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Scholary Paper (Seminar), 2003, 77 Pages
Author: Marc Forstner
Subject: Economics / Business: Trade and Distribution
Details
Institution/College: University of Paderborn (Lehrstuhl für Marketing)
Tags: Profilpolitik, Einzelhandelsunternehmen, Seminar, Einzelhandelsmarketing
Year: 2003
Pages: 77
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-21056-0
ISBN (Book): 978-3-638-93821-1
File size: 798 KB
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Abstract
Die Profilpolitik ist ein entscheidendes Instrument zur gezielten Beeinflussung der „sichtbaren Strukturen“ eines Einzelhandelsunternehmens. Mit dessen Hilfe versucht der stationäre Handel Konsumentenentscheidungen, die Kaufentscheidungen am Point of Sale sind, positiv zu beeinflussen. Hier spielt vor allem die Raumgestaltung und die damit verbundene Ladenatmosphäre eine entscheidende Rolle. Im Rahmen dieser Arbeit ist es zunächst notwendig die Begriffe Image, Profil, Profilierungsansatz und Profilpolitik voneinander abzugrenzen. Daran schließt sich eine Analyse der Bedeutung des Profil-Marketings im stationären Handel an. Im zweiten Abschnitt wird der Bereich des Konsumentenverhaltens in Verbindung mit der Profilpolitik beleuchtet. Hier werden Aussagen zur Art und Weise der Ladenwirkungen durch die Profilpolitik auf die Konsumenten getroffen. Im Hauptteil, den Instrumenten der Profilpolitik, wird die Gesamtheit absatzpolitischer Maßnahmen im Rahmen der Ladengestaltung dargestellt. Hier geht es darum die systematische Gestaltung der Einkaufsstätte durch die Profilpolitik deutlich zu machen. Den letzten Abschnitt bilden neuere Entwicklungen im Einzelhandel. Hierunter werden die neuen Medien, Kiosksysteme und als neueste Tendenz die inszenierte Verkaufsraumgestaltung dargestellt und in einen Gesamtkontext analysiert.
Excerpt (computer-generated)
Seminar Handelsmarketing
Profilpolitik von Einzelhandelsunternehmen
Lehrstuhl für Marketing
Universität Paderborn
Sommersemester 2003
Marc Forstner
Inhaltsverzeichnis
Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen
Einleitung 5
1 Begriff und Entstehungsgründe für die Profilpolitik 6
1.1 Der Begriff der Profilpolitik 6
1.1.1 Darstellung der Konstrukte Image und Profil 7
1.1.2 Bedeutung der Profilpolitik 15
1.1.3 Einordnung in den Marketing-Mix des Handels 15
1.2 Entstehungsgründe für die Profilpolitik 16
1.2.1 Besonderheiten der Unternehmenspräsentation im Einzelhandel 16
1.2.2 Die austauschbaren Sortimente und die uniformen Verkaufsräume 17
1.2.3 Neue Märkte, neue Kunden 18
2 Ladenatmosphäre und die Integration des Konsumentenverhaltens 19
2.1 Bedeutung der Ladenatmosphäre für das Einzelhandelsmarketing 20
2.2 Umweltpsychologische Ansätze zur Messung spezifischer Ladenwirkungen 21
2.2.1 Kognitive Forschungsansätze zur Wirkung der Ladenumwelt 22
2.2.2 Emotionale Forschungsansätze zur Stimmungswirkung 23
3 Instrumente der Profilpolitik 26
3.1 Das Unternehmenssymbol 27
3.1.1 Unternehmensfarben 28
3.1.2 Unternehmenskennzeichen und Unternehmenssymbolfiguren 29
3.2 Das Umfeld des Unternehmens 29
3.3 Die Fassade 30
3.4 Das Schaufenster 31
3.5 Der Verkaufsraum im Kontext der erlebnisbetonten Ladengestaltung 33
3.5.1 Der Begriff des Erlebnismarketing 34
3.5.2 Ladenlayout 36
3.5.2.1 Raumaufteilung 36
3.5.2.2 Raumanordnung 37
3.5.3 Space-Utilization – Raumzuteilung 40
3.5.3.1 Qualitative Raumzuteilung von Warengruppen und Artikeln 40
3.5.3.2 Sonderformen der Raumzuteilung 46
3.5.3.2.1 Die Verbundpräsentation 46
3.5.3.2.2 Das Shop-in-the-Shop-Konzept 47
3.5.3.3 Quantitative Raumzuteilung 48
3.5.4 Interior Design – Raumeinrichtung 49
3.5.4.1 Farbgestaltung 49
3.5.4.2 Dekoration 51
3.5.5 Atmosphärische Ladengestaltung – Raumumfeldgestaltung 52
3.5.5.1 Beleuchtung 53
3.5.5.2 Auditive Gestaltung 57
3.5.5.3 Olfaktorische Gestaltung 60
4 Aktuelle Trends in der Profilpolitik im Einzelhandel 62
4.1 Neue Medien 64
4.2 Kiosksysteme – Einsatz von Multimedia am Point of Sale 66
4.3 Die inszenierte Ladengestaltung 68
5 Resümee und Ausblick 70
Literaturverzeichnis 72
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Einflussfaktoren auf das Image eines Einzelhandelsunternehmens 9
Abbildung 2: Einflussfaktoren auf das Geschäftsimage (Einzelhandelsimage) 10
Abbildung 3: Die Unternehmensphilosophie wirkt durch das Marketingkonzept auf die Unternehmensidentität 12
Abbildung 4: Entstehung der Unternehmensidentität in drei Ebenen 13
Abbildung 5: Die Einflussfaktoren der Atmosphäre im Einzelhandel Angewendet auf das S-O-R-Modell 25
Abbildung 6: Die Instrumente der Profilpolitik 26
Abbildung 7: Zielhierarchie der erlebnisbetonten Ladengestaltung 34
Abbildung 8: Prinzipien der Regalanordnung 38
Abbildung 9: Verkaufszonenwertigkeiten 41
Abbildung 10: Vertikale Verkaufszonenwertigkeiten innerhalb eines Regals 43
Abbildung 11: Optimale Regalzonen nach Bufe 44
Abbildung 12: Ladentyp und Lichtkonzept 55
Abbildung 13: Zukünftige Bedeutung der Instrumente des Instore-Marketing 63
Einleitung
Die Globalisierung und die damit verbundene Internationalisierung im stationären Handel lassen den Marktkräften freie Entfaltungsmöglichkeiten. Der Wettbewerb im Handel wird in zunehmendem Maße durch Hersteller, die den direkten Vertriebskanal immer intensiver nutzen, und durch Preisoffensiven der übrigen Handelsunternehmen verschärft. Der intensive Wettbewerb, bedingt durch autonome Herstellerpolitik, Internationalisierungsentwicklungen und der Preiskampf, lassen einen Profilierungsansatz relevant werden.
Uniforme Verkaufsräume und relativ ähnliche Warensortimente – nicht nur im Lebensmitteleinzelhandel – geben der Verkaufsraumgestaltung zusätzliche Impulse. Eine Differenzierung des stationären Handels über einzigartige Erlebniswelten, besonders ansprechende Raumgestaltung oder die Integration des Konsumentenverhaltens, in Form von Duft, Musik und Farbgestaltung, am Point of Sale (PoS) finden ihre konzeptionale Ganzheit in der Profilpolitik.
Diese notwendige und eigenständige Strategie des stationären Handels ist von besonderer Bedeutung. Die Umsetzung erfolgt im Besonderen durch eine gezielte Profilpolitik, die sich mit dem Instore-Management im engeren Sinne und mit der Verkaufsstätte als Ganzheit (Parkplatz, Fassade, Eingang, Verkaufsraum) im weiteren Sinne befasst. Hier wird deutlich, dass Einzelhandelunternehmen unter besonderer Beobachtung durch potenzielle Kunden stehen. Warenangebot und - Vielfalt spielen keine kaufentscheidende Rolle auf weit entwickelten Käufermärkten. Im Gegenteil, die Kunden haben die Wahl bei welchem Händler sie die Produkte kaufen. Daher stehen Einzelhandelsunternehmen unter besonderer Beobachtung, sie präsentieren sich dem Konsumenten total – dass heißt, mit ihren organisationalen Strukturen, die auch Schwächen (wie ein mangelhaftes Beschwerdemanagement durch mangelndes Commitment der Mitarbeiter) beinhalten.
Damit ist die Profilpolitik ein entscheidendes Instrument zur gezielten Beeinflussung der „sichtbaren Strukturen“ eines Einzelhandelsunternehmens. Mit dessen Hilfe versucht der stationäre Handel Konsumentenentscheidungen, die Kaufentscheidungen am PoS sind, positiv zu beeinflussen. Hier spielt vor allem die Raumgestaltung und die damit verbundene Ladenatmosphäre eine entscheidende Rolle. Im Rahmen dieser Arbeit ist es zunächst notwendig die Begriffe Image, Profil, Profilierungsansatz und Profilpolitik voneinander abzugrenzen. Daran schließt sich eine Analyse der Bedeutung des Profil-Marketings im stationären Handel an. Im zweiten Abschnitt wird der Bereich des Konsumentenverhaltens in Verbindung mit der Profilpolitik beleuchtet. Hier werden Aussagen zur Art und Weise der Ladenwirkungen durch die Profilpolitik auf die Konsumenten getroffen. Im Hauptteil, den Instrumenten der Profilpolitik, wird die Gesamtheit absatzpolitischer Maßnahmen im Rahmen der Ladengestaltung dargestellt. Hier geht es darum die systematische Gestaltung der Einkaufsstätte durch die Profilpolitik deutlich zu machen. Den letzten Abschnitt bilden neuere Entwicklungen im Einzelhandel. Hierunter werden die neuen Medien, Kiosksysteme und als neueste Tendenz die inszenierte Verkaufsraumgestaltung dargestellt und in einen Gesamtkontext analysiert.
1 Begriff und Entstehungsgründe der Profilpolitik
Im ersten Abschnitt wird eine Abgrenzung der Begriffe Image und Profil betrieben. Im allgemeinen Verständnis sind diese Begriffe „irgendwie“ gleich und bedürfen einer Abgrenzung. Danach folgt eine Einordnung der Profilpolitik und schließlich beschäftigt sich dieser Teil mit den Entstehungsgründen von Profilpolitik.
1.1 Der Begriff der Profilpolitik
In der Literatur findet sich keine eindeutige und geschlossene Darstellung des Instrumentariums Profilpolitik. Einige Autoren bezeichnen die Profilpolitik als Verkaufsraumgestaltung oder Ladengestaltung, andere konkret Profilpolitik und eine dritte Gruppe fasst unter Profilpolitik das Instore-Management auf. Im Folgenden soll ein Versuch getan werden das Marketing-Mixinstrument Profilpolitik in seiner Ganzheit und unter Berücksichtigung der verschiedenen Sichtweisen darzustellen. Um den Begriff Profilpolitik richtig erfassen und definieren zu können ist es wichtig, wenn nicht sogar unabdingbar, die Begriffe Image und Profil voneinander abzugrenzen.
1.1.1 Darstellung der Konstrukte Image und Profil
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