Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Termpaper, 1999, 20 Pages
Author: Ilka Kreimendahl
Subject: Romance Languages - Spanish Studies
Details
Institution/College: University of Kassel (Fachbereich Hispanistik)
Tags: Einfluß, Arabischen, Sprache, Entwicklung, Sprache
Year: 1999
Pages: 20
Grade: 1
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-21447-6
File size: 219 KB
Other users also were interested in the following titles:
Excerpt (computer-generated)
„Der Einfluß des Arabischen in der spanischen Sprache“
Vorgelegt von: Ilka Kreimendahl
Inhalt
Das Zusammentreffen der arabischen und der romanischen Welt 2
Die Einflüsse aus dem Vorderen Orient 5
Die arabische Sprache 7
Das Mozarabische und seine Stellung 8
Übersetzungen und die Schule der Araber 11
Reconquista und die Aljamiado-Literatur: 13
Die Überbleibsel der arabischen Sprache 14
Bibliographie 18
Das Zusammentreffen der arabischen und der romanischen Welt
Durch das Zusammentreffen verschiedener menschlicher und sprachlicher Gemeinschaften, z.B. durch Kriege, Heirat oder Handel traten Angehörige unterschiedlicher Kulturen miteinander in Verbindung, wodurch sich sowohl sprachliche als auch kulturelle Veränderungen ergaben. In dieser Hausarbeit wollen wir speziell die Einflüsse der arabischen auf die spanische Sprache untersuchen. Zunächst werden wir auf die chronologische Abfolge eingehen, um die geschichtlichen Aspekte zu verdeutlichen und einen Überblick über die islamische Epoche der Iberischen Halbinsel zu geben, deren Erbe noch heute das Land und seine Kultur prägt. Nach 647 brachen die arabischen Heere von Ägypten aus auf und besetzten bis 710 die lateinisch sprechenden Gebiete von Afrika. Im darauffolgenden Jahr fielen die Araber und die Berber unter ihrem Führer Tariq ibn Ziyad mit 7000 Mann über die Meerenge von Gibraltar ein. Bereits in den nächsten Monaten fiel fast die Hälfte der Halbinsel nahezu widerstandslos in die Hände der Muslime. Die Städter kapitulierten bald, und innerhalb kürzester Zeit (ca.711-718) wurde die gesamte Iberische Halbinsel eingenommen. Eine Ausnahme bildet jedoch eine Enklave um Oviedo, von der später die Reconquista ausging und einige Bergstämme die fast 100 Jahre Widerstand leisteten. Die Araber drangen bis in das Gebiet des heutigen Frankreich vor und nahmen auf ihrem Weg dorthin mit 700 Mann Cordoba ein und eroberten danach die damals gotische Hauptstadt Toledo. 712 folgte Musa, der neidisch auf die Beute und den Erfolg war, mit 18.000 Soldaten und nahm Merida und Sevilla ein. 713 handelte der gotische Gouverneur von Murcia dann einen Kapitulationsvertrag aus, der den Christen volle Religionsfreiheit versprach, die Juden allerdings als Abhängige/Geduldete1 behandelte. Das Gebiet das nun von Arabern kontrolliert wurde, nannte sich Al-Andalus, eine Bezeichnung die möglicherweise eine vom Volksnamen der Vandalen abgeleitete Benennung ist. Zu dem Reich gehörten unter anderem Sevilla und Cordoba aber z.B. auch Valencia, Zaragoza und Lissabon, wobei Sevilla bis 717 islamischer Regierungssitz war. Erstmals nach der muslimischen Eroberung erhielt Spanien wieder eine geordnete Verwaltung in den sechs Provinzen. Cordoba wurde zur prunkvollen Hauptstadt bzw. zum Regierungssitz ausgebaut und erhielt sowohl einen großen Palast als auch eine Hallenmoschee syrischer Prägung – die Mezquita.
Aufgrund dieser neuen Verwaltung wurde die Bevölkerung in eine Rangfolge gegliedert – bei den Araber unterschied man die im Land Geborenen und die Syrer. Den dritten Rang nahmen die aus Afrika kommenden Berber ein, die vorwiegend als Bauern im Süden siedelten. Die vierte Bevölkerungsschicht bildeten die einheimischen Konvertiten zum Islam und zu der fünften Schicht gehörten die Musta’ribun2, die arabisierten Christen während die Juden das Schlußlicht in der Rangfolge bildeten. Es gab in Al-Andalus also ein Zusammentreffen von Juden, Christen, Muslime, Arabern, Berbern, Spaniern und Sklaven aus aller Herren Länder, deren Sprache und Kultur sich miteinander vermischte. Infolge dieser Faktoren entfaltet sich in Al-Andalus eine blühende maurische Zivilisation, die bilingual war. Kultursprache war Arabisch, die Christen jedoch sprachen Mozarabisch, einen von der arabischen Sprache beeinflußten romanischen Dialekt auf den wir gleich noch näher eingehen werden.
1090 begannen mit dem Einbruch der Almoraviden3 schwere Zeiten für die Mozaraber. Zwar vermochten sich die Almoraviden nur 60 Jahre in Spanien zu halten, wurden dann aber von den ebenfalls berberischen Almohaden besiegt, die dann auch bis ins 13. Jahrhundert Spanien verteidigten. Die Mozaraber wurden von den Berbern unterdrückt, ihre Organisationen wurden zerschlagen und viele von ihnen wurden nach Marokko deportiert. Aus Al-Andalus waren sie danach fast völlig verschwunden. Zwar gab es von der 2.Hälfte des 12.Jhd. bis zur Reconquista des 13.Jahrhunderts noch Mozaraber, allerdings in keiner geschlossenen sprachvermittelnden Gruppe mehr, was erklärt warum das Mozarabische völlig aus dem Sprachgebrauch verdrängt wurde.
[...]
1 Die Juden wurden als Dhimmis bezeichnet
2 Mozaraber
3 Islamische Glaubenspartei der Berber.
Comments
Other users also were interested in the following titles:
Entwicklung der Massenmedien und Strukturwandel der Öffentlichkeit
Author: Richard von Korff SchmisingPolitics - International Politics - General, 2005 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Arabismen im Menor Dano de la Medicina von Alfonso Chirino
Author: Emel ElbekRomance Languages - Spanish Studies, 2001 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Die Europaarbeit der Länder in Folge der Europäisierung
Author: Jennifer RoesslerPolitics - International Politics - Topic: European Union, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url:
09.11.2005 11:54:03
Hallo liebe Benutzer! Die Arbeit zum Einfluss des Arabischen von Frau Kreimendahl begeistert weder sprachlich noch inhaltlich. Neben zahllosen Kommafehlern und unakzeptablen stilistischen Formulierungen weist die angeblich mit Note eins bewertete Arbeit wenig inhaltliche Relevanz auf. Auch die aus vier Werken bestehende Bibliographie lässt nicht auf eine inhaltlich fundierte Arbeit schließen. Die Anschaffung eines Standardwerkes zur Sprachwissenschaft um diesen Preis ist sicherlich vernünftiger!