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Script, 2001, 29 Pages
Author: Markus Rössel
Subject: Pedagogy - School Pedagogics
Details
Year: 2001
Pages: 29
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-10971-0
File size: 87 KB
Was gibt es für Arten von Evaluation (Bewertung:Noten und Schüler bewerten Lehrer); Was ist sinnvoll und was ist einfach schwachsinn? Alles, was am bayerischen SchülerInnen Symposium darüber behandelt wurde, zusammengefasst mit einigen Anregungen.
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Excerpt (computer-generated)
Evaluation
von
Markus Rössel
Evaluation 1
Evaluation der SchülerInnen durch LehrerInnen 2
Problematik in der Wirtschaft 3
Nötige Veränderungen in der Gesellschaft 4
Die ,,erweiterte Notengebung" 4
Evaluation der LehrerInnen durch SchülerInnen 5
Der Evaluationsbogen 6
Der Interventionskoffer 7
Kinderstunde 7
Motorinspektion 8
Sieben Köpfe - sieben Fragen 8
Weiß & Blau 9
Die Feedback-Stunde 10
Das Briefkasten-Feedback 11
Anhang 12
Unterrichtsgestaltung 13
Unterrichtsatmosphäre 14
Hausaufgaben 14
Schriftliche Prüfungen 14
Mündlichen Prüfungen 15
Kommunikation mit den Schülern 15
Ampeln 16
Blaue Karten 17
Kinderstunde 19
Motorinspektion 20
Sieben Köpfe - sieben Fragen 20
Weiß & Blau 22
Evaluation - Was ist das?
Bei Evaluation handelt es sich schlicht um >>Bewertung<< ohne zu beachten wer bewertet und wer bewertet wird.
Für uns am bekanntesten ist die Bewertung der Schüler durch die Lehrer: die Noten.
Gegenteilig dazu gibt es aber auch die ,,Bewertung" der Lehrer durch die Schüler, in Form von Feedback. Dabei handelt es sich um die Rückmeldung der Schüler, wie sie den Unterricht finden. Momentan ist es so, dass Schüler bei gutem und interessanten Unterricht das dem Lehrer mitteilen, indem sie engagiert mitarbeiten und sich oft melden. Bei weniger ansprechendem Unterricht wird viel geschwätzt, es beteiligen sich nur wenige am Unterrichtsgeschehen und es passt fast keiner auf.
Weiterhin gibt es aber auch noch die Bewertung von Schulen: Beim so genannten Schulranking werden alle Schulen eines Bundeslandes nach bestimmten Kriterien (wie viele SchülerInnen erreichen das Klassenziel, wie gut schneiden die Abiturienten ab, ... ) bewertet und es wird eine Landes weite ,,Rangliste" herausgegeben (so passiert z.B. in Sachsen).
Evaluation der SchülerInnen durch LehrerInnen
Bei der Diskussion um die Evaluation der Schüler durch die Lehrer wurden gute Gedanken erarbeitet, wobei es bei den meisten fraglich ist, ob sie eine akzeptable Alternative zu den Noten sind.
Die Noten ganz abzuschaffen und durch Worturteile für jede/jeden SchülerIn zu ersetzen gehört, genauso wie die Idee die Bewertung völlig wegfallen zu lassen, dazu. Obwohl man sicher sein kann das die herkömmlichen Noten äußerst subjektiv, sowie nicht immer sehr gerecht sind, da jede/jeder SchülerIn einmal einen schlechten Tag hat, sind wir auf das Ergebnis gekommen, dass die genannten Ideen teilweise umfangreiche Veränderungen nicht nur auf schulpolitischer Ebene, sondern auch in der Wirtschaft, in der Gesellschaft und insbesondere für die SchülerInnen zur Folge haben.
Bei der Ersetzung der Noten durch ,,Wortgutachten" sollte es nicht möglich sein eine ,,schlechtes Urteil" zu bekommen, wenn eine/ein SchülerIn einmal nicht gut drauf ist oder nur einen schlechten Tag hat, was natürlich nicht dazu führen soll, dass die SchülerInnen an bestimmten Tagen nicht lernen. Wohingegen es für Schüler sicher nicht leicht ist ihre eigene Leistung richtig einzuschätzen. Für die Lehrer auf der anderen Seite würde das einen ungeheuren Mehraufwand bedeuten:
Sie müssten nun nicht mehr einfach eine Durchschnittsnote aus allen Teilnoten errechnen, sondern mit jeder/jedem einzelnen SchülerIn beschäftigen und für jede/jeden eine individuelle Beurteilung in Worte fassen. Diese dann in einer ,,Notenkonferenz" zu diskutieren und gegebenenfalls zu verändern ist vom zeitlichen her nicht tragbar.
Weiterhin darf man dann nicht von der Gefahr absehen, dass nach einiger Zeit für jede Note ein entsprechender Wortlaut aufkommt. Somit hätte man nichts erreicht und das Problem wäre nicht behoben.
Problematik in der Wirtschaft
In der Wirtschaft würde das drastische Veränderungen im Bereich der Einstellung von Arbeitnehmern mit sich führen.
Als erstes würde die Umstrukturierung Mengen an Geldern verschlingen, da neue Mitarbeiter in den Personalabteilungen benötigt werden um die größere Arbeit, die durch diese Bewertungsart hervorgerufen wird zu bewältigen.
Bei einer Bewerbung genügt nun nicht mehr ein einfacher Blick in das mitgeschickte Zeugnis um herauszufinden, ob ein Bewerber geeignet ist, bzw. ob seine Qualifikationen ausreichen, sondern es müsste jetzt jedes einzelne Wortgutachten durchgelesen werden. Aus diesem Sachverhalt kann man leicht ersehen, dass es wesentlich länger dauert - und somit mehr Arbeit ist - bis man die richtige Person für eine bestimmte Arbeitsstelle findet, da sich die Personalabteilung der betroffenen Firmen mit mehr Bewerbungen viel ausführlicher beschäftigen müsste.
Außerdem sind Worturteile nicht so deutlich wie Noten, was zur Folge hat, dass diese schriftlichen Beurteilungen der Leistung nicht richtig interpretiert werden, oder, vielmehr, falsch verstanden werden. Dass jemand für geeignet gehalten wird, dem aber nach genauerem Hinsehen eine Absage erteilt werden muss, oder genau das Gegenteil, dass jemandem nach dem ersten Durchschauen der Bewerbung schon eine Absage erteilt wird, obwohl sie/er möglicherweise die/der richtige gewesen wäre, wird dann sicher keine Seltenheit mehr sein.
[...]
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