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Hausarbeit, 2001, 33 Seiten
Autor: Christina Müller
Fach: Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Details
Tags: Stress, Arbeitsplatz
Jahr: 2001
Seiten: 33
Note: sehr gut
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-20975-5
Dateigröße: 367 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Stress am Arbeitsplatz
von Müller, Christina
Gliederung
1. Einleitung 1
1.1 Der Begriff "Stress" 2
1.2 Das Phänomen "Stress"
2. Was ist Stress? 3
2.1 Belastungs-Beanspruchungs-Modell 3
2.2 Stressmodelle 5
2.2.1 Das biologische / reaktionsorientierte Stressmodell nach Selye 5
2.2.2 Das reizorientierte Stressmodell 5
2.2.3 Das kognitive Stressmodell nach Lazarus 6
2.3 Definition "Arbeitsbedingter Stress" 6
3. Stressfaktoren und Stressoren 7
3.1 Konzeptionelles zur Stressforschung am Arbeitsplatz 7
3.2 Stressverursachende Faktoren am Arbeitsplatz 8
3.2.1 Stressoren in der Arbeitsaufgabe 9
3.2.2 Physikalische Stressoren 9
3.2.3 Stressoren in der zeitlichen Dimension 9
3.2.4 Stressoren in der sozialen und organisationalen Situation 10
3.3 Empirische Untersuchungsmethoden am Beispiel der Belastungsanalyse (BEA) 10
4. Auswirkungen von Stress 11
4.1 Kurzfristige Stressfolgen 11
4.2 Langfristige Stressfolgen 11
5. Bewältigung von Stress im Arbeitsumfeld 12
5.1 Individuelle Stressprävention 13
5.1.1 Internal regulative Stressbewältigung 13
5.1.2 External regulative Stressbewältigung 14
5.2 Organisationelle Stressprävention 15
6. Schlußbetrachtung: 16
Stress als Chance
Literaturverzeichnis 18
1. Einleitung
In Anbetracht der Tatsache, dass der Mensch einen beträchtlichen Teil seines Lebens bei der Arbeit verbringt und sogar noch über die eigentliche Arbeitszeit hinaus ein Teil des Lebens durch diese bestimmt wird, wurde der Themenschwerpunkt auf besonders belastende Situationen gelegt, denen der Mensch in seinem Arbeitsumfeld ausgesetzt sein kann, bzw. er sich diesen ausgesetzt sieht. Die vor-liegende Arbeit "Stress am Arbeitsplatz" befaßt sich zunächst mit der Klärung des Begriffes als solchem sowie als Phänomen und den damit verbundenen unter-schiedlichen Konzepten, wie das Belastungs-Beanspruchung-Modell und den grundlegenden Stressmodellen. Anschließend werden die Stressfaktoren im Arbeitsumfeld diskutiert und es wird kurz auf empirische Untersuchungsmöglichkeiten eingegangen. Da diese sehr vielfältig und zahlreich sind, und eine bloße Auflistung dieser Kurzbezeichnungen in diesem Rahmen der Arbeit nicht sinnvoll erscheint, wurde hier nur auf ein bestimmtes Untersuchungsbeispiel eingegangen, um einen groben Eindruck zu diesem Punkt zu vermitteln. Die Darstellung ausführlicherer Untersuchungsmethoden und -ergebnisse des vorliegenden Themas würde über den Rahmen der Arbeit hinausgehen. Die resultierenden Auswirkungen von Stress am Arbeitsplatz, die häufig eine gesundheitliche Beeinträchtigung zur Folge haben, fordern neue Formen der Bewältigung, auf die im vorletzten Kapitel intensiver eingegangen wird. Die Schlußbetrachtung wirft die Frage auf, ob das Phänomen Stress auch als Chance sowohl auf individueller als auch auf organisationeller Ebene wahrgenommen werden kann, und inwieweit ein gesundes individuelles als auch organisationelles Stressmanagement zu positiven Auswirkungen auf die individuelle Gesundheit und Zufriedenheit als auch zu dem häufig damit verbundenen Erfolg eines Unternehmens führen kann.
1.1 Der Begriff "Stress"
Das Wort "Stress" findet im altfranzösischen Wort destresse seinen eigentlichen Ursprung, womit soviel wie in die Enge getrieben oder unter Druck gesetzt werden gemeint war. Später gelangte der Begriff dann über das Mittelenglische in die englische Sprache, woraus sich dann der Begriff "stress" bildete (Fontana, 1991). Obgleich die entsprechende Bedeutung für den englischen Begriff "stress" ursprünglich eine Bezeichnung für die Belastung eines Objektes durch äußere Einflüsse, insbesondere in der Physik meinte, gebrauchten die Menschen des englischen Sprachraums den Begriff schon im Mittelalter für die Kennzeichnung ihres durch vielerlei Schwierigkeiten, Bedrängnisse und Leiden geprägten Lebens (Schönpflug, 1987).
Nach Greif, Bamberg und Semmer (1991) wurde in der psychophysiologischen Fachliteratur der Begriff erstmals 1914 von Cannon neuaufgegriffen und 1950 durch die Arbeiten von Hans Selye in den Humanwissenschaften popularisiert.
In der heutigen Zeit ist der Begriff neben der technischen Bedeutung im englischen Sprachgebrauch (stress: Anspannung, Verzerrung, Verbiegung, vor allem auf dem Gebiet der Materialprüfung) ein Schlagwort für die Bezeichnung eines Belastungszustandes, dem sich Menschen alltäglich - insbesondere am Arbeitsplatz - ausgesetzt sehen und den sie häufig beklagen (Battmann & Schönpflug, 1992). Janke (1976, zitiert nach Greif, Bamberg & Semmer 1991, S.3f.) erwähnt die Schwierigkeit, dieses alltagssprachliche "Modewort" mit seiner "schillerndernden" Bedeutung wissenschaftlich eindeutig zu definieren. Stress ist insgesamt betrachtet ein ambivalenter Begriff: "Man leidet unter Stress und sonnt sich zugleich in seinem Prestige" (Wiendieck, 1993, S.114).
Dass der Begriff "Stress" gleichzeitig auch ein Phänomen darstellt, soll im folgenden Abschnitt erläutert werden.
1.1 Das Phänomen "Stress"
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