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Modellierung von Interdependenzen der Financial Supply Chain mit Hilfe von System Dynamics

Diplomarbeit, 2003, 87 Seiten
Autor: Eugen Otto
Fach: Wirtschaft - Investition und Finanzierung

Details

Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 87
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V16535
ISBN (E-Book): 978-3-638-21363-9

Dateigröße: 812 KB
Anmerkungen :
Diplomarbeit befasst sich mit den Themen: Financial Supply Chain, Berechnung des Return on Investment, Modellierung mit Hilfe von ereignisgesteuerten Prozessketten und System Dynamics



Textauszug (computergeneriert)

 

Modellierung von Interdependenzen der Financial Supply Chain mit Hilfe von System Dynamics

Diplomarbeit

eingereicht beim
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre,
insbesondere Electronic Commerce
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Frankfurt am Main

von

Eugen Otto

14.08.2003

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis ... V
Tabellenverzeichnis ... VII
Abkürzungsverzeichnis ... VIII

1 Einleitung ... 1

2 Financial Supply Chain ... 3
2.1 Der Begriff Financial Supply Chain ... 3
2.2 Phasen der Financial Supply Chain ... 4
2.2.1 Kontaktaufnahme (Qualify) ... 4
2.2.2 Finanzierung (Finance) ... 5
2.2.3 Preisfindung (Price) ... 8
2.2.4 Risikoabsicherung (Assure) ... 9
2.2.5 Rechnungsstellung (Invoice) ... 10
2.2.6 Reklamation (Dispute) ... 11
2.2.7 Zahlung (Pay) ... 13
2.2.8 Prüfung (Review) ... 13
2.2.9 Analyse (Analyze) ... 14
2.3 Interdependenzen der einzelnen Phasen ... 15

3 Erfolgsmaße der Financial Supply Chain ... 16
3.1 Kapitalumschlag ... 23
3.2 Umsatzrentabilität ... 24
3.3 Qualität ... 26
3.4 Zusammenfassung ... 27

4 Methoden der Modellierung von Geschäftsprozessen ... 29
4.1 Ereignisgesteuerte Prozessketten ... 34
4.2 System Dynamics ... 38
4.3 Kriterien des Vergleichs ... 47
4.4 Vergleich ... 48

5 Simulationsstudie ... 53
5.1 Ziele ... 53
5.2 EPK-Modellierung ... 53
5.3 Modellierung mit Hilfe von System Dynamics ... 58
5.4 Ergebnisse ... 66

6 Fazit ... 69

7 Anhang ... 71
7.1 Modellierung der Veränderungsraten einzelner Phasen FSC für den Volkswagen - Konzern ... 71
7.2 Wirkung einzelner Phasen der FSC auf ROI beim "Volkswagen"-Konzern ... 73

Literaturverzeichnis ... 77

 

1 Einleitung
Die Financial Supply Chain ist der monetäre Teil der Wertschöpfungskette und rationalisiert die Transaktionen zwischen Kunden, Lieferanten, Finanzinstituten, Marktplätzen und anderen Dienstleistern. Wie eine güterbasierte Wertschöpfungskette darf auch die Financial Supply Chain nicht einfach in Einzelteile zerlegt werden, um danach für jedes Element der Kette eine suboptimale Lösung zu suchen. Die ganzheitliche Betrachtung ist die Bedingung für den Gesamterfolg des Financial Supply Chain Managements.1 Die Interdependenzen sind die Interaktionseffekte der einzelnen Phasen innerhalb der Financial Supply Chain. Gelingt es beispielsweise, den Analyse-Prozess entscheidend zu verbessern, so hat es Auswirkungen auf zukünftige Transaktionen, und Verbesserungspotenziale anderer Prozesse können aufgedeckt werden.

Die Unternehmensplanung und Unternehmenssteuerung werden aufgrund der Dynamik der Märkte und Komplexität der Zusammenhänge immer unübersichtlicher. Die Entscheidungsträger benötigen aber Modelle, die ihnen Voraussetzungen und Folgen ihres Handelns unter verschiedensten Bedingungen aufzeigen. Bereits seit einigen Jahren gibt es technische bzw. EDVbasierte Möglichkeiten der unternehmensübergreifenden Prozessunterstützung. Die Prozessmodellierung kann mittlerweile nicht nur statisch, sondern auch dynamisch erfolgen. Die Berücksichtigung der zeitlichen Komponente, sowie die schnelle Reaktion auf die Veränderungen stehen bei der dynamischen Betrachtung im Vordergrund.2

Das Ziel dieser Arbeit ist, zu zeigen, dass in der Financial Supply Chain Effizienzen bei den Abhängigkeiten der einzelnen Phasen voneinander bestehen. Die Verbesserungen innerhalb einer Phase können auch Auswirkungen auf die gesamte Kette zur Folge haben: diese werden in Form von höherer Rentabilität und somit in Form eines gesteigerten Unternehmensgewinns belohnt. Dabei soll geprüft werden, ob die Wechselwirkungen in einem Modell abgebildet werden können und welche Modellierungsart dafür geeignet ist.

Im zweiten Kapitel der Arbeit wird ein Überblick über die Financial Supply Chain und ihre einzelnen Phasen gegeben. Hierbei stehen insbesondere die rentabilitätsrelevanten Kennziffern einzelner Phasen im Vordergrund. Am Ende des Kapitels werden die Interdependenzen der einzelnen Phasen dargestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird dabei nur die Lieferanten- bzw. Verkäufersicht betrachtet.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Rentabilitätsanalyse der Financial Supply Chain. Zunächst wird das „Return on Investment“ als Kennziffer der Rentabilität eingeführt. Im Anschluss wird ein Überblick über die Auswirkungen einzelner Phasen auf das „Return on Investment“ gegeben.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Vergleich zweier Modellierungsmöglichkeiten mit Hilfe von ereignisgesteuerten Prozessketten und mit Hilfe von System Dynamics bei der Modellierung der Financial Supply Chain. Es soll geprüft werden, welche Phase den größten Einfluss auf die Financial Supply Chain hat und ob es zur Steigerung des „Return on Investment“ durch ein effizientes Financial Supply Chain Management kommt.

Im vierten Kapitel werden zunächst die Methoden der Modellierung vorgestellt. Dabei werden die Vor- und Nachteile der beiden Modellierungsmöglichkeiten diskutiert. Anschließend wird der Vergleich anhand vorher definierter Kriterien gezogen.

Als Abschluss dieser Arbeit erfolgt die Simulationsstudie der Financial Supply Chain mit Hilfe von ereignisgesteuerten Prozessketten und System Dynamics. Bei der Modellierung mit Hilfe von ereignisgesteuerten Prozessketten steht die ganzheitliche Abbildung der Financial Supply Chain als eine Kette im Vordergrund. Bei der Modellierung mit Hilfe von System Dynamics werden sowohl die Interdependenzen der einzelnen Phasen der Financial Supply Chain, als auch die Optimierungsmöglichkeiten der Financial Supply Chain berücksichtigt. Es werden die Auswirkungen auf die Umsatzrentabilität und Kapitalumschlag modelliert, außerdem erfolgt die Berechnung der Kennziffer „Return on Investment“ und der Gesamtdauer der Financial Supply Chain, abhängig von den aktuellen Werten der einzelnen Phasen. Die Simulationsstudie wird mit den Daten des Volkswagen-Konzerns durchgeführt. Schließlich werden die Ergebnisse präsentiert.

2 Financial Supply Chain
2.1 Der Begriff Financial Supply Chain
Die Financial Supply Chain (FSC) ist eine Reihe von Business-to-Business transaktionsbasierter finanzieller Funktionen und Prozesse. Dazu gehören sowohl unternehmensübergreifende als auch unternehmensinterne Transaktionen, und es ist ein wichtiger Teil der güter- bzw. servicebasierten Wertschöpfungskette.

[...]


1 Vgl.: Arkhipov / Yong (2001), S. 8

2 Vgl.: SAP AG (2001)


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