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'I Did It My Way'- Zur De- und Rekonstruktion des Images von Robbie Williams bei seinem Konzert 'Swing When You're Winning'

Magisterarbeit, 2002, 98 Seiten
Autor: Anne Schumann
Fach: Musikwissenschaft

Details

Kategorie: Magisterarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 98
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V16298
ISBN (E-Book): 978-3-638-21192-5

Dateigröße: 642 KB


Textauszug (computergeneriert)

 

"I Did It My Way" -
Zur De- und Rekonstruktion des Images von
Robbie Williams bei seinem Konzert
"Swing When You′re Winning"

TU-Dresden
Philosophische Fakultät
Institut für Kunst- und Musikwissenschaft

Magisterarbeit von Anne Schumann

Abgegeben am 19.12.2002

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung ... 2
1.1 Problemstellung ... 3
1.2 Methodik ... 4
1.3 Materialbasis ... 8

2 Definitionen ... 10
2.1 Image ... 10
2.2 Entertainer ... 13
2.2.1 Frank Sinatra als idealtypischer Entertainer ... 14

3 Biographie Robbie Williams ... 16

4 Analysen ... 28
4.1 Analyse der Gesamtpräsentation ... 28
4.1.1 Stil ... 28
4.1.2 Aufbau ... 30
4.1.3 "Spotlights" ... 35
4.2 Detailanalyse "I Will Talk And Hollywood Will Listen" ... 37
4.2.1 Text / Struktur / Bewegung / Beleuchtung ... 37
4.2.2 Musikalische Aspekte ... 40
4.2.3 Interpretation ... 44
4.3 Detailanalyse "My Way" ... 48
4.3.1 Williams′ Way ... 48
4.3.1.1 Text / Struktur / Bewegung / Beleuchtung ... 48
4.3.1.2 Musikalische Aspekte ... 52
4.3.2 Sinatras Way ... 55
4.3.3 Vergleich beider Wege ... 61

5 Schlussbetrachtung ... 68

6 Bibliographie ... 70

7 Anhang ... 73

 

1 Einführung
Von den Medien wieder und wieder als DER Entertainer gefeiert, gilt Robbie Williams als einer der erfolgreichsten Popkünstler unserer Zeit. So kann er als einziger Musiker 13 Britt – Awards sein Eigen nennen und auf einen beachtlichen Verkaufserfolg von nahezu 20 Millionen Alben weltweit schauen. Eine neulich durchgeführte Umfrage unter VH–1 Zuschauern ergab, dass er zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte zählt. Dabei schlug er sogar Ikonen wie Michael Jackson, Elvis Presley oder Frank Sinatra. Sein bisher größter und aufsehendster Erfolg ist wohl die Unterzeichnung seines neuen Plattenvertrages bei EMI – Records über 80 Millionen Pfund (ca. 127 Millionen Euro) Anfang Oktober 20021. Dieser räumt Williams nicht nur zahlreiche Freiheiten ein sondern ist zudem der zweitgrößte Plattenvertrag der Popmusikgeschichte, der bisher unterzeichnet wurde.

Dennoch scheiden sich an ihm die Geister. Schon als Mitglied der Boygroup „Take That“ galt er als der „Bad Boy“ der Band. Dieses Image schien er auch zu bestätigen, als er 1995 völlig betrunken auf der Bühne des Glastonbury – Festivals auftauchte, was für ihn das Ende seiner Karriere als „Take That“ – Mitglied bedeutete. Auch nach seiner Trennung von der Boygroup standen eher seine „Sauftouren“ und Frauengeschichten im Vordergrund öffentlichen Interesses, als seine musikalischen Leistungen. Die alkoholischen Exzesse sind, so die Aussage Williams, überwunden. Trotzdem ist es immer noch Bestandteil vieler seiner Konzerte, vor dem Publikum die Hosen herunterzulassen und anzügliche Bemerkungen gegenüber dem weiblichen Publikum zu machen.

So passt es scheinbar gar nicht ins Bild, dass Robbie Williams plötzlich in Anzug und Krawatte in der ehrwürdigen Royal Albert Hall Swingstandarts im Stile Sinatras präsentiert. Dennoch hat er mit diesem Konzert ein großes Publikum begeistert.

Bei diesem Konzert handelt es sich um einen einmaligen Auftritt Robbie Williams in der Royal Albert Hall in London am 10.Oktober 2001. An diesem Abend präsentierte Robbie Williams unter Mitwirkung zahlreicher namhafter Gäste, sowie vom London Session Orchester begleitet, Songs von seinem wenige Wochen später erschienenen gleichnamigem Album „Swing When You’re Winning". Bei dem größten Teil der Lieder handelt es sich um Swingstandards, die einst von den Mitgliedern des legendären Rat Packs2 Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin gesungen wurden. Ein weiteres, eigenes Lied wurde ebenfalls mit in das Programm aufgenommen.

1.1 Problemstellung
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die De- und Rekonstruktion des Images Robbie Williams bei seinem Konzert „Swing When You’re Winning“.
Mit Hilfe verschiedener Analysen soll zum einen Williams’ Image bei seinem Auftritt im Allgemeinen aufgezeigt werden. Zum anderen soll die Hypothese untersucht werden, dass Williams bei seinem Auftritt auf verschiedenen Ebenen auf Elemente der Präsentationen des Rat Pack und speziell auf die Frank Sinatras zurückgreift.
Sinatra gilt als Idealtypus eines Entertainers. Noch heute wird er als der größte Entertainer in der Musikgeschichte bezeichnet. Auch Robbie Williams wurde von den Medien, bereits vor diesem Konzert, als der größte Entertainer unserer Zeit dargestellt. Eine weitere zu untersuchende Frage wäre von daher, inwieweit Williams, durch die in Bezugnahme des Images Frank Sinatras, versucht, sich selbst als Entertainer im klassischen Sinne darzustellen und sich als solcher zu etablieren.

Nach eingehender Erläuterung der methodischen Vorgehensweise, sollen zunächst die Begriffe des Images und des Entertainers geklärt werden. Die darauffolgende Darstellung der Biographie Robbie Williams dient dazu, das bisherige Image Williams′ näher zu beleuchten und das Konzert in den biographischen Kontext einzuordnen.

Anhand der anschließenden Analyse des Konzertaufbaus sowie der Analysen zweier ausgesuchter Songs soll auf verschiedenen Ebenen untersucht werden, inwieweit tatsächlich Bezüge zu Sinatra vorhanden sind.

[...]


1 Die Angaben sind der Fanpage http://www.robbiewilliams.de entnommen.

2 Das Rat Pack (dt. Rattenpack) war ursprünglich eine Clique, die sich um Humphrey Bogart formierte. Ihre Mitglieder waren Freunde Bogarts und Entertainer wie zum Beispiel Jimmy van Heussen oder Lauren Bacall. Zu dieser Zeit wird die Clique noch als gebildet, geistreich und antibürgerlich charakterisiert. Dies änderte sich, als 1957, nach Bogarts Tod, Frank Sinatra die Rolle des „Leaders“ übernahm. Zum engsten Kreis des Rat Packs zählten jetzt Freunde Sinatras, Sänger und Schauspieler; unter ihnen: Sammy Davis Jr., Dean Martin, Peter Lawford und Joey Bishop. Weiterhin gehörten unter anderem Shirley MacLaine, Angie Dickinson und Ehrenmitglied John F. Kennedy zu ihnen. Treffpunkt wurde das Sands Hotel in Las Vegas, wo die Entertainer des Rat Packs regelmäßige Shows veranstalteten. Bis zum Tode Kennedys waren sie der Inbegriff eines lockeren Lebens und endloser Partys. (siehe: Holder, Deborah: Frank Sinatra – I did it my way. Wilhelm Heyne Verlag. München. 1995. S. 121 f..)


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