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Scholary Paper (Seminar), 1998, 20 Pages
Author: Wolfram Baier
Subject: History - Early and Ancient History
Details
Institution/College: Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg (Alte Geschichte)
Tags: Philipps, Politik, Mittelgriechenland, Beispiel, Thessaliens, Philipp, Makedonien
Year: 1998
Pages: 20
Grade: 1,75
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-20982-3
File size: 251 KB
3. Heiliger Krieg; Makedonien - Thessalien; Tetrarchie; Quellen: Demosthenes, Diodor, Justion, Xenophon, Herodot; Forscher: Droysen, Errington, Meyer, Westlake, Wirth
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Abstract
Mit dem Herrschaftsantritt Philipps II. von Makedonien 359 v. Chr. begann eine neue Epoche in Griechenland: der Hellenismus. Philipp war der Wegbereiter für die Ausdehnung des Reiches unter seinem Sohn Alexander dem Großen bis zum Indus und damit für den Untergang des persischen Großreiches. Wie hatte Philipp die Voraussetzungen dafür geschaffen, mit welchen Mitteln hatte er seine Außenpolitik betrieben, um in Griechenland die führende Rolle spielen zu können? Am Beispiel seines direkten südlichen Nachbarn Thessaliens werde ich diesen Fragen nachgehen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Entwicklung bis zum Philokrates-Frieden von 346. Anhand Thessaliens lassen sich einige Aspekte seines Vorgehens und seiner Strategie verstehen und verallgemeinern. Die wichtigsten Quellen zu diesem Thema sind bei Diodor, Demosthenes und Iustinus (Justin) zu finden, wobei nur Demosthenes Zeitzeuge ist. Die anderen beiden haben hunderte von Jahren später historische, heute teilweise nur in Fragmenten erhaltene Quellen ausgewertet. Makedonien und Thessalien wurden wenig beachtet in einer auf Athen zentrierten griechischen Geschichtsschreibung. Das ändert sich erst durch Philipp ein wenig, wobei man weiterhin darauf achten muß, von welcher Perspektive aus welcher Schreiber berichtet und aus welcher Zeit er stammt; denn chronologische Unsicherheiten und Vorurteile gegen Philipp bestimmen viele Berichte und Kommentare.
Excerpt (computer-generated)
Philipps Politik gegenüber Mittelgriechenland
am Beispiel Thessaliens
Verfasser: Wolfram Baier
Inhalt:
1. Einleitung 3
2. Thessalien 3
2.1. Geographische Lage 3
2.2. Politische Lage 4
3. Beziehungen Makedonien - Thessalien vor Philipp (ab 400) 5
4. Philipps Politik gegenüber Thessalien 7
4.1. Vor dem 3. Heiligen Krieg (359-356) 8
4.2. Im 3. Heiligen Krieg (356-352) 9
4.3. Philipp als Archon des thessalischen Bundes (352-346) 12
4.4. Die Tetrarchie in Thessalien 16
5. Schluß 17
Literaturverzeichnis 19
1. Einleitung
Mit dem Herrschaftsantritt Philipps II. von Makedonien 359 v. Chr.1 begann eine neue Epoche in Griechenland: der Hellenismus. Philipp war der Wegbereiter für die Ausdehnung des Reiches unter seinem Sohn Alexander dem Großen bis zum Indus und damit für den Untergang des persischen Großreiches.
Wie hatte Philipp die Voraussetzungen dafür geschaffen, mit welchen Mitteln hatte er seine Außenpolitik betrieben, um in Griechenland die führende Rolle spielen zu können? Am Beispiel seines direkten südlichen Nachbarn Thessaliens werde ich diesen Fragen nachgehen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Entwicklung bis zum Philokrates-Frieden von 346. Anhand Thessaliens lassen sich einige Aspekte seines Vorgehens und seiner Strategie verstehen und verallgemeinern.
Die wichtigsten Quellen zu diesem Thema sind bei Diodor, Demosthenes und Iustinus (Justin) zu finden,2 wobei nur Demosthenes Zeitzeuge ist. Die anderen beiden haben hunderte von Jahren später historische, heute teilweise nur in Fragmenten erhaltene Quellen ausgewertet. Makedonien und Thessalien wurden wenig beachtet in einer auf Athen zentrierten griechischen Geschichtsschreibung. Das ändert sich erst durch Philipp ein wenig, wobei man weiterhin darauf achten muß, von welcher Perspektive aus welcher Schreiber berichtet und aus welcher Zeit er stammt; denn chronologische Unsicherheiten und Vorurteile gegen Philipp bestimmen viele Berichte und Kommentare.
2. Thessalien
2.1. Geographische Lage3
Thessalien ist die nördlichste Landschaft Griechenlands. Im Süden ist es benachbart mit Lokris, Doris, Phokis und Boiotien. Im Westen mit Epirus und im Norden mit Makedonien. Der Zugang zum Meer ist südöstlich beim Pagasaeischen Golf möglich. Für Philipp war dieses Gebiet wichtig, weil es den Eintritt in das Herz Griechenlands bedeutete: Delphi, Theben, Athen, Korinth. Dabei bot die Abgegrenztheit Thessaliens nach Süden durch Gebirge Schutz und die Möglichkeit des Rückzugs. Nur ein Küstenpaß, die Thermopylen, konnten für größere Truppenbewegungen genutzt werden.4 Philipp wußte um die strategische Bedeutung, suchte deshalb aber auch Umgehungen, die Gegner auf der anderen Seite oft genug in ein Hintertreffen brachten. Zusätzlich konnten die Häfen von Vorteil sein. In erster Linie der von Pagasai bot sich als Flotten- und Handelsstützpunkt an.5
2.2. Politische Lage
[...]
1 Anmerkung: Im folgenden bedeuten die Jahreszahlen immer vor Christi Geburt.
2 Anmerkung: Im folgenden werden die lateinischen und griechischen Autoren und ihre Werke nach den Angaben im Lexikon Der Kleine Pauly (München 1979) zitiert.
3 Einen guten Überblick über die geopolitische Lage bietet WESTLAKE (London 1969) S.1-20.
4 vgl. Hdt. VII 176.
5 Zur Wichtigkeit des Hafens: Xen. hell. V 4,56.
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