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Frauenspezifische Probleme auf dem Arbeitsmarkt

Termpaper, 2000, 18 Pages
Author: Stefanie Meyer
Subject: Sociology - Gender Studies

Details

Event: Probleme der Arbeitergesellschaft
Institution/College: University of Heidelberg (Soziologie)
Tags: Frauenspezifische, Probleme, Arbeitsmarkt, Probleme, Arbeitergesellschaft
Category: Termpaper
Year: 2000
Pages: 18
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V16161
ISBN (E-book): 978-3-638-21086-7

File size: 79 KB


Excerpt (computer-generated)

Institut für Soziologie Heidelberg
Proseminar "Probleme der Arbeitergesellschaft"
Wintersemester 1999/2000

Hausarbeit

Frauenspezifische Probleme auf dem Arbeitsmarkt

Stefanie Meyer

Gliederung

1. Einleitung 1

2. Ursachen der Benachteiligung der Frauen 2
2.1 Sozialisation 2
2.2 Ausbildung 2

3. Auswirkungen der Sozialisations- und Ausbildungsphase 3
3.1 Berufswahl 3
3.2 Berufsgruppe und -struktur 4
3.3 Frauenerwerbsquoten 5
3.4 Arbeitslosigkeit 6
3.5 Lohndiskriminierung 6

4. Beruf kontra Familie 7

5. Probleme nach der Familienphase 7
5.1 Wiedereinstieg in den Beruf 7
5.2 Teilzeitarbeit 9

6. Resümee 9

7. Fußnoten 11

8. Literaturangaben 13

 

1. Einleitung

Frauenspezifische Probleme auf dem Arbeitsmarkt! Kann man von so einer Problematik im 21.Jahrhundert eigentlich noch sprechen? Sind Frauen heute immer noch benachteiligt oder sind sie schon gleichberechtigt?
Gleichberechtigung - ein Schlagwort der 90er Jahre, doch in wieweit ist sie vorangeschritten?

Mit dieser Thematik haben sich schon sehr viele auseinandergesetzt, vor allem die Feministinnen. Das Ergebnis ist eindeutig: Frauen sind heute immer noch benachteiligt. Sie sind im Vergleich zu Männern generell mit schlechteren Arbeitsmarktchancen konfrontiert: bei der Entlohnung, den Aufstiegschancen, den Weiterbildungsmöglichkeiten und der Arbeitsplatzsicherung. Die Thematik meiner Hausarbeit setzt sich mit "frauenspezifischen Problemen auf dem Arbeitsmarkt" auseinander. Die Ursachen für die Benachteiligung versuche ich herauszufinden und darzulegen.

Das die Ursachen der Benachteiligung wahrscheinlich in der Sozialisations- und Ausbildungsphase liegen, da dort die geschlechtsspezifische Erziehung geprägt wird, werde ich darauf im Kapitel 2 erörtern. Diese Phasen wirken sich nämlich auf die Berufswahl der jungen Mädchen und Frauen aus, und beeinflußen die weitere Berufstätigkeit. Bestätigen läßt sich dies gut an der Struktur der "Frauenberufe" (Kapitel 3). In diesem Kapitel beschäftige ich mich auch mit der Frauenerwerbsquote, der Lohndiskriminierung und der Arbeitslosigkeit.
Ein wichtiger Abschnitt (Kapitel 4) ist die Frage nach der Entscheidung für Familie oder Beruf. Entscheiden sich Frauen für die Karriere oder versuchen sie beides zu vereinbaren?

Viele Frauen möchten nach einer Familienpause wieder in ihren Beruf zurückkehren, doch auch hier treten wieder Probleme auf, die ich im Kapitel 5 erörtern werde. Außerdem auch die Möglichkeit der Teilzeitarbeit, die viele Frauen in Anspruch nehmen.
Am Schluß meiner Hausarbeit werde ich ein Resümee ziehen.

2. Ursachen der Benachteiligung der Frauen

2.1 Sozialisation

Worin liegt die Ursache, daß Frauen mehr Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben als Männer?
Ein Erklärungsansatz liegt in der Sozialisation: Mädchen werden immer noch geschlechtsspezifisch erzogen und schon früh auf ihre Rolle als zukünftige Ehefrau und Mutter vorbereitet. Sie lernen " für die unmittelbaren Bedürfnisse anderer zu sorgen, ihnen zu helfen, sie emotional zu stützen usw., ferner den Haushalt in Gang zu halten, die konkreten Erfordernisse des Alltags zu gewährleisten - und vorrangig genug äußere und innere Vorzüge (Hübschsein, Nettsein, usw.) zu zeigen, um über "soziale Anerkennung" (vor allem beim anderen Geschlecht) Zugang zum eigentlichen Aufgabenbereich (Ehe, Familie) zu finden".1

2.2 Ausbildung

Auch in der Schule wird die geschlechtsspezifische Erziehung weitergeführt. Mädchen sind bis zur Adoleszenz im schulischen Bereich besser als Jungen, doch danach lassen ihre Leistungen nach.2 Die Erklärung liegt darin, daß ihre Leistungen als nicht "weiblich" angesehen werden. Immer noch kursiert das Gerücht, daß Jungen in der Schulausbildung besser sein müssen um eine bessere Berufsausbildung zu bekommen. Männer werden als "Familienernährer" angesehen, während Frauen für den Haushalt und die Kinder zuständig sind. Für diese Aufgaben ist es nicht wichtig eine gute Schul- und Berufsausbildung zu besitzen.

Diese Sichtweise hat sich seit dem Ausbau des Bildungswesen in den 60er Jahren ein wenig geändert. Denn die Beteiligung der Mädchen und Frauen an höherqualifizierten Bildungsgängen ist gestiegen. Das gilt für den Schul- und Hochschulbereich wie auch für die berufliche Bildung.3 Obwohl die Studienanfängerzahlen rückläufig sind, ist der Anteil der Studienanfängerinnen deutlich auf knapp die Hälfte gestiegen (48,1%). Dennoch ist der Frauenanteil der Schulabgänger mit Hochschulreife höher (52%). Im Wintersemester 1997/98 waren zwei von fünf der Studierenden in Deutschland Frauen. 4

Doch nach wie vor ist der Anteil der Erwerbspersonen mit höherer Ausbildung bei den Männern mehr als zweimal so groß wie bei den Frauen. Allerdings sind die Unterschiede in den jüngeren Generationen geringer.5 Das liegt daran, daß Mädchen und junge Frauen ihre Zukunftsvorstellungen geändert haben; sie schließt in der Regel eine "qualifizierte berufliche Ausbildung und Erwerbstätigkeit, Selbstentfaltung und ökonomische Unabhängigkeit"6 mit ein. Ehe und Familie werden größtenteils mit eingeplant, dabei aber als vereinbar mit der beruflichen Tätigkeit und eher als spätere Perspektive gesehen.7 Der Trend zur verlängerten Ausbildung zeigt große geschlechtsspezifische Unterschiede bei der beruflichen Stellung der Höherqualifizierten. Unter den Hochschulabsolventen ist bei den Männern der Anteil der Direktoren und leitenden Angestellten fast dreimal größer als bei den Frauen (29,8% bzw. 10,6%) Noch größere Unterschiede ergeben sich für die höhere Berufsausbildung (Anteil der Direktoren oder leitenden Kadern bei den Männern: 16%; Frauen: 4,7%) und die Höheren Fachschulen (24,6% bzw. 4,7%).8

3. Auswirkungen der Sozialisations- und Ausbildungsphase

[....]


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