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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 24 Pages
Author: Mag. Dominic Vaas
Subject: Sociology - Classics, Basics and Theoretical Directions
Details
Institution/College: University of Tubingen (Institut für Soziologie)
Tags: Apriori, Georg, Simmel, Exkurs, Problem, Gesellschaft, Hauptseminar, Klassiker, Soziologie, Georg, Simmel
Year: 2003
Pages: 24
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-20932-8
ISBN (Book): 978-3-638-69940-2
File size: 190 KB
Zum Verständnis der Soziologie Simmels essentiell! Simmel analog zu Kant (Einleitung), dann die 3 Apriori.
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Abstract
Das Buch „Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung“ (1908) gehört heute zu den klassischen Werken der Soziologie, auch wenn Georg Simmel erst in den letzten 10 bis 20 Jahren in seiner immensen Bedeutung für das Fach als „Klassiker der Soziologie“ wieder entdeckt wurde. Simmel stellt in dieser Monographie Grundbegriffe und beispielhafte Untersuchungsgegenstände der Soziologie vor, auf die heutzutage wieder stärker referiert wird. Es geht sozusagen um die ursprüngliche „Idee der Soziologie“, bevor sie sich in dutzende Teildisziplinen ausdifferenzierte; nämlich schlicht um die Frage: „Wie ist Gesellschaft möglich?“. Im Anschluss an die Beantwortung dieser Frage stellt Simmel seine „Untersuchung über die Formen der Vergesellschaftung“ als Beispiele für mögliche Interaktions-Modi und Beziehungskonstellationen von Menschen vor. Doch sind diese „Untersuchungen über die „Formen der Vergesellschaftung“ nicht Thema dieser Arbeit. Es geht in dieser Arbeit um Simmels Grundfrage, auf die er gleich zu Beginn seines Buches zu sprechen kommt und die er sogleich im – der Einleitung seiner Soziologie eingeschobenen – gleichnamigen Exkurs: „Wie ist Gesellschaft möglich?“ abhandelt. Und genau diese Abhandlung Simmels über diese bedeutsame, ja überhaupt die zentrale Frage der Soziologie, ist der Untersuchungsgegenstand vorliegender Arbeit. Oder mit anderen Worten: „Wie beantwortet Georg Simmel die Frage, wie ist Gesellschaft möglich, selbst?“ Die Antwort darauf bietet er in den drei (soziologischen) Apriori. Diese werden im Folgenden in dieser Seminararbeit ausführlich untersucht. Ich folge dazu dem Text Simmels recht genau und beginne, wie er selbst, mit der Einleitung zu dieser Fragestellung, in der er einen Bezug zu Immanuel Kant herstellt. Danach werden die drei Apriori anhand einer Textanalyse ausführlich und in interpretierender Weise vorgestellt. Dies soll den Leser dazu befähigen, diesen berühmten und oft als einer der am schwersten zu verstehenden Texte der Soziologie bezeichneten Aufsatz, nachvollziehen und begreifen zu können. Aufgrund der Nähe zum Originaltext – was unbedingt nötig ist um Simmels komplizierte Gedanken zu verstehen – ist diese Arbeit als Textanalyse bzw. Textinterpretation konzipiert, weswegen nicht aus Sekundärquellen zitiert wird. (Es gibt zwei weitere Textanalysen des gleichen Autors, in denen es um die „quantitative Bestimmtheit der Gruppe“ (Kapitel II), die Formen der „Triade“ und den „Streit“ geht)
Excerpt (computer-generated)
Eberhard – Karls – Universität Tübingen
Institut für Soziologie
Hauptseminar: Klassiker der Soziologie – Georg Simmel
Georg Simmel – Exkurs über das Problem: Wie ist Gesellschaft möglich?
Dominic Vaas
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 1
2.1 Der Soziologe Georg Simmel...1
2.2 Der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit...2
II. Die Frage: „Wie ist Gesellschaft möglich?“...3
2.1 Die Einleitung in Georg Simmels „Soziologie“...3
2.2 Die erste apriorisch wirkende Bedingung...10
2.3 Die zweite apriorisch wirkende Bedingung...13
2.4 Die dritte apriorisch wirkende Bedingung...18
Literatur...22
I. Einleitung
1.1 Der Soziologe Georg Simmel
Georg Simmel (1908) gilt heute als einer der bedeutsamsten deutschen Soziologen und ihm wird oft der Status eines Mitbegründers des Fachs Soziologie zugeschrieben. Er setzte sich nämlich v. a. auch damit auseinander, wie die Soziologie als Einzelwissenschaft – besonders in Abgrenzung zu den anderen, damals schon etablierten, Wissenschaften – zu betreiben sei, also was ihr Erkenntnisobjekt und ihre Methode sein soll.
In diesem Streben, die Soziologie grundsätzlich als exakte Wissenschaft zu konstituieren, steht er heute in einer Reihe mit so wichtigen, die Soziologie prägende Figuren, wie Auguste Comte oder Max Weber, wobei ihn mit Letzterem auch tatsächlich eine enge Freundschaft verband.
Das Buch „Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung“ (1908) gehört heute zu den klassischen Werken der Soziologie, auch wenn Georg Simmel erst in den letzten 10 - 20 Jahren in seiner immensen Bedeutung für das Fach als „Klassiker der Soziologie“ wieder entdeckt wurde. Simmel stellt in dieser auch „Große Soziologie“ genannten Monographie Grundbegriffe und beispielhafte Untersuchungsgegenstände der Soziologie vor, auf die heutzutage wieder stärker referiert wird.
Es geht sozusagen um die ursprüngliche „Idee der Soziologie“, bevor sie sich in dutzende Teildisziplinen ausdifferenzierte; nämlich schlicht um die Frage: „Wie ist Gesellschaft möglich?“. Im Anschluss an die Beantwortung dieser Frage stellt Simmel seine „Untersuchung über die Formen der Vergesellschaftung“ als Beispiele für mögliche Interaktions-Modi und Beziehungskonstellationen von Menschen (eben „Formen“ in denen Gesellschaft auftreten kann) vor.
Doch sind diese „Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung“ nicht Thema dieser Arbeit.1 Es geht in dieser Arbeit um Simmels Grundfrage, auf die er gleich zu Beginn seines Buches zu sprechen kommt und die er sogleich im – der Einleitung seiner Soziologie eingeschobenen – gleichnamigen Exkurs: „Wie ist Gesellschaft möglich?“ abhandelt.
1.2 Der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit
Und genau diese Abhandlung Simmels über diese bedeutsame, ja überhaupt die zentrale Frage der Soziologie, ist der Untersuchungsgegenstand vorliegender Arbeit. Oder mit anderen Worten: „Wie beantwortet Georg Simmel die Frage, wie ist Gesellschaft möglich, selbst?“
Die Antwort darauf bietet er in den drei – heute ebenfalls schon klassischen – (soziologischen) Apriori. Diese werden im Folgenden in dieser Seminararbeit ausführlich untersucht. Ich folge dazu dem Text Simmels recht genau und beginne, wie er selbst, mit der Einleitung zu dieser Fragestellung, in der er einen Bezug zu Immanuel Kant herstellt. Danach werden die drei Apriori anhand einer Textanalyse ausführlich und in interpretierender Weise vorgestellt.
Dies soll den Leser dazu befähigen, diesen berühmten und oft als einer der am schwersten zu verstehenden Texte der Soziologie bezeichneten Aufsatz, nachvollziehen und begreifen zu können. Aufgrund der Nähe zum Originaltext – was unbedingt nötig ist um Simmels komplizierte Gedanken zu verstehen – ist diese Arbeit als Textanalyse bzw. Textinterpretation konzipiert, weswegen nicht aus Sekundärquellen zitiert wird.
Noch mal: Es geht um den Originaltext Simmels und eine Interpretation desselben bezüglich seines Bedeutungsgehalts. Daher scheint mir auch ein Schlusskapitel (wie es sonst üblich ist) verzichtbar.
[....]
1 Für Leser, die sich für Textanalysen dieser beispielhaften Untersuchungen Simmels über die möglichen Vergesellschaftungsformen (weitere Kapitell aus der „Soziologie“) interessieren, verweist der Autor auf zwei andere seiner Texte, in denen es um die „quantitative Bestimmtheit der Gruppe“ (Kapitel II), die Form der „Triade“ und den „Streit“ geht (Kapitel III). Siehe dazu das Literaturverzeichnis. Weiter ist der Aufsatz von Nedelmann (2000) sehr zu empfehlen. Siehe unter „weiterführende Literatur“ in der Literaturliste.
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