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Der behinderte Mensch im Wandel der Zeiten - ein geschichtlicher Überblick von der Frühgeschichte bis zum Horror in der Zeit der Naziherrschaft

Scholary Paper (Seminar), 2001, 21 Pages
Author: Steffen Grundmann
Subject: Sociology - Medical Care

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 21
Grade: 1,5
Language: German
Archive No.: V15822
ISBN (E-book): 978-3-638-20836-9

File size: 232 KB
Notes :
Definitionen von: Stigma Stigmatisierung Behinderung



Excerpt (computer-generated)

Der behinderte Mensch im Wandel der Zeiten -
ein geschichtlicher Überblick von der Frühgeschichte
bis zum Horror in der Zeit der Naziherrschaft



Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 2

2. Wann ist ein Mensch "behindert"? - eine definitorische Annäherung 2

3. Was macht den behinderten Menschen so anders? - Begriffliche Erklärung des Stigmas 4

4. Der Umgang mit "Andersartigen" in der Geschichte 6

4.1 Früh- und Urgeschichte 6
4.2 Die Zeit der Antike 8
4.3 Im Mittelalter 9
4.4 "Normalität" und "Irr-Sinn" in der Zeit der Aufklärung 12
4.5 Der behinderte Mensch im Zeitalter der Industrialisierung 12
4.6 Charles Darwin und die "domestizierte Gesellschaft" 13
4.7 Die "Endlösung" der sozialen Frage zur Zeit der NS-Diktatur 15

5. Schlußbemerkungen 19

6. Literaturverzeichnis 20






1. Einleitung:

Um zu wissen, was in dem Kopf eines normalen Menschen vorgeht, dem ein Behinderter begegnet, muß man wahrlich kein Hellseher sein. Gedanken wie "Oh Gott, der Arme!", "Konnten seine Eltern das nicht verhindern?" und "Die Eltern sind bestimmt nicht zu beneiden!" gehören dabei sicherlich noch zu den harmlosesten. Leider wird immer noch an erster Stelle die Behinderung gesehen und dann erst (wenn überhaupt!) der Mensch.

"(Geistig-)Behinderte haben einen negativen Sozialstatus in unserer Gesellschaft" (vgl. Hensle/Vernooij 2000, 156). Sie sind Opfer von Vorurteilen, Ignoranz und Intoleranz. Sie werden von der Gesellschaft in ein Schema gepresst, welches ihnen in keiner Form gerecht wird. Was Ursachen dafür sein könnten, soll eine Definition des Begriffs Behinderung und Stigma versuchen zu erklären, denn diese gehören (leider) untrennbar zusammen.

Im Hauptteil, der geschichtlichen Schilderung vom Umgang mit behinderten Menschen, soll gezeigt werden, wie sich im Zuge der Entwicklung des Menschen das Bild des anderen, kranken, beeinträchtigten Menschen geformt hat. Und trotz der zeitlichen Entfernung kamen in mir Gefühle wie Entsetzen und Erschütterung auf...

2. Wann ist ein Mensch "behindert"? - eine definitorische Annäherung

"Eine Behinderung ist im Sinne des klassischen Krankheitsbegriffes eine irreversible Beeinträchtigung des Menschen als Folge eines vorausgegangenen Krankheitsprozesses oder einer angeborenen Schädigung" (Mattner 2000, 9). Nach dieser Definition liegt eine Behinderung also dann vor, wenn der betroffene Mensch infolge einer Erkrankung oder einer angeborenen Schädigung voraussichtlich dauerhaft physisch bzw. psychisch beeinträchtigt bzw. benachteiligt sein wird (vgl. ebd.). Das Bundessozialhilfegesetz (BSHG) beschreibt Behinderung als

1) "eine nicht nur vorübergehende erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit, die auf dem Fehlen oder auf Funktionsstörungen von Gliedmaßen oder auf anderen Ursachen beruht,
2) Mißbildungen, Entstellungen und Rückgratverkrümmungen, wenn die Behinderungen erheblich sind,
3) eine nicht nur vorübergehende erhebliche Beeinträchtigung der Seh-, Hör- und Sprachfähigkeit,
4) eine erhebliche Beeinträchtigung der geistigen oder seelischen Kräfte oder drohende Behinderungen dieser Art." (BSHG §124 Abs. 4)

Zur Unterscheidung von Behinderungen sind folgende Begriffe üblich:

- Körperbehinderung
- Sinnesbehinderung
- geistige Behinderung
- Sprachbehinderung
- Lernbehinderung
- Verhaltensauffälligkeiten bzw. Verhaltensbehinderung
- Schwerst- bzw. Mehrfachbehinderung

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