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Analyse des Kriminalromans "L`Affaire Saint - Fiacre" von Georges Simenon

Seminararbeit, 2002, 15 Seiten
Autor: Raluca Bibescu
Fach: Romanistik - Französisch - Literatur

Details

Veranstaltung: Zur Geschichte des Kriminalromans
Institution/Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Romanisches Seminar)
Tags: Analyse, Kriminalromans, L`Affaire, Saint, Fiacre, Georges, Simenon, Geschichte, Kriminalromans
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 15
Note: 2-
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V16719
ISBN (E-Book): 978-3-638-21471-1
ISBN (Buch): 978-3-638-79662-0
Dateigröße: 190 KB

Zusammenfassung / Abstract

Inhalt und Wirkung des Kriminalromans „L`affaire Saint – Fiacre“ von Georges Simenon stehen in dieser Analyse des Werkes im Mittelpunkt, wobei im Einzelnen die Besonderheiten dieses Romans besprochen werden. Es wird vor allem herausgestellt, wie Maigret hier dargestellt wird; nicht etwa wie der fast vollkommene Detektiv, der durch genaue Beobachtung, Vernehmung und Detektion seine Fälle löst, sondern eher menschlich, verletzlich und von seiner Erinnerung eingeholt. Ebenfalls ist der Aspekt wichtig, dass Maigret in diesem besonderen Kriminalfall nicht derjenige ist, der das Verbrechen auflöst und den Mörder überführt. Hierfür sind auch seine Jugend von Bedeutung und seine Gefühlslage in Anbetracht seiner „beschmutzten Kindheitserinnerungen“, wie er es selbst sagt. Die Verrätselung und Enträtselung sind ebenfalls von besonderem Interesse: In diesem Roman findet die letztere nicht vollständig statt, sondern lässt dem Leser Freiraum für eigene Überlegungen. Besonders fragt man sich zum Schluss, ob auch tatsächlich der richtige Verbrecher überführt worden ist.


Textauszug (computergeneriert)

ANALYSE DES KRIMINALROMANS «L`AFFAIRE SAINT - FIACRE»
VON GEORGES SIMENON

 

 


vorgelegt von RALUCA BIBESCU

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Inhaltsanalyse 1

2.1 Rätselhaftes Verbrechen 1
2.2 Fahndung nach dem Verbrecher / Detektion 2
2.3 Lösung des Falles 4
2.4 Überführung des Täters 7

3. Handlungsstruktur 7

3.1. Entchronologisierte Struktur 7
3.2. Spannung 7

4. Figurenkonstellation 8

4.1. Nicht – Ermittelnde Personen 8
4.2. Ermittelnde Personen 8

5. Ausblick 10

6. Bibliographie 11

 



1. Einleitung

In dieser Arbeit möchte ich zunächst auf Inhalt und Wirkung des Kriminalromans „L`affaire Saint – Fiacre“ von Georges Simenon eingehen, wobei ich auf die Besonderheiten dieses Romans zu sprechen kommen werde. Ich möchte vor allem herausstellen, wie Maigret hier dargestellt wird; nicht etwa wie der fast vollkommene Detektiv, der durch genaue Beobachtung, Vernehmung und Detektion seine Fälle löst, sondern eher menschlich, verletzlich und von seiner Erinnerung eingeholt. Ebenfalls ist der Aspekt wichtig, dass Maigret in diesem besonderen Kriminalfall nicht derjenige ist, der das Verbrechen auflöst und den Mörder überführt. Hierfür sind auch seine Jugend von Bedeutung und seine Gefühlslage in Anbetracht seiner „beschmutzten Kindheitserinnerungen“, wie er es selbst sagt. Ich werde ebenfalls auf die Ver- und Enträtselung zu sprechen kommen, denn in diesem Roman findet die letztere nicht vollständig statt, sondern lässt dem Leser Freiraum für eigene Überlegungen. Besonders fragt man sich zum Schluss, ob wirklich der richtige Verbrecher überführt worden ist. Zum Schluss meiner Arbeit möchte ich auch auf die Handlungsstruktur und die Spannungserzeugung eingehen.

2. Inhaltsanalyse

2.1. Rätselhaftes Verbrechen

Das Kommissariat, in dem Kommissar Maigret arbeitet, in Quai Orfèvre, bekommt ein Zettel, in dem mitgeteilt wird, dass ein Mord in der Kirche von Saint – Fiacre geschehen wird, und zwar während der ersten Messe, die am Totensonntag abgehalten werden wird. Da Maigret in Saint – Fiacre geboren wurde, löst dieser Zettel Erinnerungen wach; der Kommissar reist, zum Erstaunen seiner Kollegen, nach Saint – Fiacre, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Maigrets Vater war dreißig Jahre lang Gutsverwalter des Schlosses von Saint – Fiacre. Maigret übernachtet in einer Herberge, um am nächsten Morgen zur ersten Messe zu gehen. Allein die Beschreibung dieses Morgens lässt den Leser schon ahnen, dass ein Mord geschehen wird. Elemente wie « la lucarne percée dans le toit » , « le plancher glacial » , « la bougie n`en avait plus que pour quelques minutes à vivre » , « feuilles mortes »1 , etc. sind antizipierende Hinweise auf den folgenden Mord, da sie Tod konnotieren.

Während der Messe beobachtet Maigret alle Anwesenden, besonders die etwas ältere Comtesse von Saint – Fiacre, die für ihn in seinen Jugendjahren eine Art Verkörperung seiner Ideale darstellte. Die einzigen anwesenden Männer sind der Mesner, der Glöckner und Maigret. Außerdem sind noch einige ältere Frauen und junge Bäuerinnen vor Ort. Die Comtesse hält ein Messbuch in ihren Händen, am Ende der Messe verdeckt sie ihr Gesicht mit ihren Händen. Als Maigret ihre Schulter berührt, fällt ihr Körper auf die Sitzbank – die Comtesse ist tot.

2.2. Fahndung nach dem Verbrecher / Detektion

[...]


1 SIMENON, GEORGES 1976: L`affaire Saint – Fiacre, Paris : 7 f


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