Zu Aufgabe 3b 15
4. Soziales Netzwerk – soziale Unterstützung
Zu Aufgabe 4a 16
Zu Aufgabe 4b 19
1. Soziale Wahrnehmung. Eindrucksbildung. Wahrnehmung und Beurteilung von Personen
zu Aufgabe 1a
Bei einem Halo-Effekt (auch Ausstrahlungs-Effekt) wird von einem positiv oder negativ bewerteten Merkmal auf das Vorhandensein bewertungskongruenter Merkmale geschlossen.
Dabei haben die zugeordneten Merkmale meist nichts mit dem Ausgangsmerkmal gemein. Die Bewertung richtet sich ausschließlich nach den Vorstellungen und bisherigen Erfahrungen des Urteilenden mit diesem positiv oder negativ bewerteten Merkmal, welches selbst beobachtet oder auch nur über dritte in Erfahrung gebracht worden sein kann.
Wird das Merkmal positiv empfunden, werden der Person auch viele weitere positive Eigenschaften zu gestanden. Und wirkt das Merkmal negativ, folgen dementsprechend weiter negative Eigenschaften.
Erstaunlicherweise führen auch die Beobachtung verhältnismäßig unbedeutender Merkmale (z.B. das Aussehen, der Name oder die Berufsbezeichnung) zu „[...] weitrechende[n] Schlussfolgerungen auf bedeutsame Persönlichkeitsmerkmale (etwa Intelligenz, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft) [...]“ (Hartung, 2000, S.39) Bei der Negativverzerrung geht es darum, das negativen Informationen ein stärkeres Gewicht bei der Bewertung einer Person beigemessen werden als positiven. Negative Informationen werden besser behalten, da man sie eher als „wahr“ und u.U. auch als Warnsignal interpretiert.
Im Gegensatz zum Halo-Effekt wirkt hier nur die negative Information, sie überdeckt selbst das Vorhanden sein vieler positiver Informationen. Gemeinsam ist beiden Wahrnehmungsverzerrungen, das von nur einer (oder einiger weniger) Information(en) auf das gesamte Erscheinungsbild einer Person geschlossen wird.
Zu Aufgabe 1b
Bei der urteilsstabilisierende Kognition geht es darum, inkonsistente Informationen, welche kognitive Dissonanz provozieren, zu mildern. Dies gelingt, in dem eben jene inkonsistente Dissonanz passend (also stimmig) gemacht werden. So erinnern wir uns eher an konsistente Informationen oder Eindrücke und inkonsistente werden vergessen oder einfach verfälscht.
Es besteht also ein Zusammenhang zwischen der Stärke einer Hypothese und der Wahrscheinlichkeit ihrer Revision (Hartung, 2000, S.41). Verstärkend wirkt hier u. a. die Häufigkeit, mit der diese Hypothese in der Vergangenheit bestätigt wird, ob noch alternative Hypothesen vorliegen und wenn ja, wie viele (je weniger, desto verstärkter die Wirkung) und ob es eine soziale Unterstützung durch eine Übereinstimmung mit den Annahmen anderer Personen gibt (Hartung, 2000, S.41).
Bei der urteilsstabilisierenden Interaktion verhält sich nun der Beurteiler seinem gewonnenen Eindruck entsprechend und provoziert damit eine erwartungskonforme Reaktion der Person, welche wiederum dazu führt, das sich der Beurteilende jetzt ganz sicher ist, das er in seinem Urteil richtig lag. Dies nennt man auch eine sich selbsterfüllende Prophezeiung (self-fulfilling prophecy).
zu Aufgabe 1c
Beispiel: Unsere Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit wird Nachmittags regelmäßig von Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren besucht, viele der Kinder kommen aus sozial schwachen Familien. Nun ist eine Zusammenarbeit mit der nahegelegenen Grundschule gestartet, bei der alle Kinder gemeinsam bei ihren Hausaufgaben betreut werden sollen.
Bedenken der Grundschullehrerinnen richteten sich auf die vermehrte Zeit und Anregung die unsere Kinder für die Hausaufgaben brauchen (da ihnen sicherlich zu Hause nicht viel geholfen wird) und die somit den anderen Kindern verloren gehen wird. Hier zeigt sich ein Halo-Effekt basierend auf dem Merkmal des sozialen Status. Bei der urteilsstabilisierenden Kognition bleiben den Lehrerinnen die unordentlichen Haushefte und unvollständigen Federmäppchen in Erinnerung, auch die Fragen nach der Berufstätigkeit beider Eltern bzw. des allein erziehenden Elternteils trägt dazu bei, das vorab gewonnene Urteil zu stärken. Die positive Information, das die Kinder in ihren Schulen durchaus gute Bewertungen erfahren haben, veränderte das gewonnene Urteil nicht.
Die Kinder werden von Anfang an zur Arbeit angehalten, kaum das sie den Raum zur Hausaufgabenbetreuung betreten haben, Pausen werden kurz gehalten damit sie auch mit allen Aufgaben fertig werden. Dies führt dazu, das die Kinder sich gegen den Druck zu wehren beginnen und trödelnd ein wenig mehr Zeit für sich beanspruchen. Nach wenigen Tagen sind sie nur noch schwer zur Arbeit zu bewegen. Hier hat nun die urteilsstabilisierende Interaktion dazugeführt, das sich die Lehrerinnen in ihrem Urteil – diese Kinder brauchen vermehrt Zeit und Anregung – bestätigt sehen und Zweifel an dem Sinn der Kooperation aufkommen.
2. Alltagspsychologie versus wissenschaftliche Psychologie
zu Aufgabe 2a
[....]
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