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Seminararbeit, 2003, 19 Seiten
Autor: Olaf Hahn
Fach: Theaterwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Universität Wien (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft)
Tags: Inszenierung, Ludwig, Vergleich, Werbung, Theorien, Methoden, Theaterwissenschaft
Jahr: 2003
Seiten: 19
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 13 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-21251-9
ISBN (Buch): 978-3-640-20279-9
Dateigröße: 128 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Meine Arbeit beschäftigt sich mit dem Kultstatus von Ludwig dem XIV., sowie mit dem Aufbau von seinem Image. Das Ziel unserer Arbeit sehen wir in der Gegenüberstellung und dem Vergleich der PR-Methoden des 17. Jahrhunderts und der heutigen Werbe und PR Industrie. Bei diesem Vergleich gehen wir von der Prämisse des kunsthistorischen Vergleichs von Wickkoff und A. Riegel aus. Diese Prämisse besagt, dass man bei einem Vergleich der verschiedenen Epochen sich in die entsprechende Zeit versetzten soll.
Textauszug (computergeneriert)
Theorien und Methoden der Theaterwissenschaft
SS 2003
Die Inszenierung von Ludwig XIV.
im Vergleich mit heutiger Werbung und PR
Olaf Hahn
Inhaltverzeichnis
0. Einleitung
1. Historischer Hintergrund
2. Medien
2.1 Das königliche Bild
2.2 Rituale
3. Krönung
4. Aufbau des Images und des Systems des Königs
4.1 “Academie Francaise”
4.2 Kunst als politisches Mittel
5. Die Jahre des Triumphs
5.1 Devolutionskrieg
6. Die Kriese
7. Ludwig XIV.- das Produkt seiner Zeit Vergleich des Imageaufbau von Ludwig XIV. mit heutiger Werbung und PR
7.1 Kommunikationspolitik
7.2. Klassische Werbung
7.3 Festlegung des Werbebudgets
7.4 Festlegung der Werbeobjekte
7.5 Festlegung der Werbeziele
8. Schlusswort
9. Bibliographie
0. Einleitung
Meine Arbeit beschäftigt sich mit dem Kultstatus von Ludwig dem XIV., sowie mit dem Aufbau von seinem Image. Das Ziel unserer Arbeit sehen wir in der Gegenüberstellung und dem Vergleich der PR-Methoden des 17. Jahrhunderts und der heutigen Werbe und PR Industrie.
Bei diesem Vergleich gehen wir von der Prämisse des kunsthistorischen Vergleichs von Wickkoff und A. Riegel aus. Diese Prämisse besagt, dass man bei einem Vergleich der verschiedenen Epochen sich in die entsprechende Zeit versetzten soll.
1. Historische Hintergründe
Ludwig XIV. wird schon im Alter von vier Jahren König von Frankreich. Zuerst übernimmt seine Mutter die Regentschaft bis er 1654 mit sechzehn Jahren offiziell zum König gekrönt wurde.
Das 17. Jahrhundert ist vom Ausbau des Absolutismus in Frankreich gekennzeichnet. Was der Vorgänger von Ludwig XIV. , Ludwig der XIII begann, hat Ludwig der XIV. beendet.
Da im Naturzustand ein egoistischer Krieg “aller gegen alle” herrscht, werden die Menschen aus Selbsterhaltung zu einem “Vertrag” gezwungen, in dem sie ihre Naturrechte dem Staat überlassen, dessen Herrschaft damit über alle Untertanen absolut, unteilbar und unauflöslich wird und ein Staat der sich am “vollkommensten in einer Person”: dem König, repräsentiert.1
Später bringt Ludwig der XIV. den Absolutismus auf die Formel “Un roi, une foi, une loi”(Ein König, ein Glaube, ein Gesetz). Unter diesen Umständen bekommt der berühmte Satz von Ludwig dem XIV. ”L’etait c’est moi” (Der Staat bin ich) eine weitere Bedeutung und zwar, alles was zu dieser Zeit Frankreich gehörte, gehörte automatisch dem König, incl. Menschen.2
Um die ganze Maschinerie am Laufenden zu halten brauchte man ein Image von einem starken und mächtigen, angsteinflößenden König.
2. Medien
Das Medium-ein Mittel, das der Vermittlung von Informationen, Unterhaltung, Belehrung dient.3
Nach meinen Recherchen, konnte ich diverse Medien die schon im 17. Jahrhundert existiert haben, feststellen. Zu diesen zähle ich Malerei, Skulpturen, Numesmatik, Dichtungen, Theaterstücke, Briefe sowie Flugblätter. In dem Buch von Peter Burke “Ludwig XIV. - Die Inszenierung des Sonnenkönigs” weist der Autor auf ein andauerndes Prozess der Hervorbringung eines Bildes des Ludwig des XIV. Darüber hinaus weist der Autor auf die einflussreiche Rolle der Medien, auf die Imageproduktion. Der König war für die meisten Zeitgenossen eine heilige Figur. Ihm wurde sogar die Gabe zugeschrieben, Hautkranke durch seine königliche Handauflegung heilen zu können. Ludwig XIV. war charismatisch, im ursprunglichen Sinne, von göttlichen Gnade gesalbt worden und in einem modernen Sinne war er eine Führerpersönlichkeit mit Ausstrahlung.
Dieses Charisma bedurfte aber ständiger Erneuerung. Dieses Ziel haben die Präsentation Ludwigs auf der “Staatsbühne”und die Wiedergabe dieser Präsentation in den Kommunikationsmedien der damaligen Zeit (Malerei, Statue, Medaillen). Im Zeitalter von Ludwig ist die Kunst als Medium besonderes zu betonen. Dabei wurden die Parallelen zwischen verschieden Künsten betont. So wurden verschiedene Szenen aus dem Leben Ludwigs in diversen Medien auf ähnliche Weise dargestellt. Z.B. Reiterbildnisse, Reiterskulpturen, Reitermedaillen. Die Bilder von Ludwig gab es als Gemälde, in Bronze, Stein, Gobelins. Außerdem reichen diese von dem Knabenalter bis zu den berühmten Portrait von H. Rigaud, die den Herrscher in einem hohen Alter zeigen.4
Manchmal wurden die Bilder so gruppiert, dass diese eine Ereignis aus dem Leben des Königs erzählen konnten. Ungewöhnlich für diesen Zeitalter war auch die Anzahl der Bilderserien, so wie z.B. Gemäldeserie von Lebrun “L’histoire du roi”5, diese stellte die bedeutensten Ereignisse der Regierungszeit bis in die 70 er Jahre des 17 Jahrhunderts dar.
[....]
1 dtv-Atlas, Weltgeschichte S.259
2 Cronin Vincent “der Sonnenkönig”
3 Wahrig Deutsches Wörterbuch 6 Auflage
4 Burke Peter “Ludwig.XIV. Die Inszenierunng des Sonnenkönigs”S.28
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