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Scholary Paper (Seminar), 2003, 27 Pages
Author: Nadine Hirte
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Institution/College: European University Viadrina Frankfurt (Oder) (FB BWL)
Tags: Problematik, Unternehmenskultur, M&A-Prozessen, Unternehmenskultur
Year: 2003
Pages: 27
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-20743-0
ISBN (Book): 978-3-638-64411-2
File size: 1355 KB
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Abstract
In den letzten Jahren ist ein Anstieg der M & A – Aktivitäten zu verzeichnen, da ihre Zahl und Volumina zunehmen. Die mit den Zusammenschlüssen verbundenen Erwartungen sind sehr hoch. An der Rendite gemessen scheitern jedoch mehr als 50 Prozent der M & A.1 Aber auch andere Arten der Messung, wie zum Beispiel der Umfang in dem sich Firmen einige Jahre später wieder trennen, ergeben Prozentangaben in dieser Größenordnung.2 Um diese Quoten zu senken, ist es wichtig die Gründe für das Versagen herauszufinden. Als Gründe für das Scheitern werden strategische, organisatorische und andere Ursachen angegeben. Strategischen Aspekten wurde in der Vergangenheit viel Bedeutung beigemessen. Immer häufiger werden aber unternehmenskulturelle Probleme als möglicher Grund betrachtet. In den aus diesen Gründen entwickelten Modellen in der Literatur werden bestehende kulturelle Unterschiede oder die schlechte Integration nach dem Zusammenschluss untersucht. Die kulturellen Aspekte sollen in der Arbeit analysiert werden. Die Einführung in die Thematik der Zusammenschlüsse und der Unternehmenskultur soll dem Leser einen ersten Einblick in die Komplexität des Gebietes geben und die im Folgenden behandelten Aspekte eingrenzen. Darauf aufbauend wird der M & A – Prozess aus kultureller Sicht betrachtet. Es werden die Phase vor und nach dem Vertragsabschluss bezüglich der möglichen Maßnahmen und Probleme dargestellt und bestehende Modelle erläutert.
Excerpt (computer-generated)
Die Problematik der Unternehmenskultur
in internationalen M & A - Prozessen
Name: Nadine Hirte
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
1. Problemstellung der Arbeit 1
2. Merger und Akquisitionen 1
2.1. Fakten 1
2.2. Gründe und Ziele für M & A 2
2.3. Mögliche Ursachen des Misserfolgs 3
3. Unternehmenskultur und M & A 4
3.1. Unternehmenskulturelle Probleme bei M & A 5
3.2. Konzepte der Unternehmenskultur 5
4. Die Phasen des M & A – Prozesses aus kultureller Sicht 8
4.1. Pre – Merger Phase 8
4.1.1. Kulturanalyse 8
4.1.2. Das Akkulturationsmodell von Nahavandi und Malekzadeh 11
4.2. Post – Merger Phase 13
4.2.1. Das Modell von Haspeslagh und Jemison 14
4.2.2. Instrumente zur Gestaltung des Integrationsprozesses 16
4.2.3. Möglichkeiten und Grenzen des unternehmenskulturellen Wandels 18
5. Schlußbemerkung 20
Anhang 21
Literaturverzeichnis 22
1. Problemstellung der Arbeit
In den letzten Jahren ist ein Anstieg der M & A – Aktivitäten zu verzeichnen, da ihre Zahl und Volumina zunehmen. Die mit den Zusammenschlüssen verbundenen Erwartungen sind sehr hoch. An der Rendite gemessen scheitern jedoch mehr als 50 Prozent der M & A.1 Aber auch andere Arten der Messung, wie zum Beispiel der Umfang in dem sich Firmen einige Jahre später wieder trennen, ergeben Prozentangaben in dieser Größenordnung.2 Um diese Quoten zu senken, ist es wichtig die Gründe für das Versagen herauszufinden. Als Gründe für das Scheitern werden strategische, organisatorische und andere Ursachen angegeben. Strategischen Aspekten wurde in der Vergangenheit viel Bedeutung beigemessen. Immer häufiger werden aber unternehmenskulturelle Probleme als möglicher Grund betrachtet. In den aus diesen Gründen entwickelten Modellen in der Literatur werden bestehende kulturelle Unterschiede oder die schlechte Integration nach dem Zusammenschluss untersucht.
Die kulturellen Aspekte sollen in der Arbeit analysiert werden. Die Einführung in die Thematik der Zusammenschlüsse und der Unternehmenskultur soll dem Leser einen ersten Einblick in die Komplexität des Gebietes geben und die im Folgenden behandelten Aspekte eingrenzen. Darauf aufbauend wird der M & A – Prozess aus kultureller Sicht betrachtet. Es werden die Phase vor und nach dem Vertragsabschluss bezüglich der möglichen Maßnahmen und Probleme dargestellt und bestehende Modelle erläutert.
2. Merger und Akquisitionen
In diesem Kapital werden grundlegende Aspekte der Unternehmenszusammenschlüsse erläutert, bevor im Rest der Arbeit die speziellen kulturellen Elemente untersucht werden. Es werden Unterscheidungskriterien für Zusammenschlüsse vorgestellt, die Gründe für die steigenden M & A Aktivitäten, sowie die verfolgten Ziele und die auftretenden Probleme.
2.1. Fakten
Merger und Akquisitionen sind Formen von Unternehmenszusammenschlüssen. Ein Merger ist eine Verschmelzung zweier Unternehmen und bei einer Akquisition wird eine ganze Unternehmung beziehungsweise einzelne Unternehmensteile gekauft.3 Dieser Unterschied ist rechtlicher Natur. In den weiteren Ausführungen kommt dem eine untergeordnete Bedeutung zu, da der thematische Schwerpunkt die kulturelle Perspektive ist. Die Begriffe Merger und Akquisition werden synonym verwendet. M & A können nach unterschiedlichen Aspekten klassifiziert werden. Nach Art der Bindungsrichtung werden horizontale, vertikale und konglomerate Zusammenschlüsse unterschieden. Bei horizontalen schließen sich Firmen gleicher Produktionsstufen zusammen, bei vertikalen sind es aufeinanderfolgende Produktionsstufen und bei konglomeraten unterschiedliche Produktionsstufen und Branchen.4 Mit jeder Form werden andere Ziele verfolgt und unterschiedliche Integrationstiefen nach dem Vertragsabschluss benötigt.5 Der größte Teil der gegenwärtigen Fusionen ist horizontaler Art. Dadurch benötigt die Zusammenführung der vorher getrennten Unternehmen einen höheren Grad an Integration.6
Weiterhin wird zwischen nationalen und internationalen, sogenannten „cross-border“ Transaktionen unterschieden. In der Praxis gewinnen die internationalen Zusammenschlüsse an Bedeutung.7 Somit wächst die Komplexität der Integration der Unternehmen, unter anderem durch die Existenz zusätzlicher Sprach- und Kulturbarrieren8. Der Prozess des Zusammenschlusses zweier Unternehmen wird meistens in drei Phasen gegliedert. Die Pre-Merger Phase ist die Zeit vor dem Vertragsabschluß, die Merger Phase während des Vertragsabschlusses und danach die Post-Merger Phase, in der die beiden Unternehmen integriert werden.
2.2. Gründe und Ziele für M & A
[...]
1 Vgl. Picot, G., Mergers & Acquisitions, 2000, S. 6 f.
2 Vgl. Krystek, U., Unternehmenskultur und Akquisition, 1992, S. 540.
3 Vgl. Müller-Stewens, G./Spickers, J./Deiss, C., Mergers & Acquisitions, 1999, S. 1.
4 Vgl. Jansen, S., Mergers & Acquisitions, 1999, S. 22.
5 horizontale, vertikale Zusammenschlüsse erfordern ein hohes Maß an Integration und konglomerate kommen mit weniger aus; Vgl. Stahl, G., Management der sozio-kulturellen Integration bei Unternehmenszusammenschlüssen und –übernahmen, 2001, S. 61.
6 Vgl. Buono, A./Bowditch, J., The human side of mergers and acquisitions, 1989, S. 72.
7 Vgl. Jansen, S., Mergers & Acquisitions, 1999, S. 24.
8 Vgl. Stahl, G., Management der ..., 2001, S. 61.
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