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Handlungs- und produktionsorientierter Umgang mit der Ganzschrift "Wuschelbär" von Irina Korschunow in einem 3. Schuljahr

Examination Thesis, 2003, 62 Pages
Author: Astrid Becker
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Event: Schriftliche Hausarbeit zur zweiten Staatsprüfung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen
Institution/College: Studienseminar Buchholz
Tags: Handlungs-, Umgang, Ganzschrift, Wuschelbär, Irina, Korschunow, Schuljahr, Schriftliche, Hausarbeit, Staatsprüfung, Lehramt, Grund-, Haupt-, Realschulen
Category: Examination Thesis
Year: 2003
Pages: 62
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V16807
ISBN (E-book): 978-3-638-21539-8

File size: 204 KB


Excerpt (computer-generated)

Schriftliche Hausarbeit zur zweiten Staatsprüfung
für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen
gemäß § 13 PVO-Lehr II

Handlungs- und produktionsorientierter Umgang mit der Ganzschrift "Wuschelbär" 
von Irina Korschunow in einem 3. Schuljahr

Fach: Deutsch
Studienseminar B.

vorgelegt von: Astrid Becker

6. Januar 2003

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis ... II

1. Einleitung ... 1

2. Theoretische Grundlagen ... 3
2.1. Der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht ... 3
2.1.1. Entstehungshintergrund des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts ... 3
2.1.2. Grundlegende Konzeption und Zielsetzung des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts ... 4
2.1.3. Verfahrensweisen des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts ... 6
2.1.4. Kritikpunkte am handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht ... 8
2.2. Leseförderung- Motivation zum Lesen ... 9
2.2.1. Zum Begriff der Leseförderung ... 9
2.2.2. Das Kinderbuch als Mittel der Leseförderung ... 10
2.2.3. Kriterien zur Auswahl einer geeigneten Ganzschrift für den Unterricht ... 11
2.3. Die Ganzschrift "Wuschelbär" von Irina Korschunow ... 13
2.3.1. Zur Autorin Irina Korschunow ... 13
2.3.2. Zum Inhalt des Kinderbuches ... 14
2.3.3. Formale Analyse des Kinderbuches ... 15

3. Planung der Unterrichtseinheit ... 16
3.1. Thema der Unterrichtseinheit ... 16
3.2. Stellung der Unterrichtsstunden in der Unterrichtseinheit ... 16
3.3. Bemerkungen zur Lerngruppe ... 17
3.3.1. Eigenarten der Lerngruppe ... 17
3.3.2. Lernverhalten und Leistungsvermögen ... 18
3.3.3. Zur Lernausgangslage der Lerngruppe ... 18
3.4. Lernziele der Unterrichtseinheit ... 19
3.5. Erläuterung und Begründung der Ziel-/Inhaltsentscheidungen ... 20
3.6. Begründung für die Auswahl der Ganzschrift "Wuschelbär" ... 22
3.7. Methodische Überlegungen zur Unterrichtseinheit ... 23
3.7.1. Handlungs- und produktionsorientierte Verfahrensweisen ... 23
3.7.2. Arbeits- und Organisationsformen ... 23
3.7.3. Medien ... 24

4. Darstellung ausgewählter Unterrichtsstunden ... 25
4.1. Darstellung der 3. Unterrichtsstunde: "Wuschelbär ist eifersüchtig - Wir entwickeln ein Rollenspiel zu Wuschelbärs Verhalten gegenüber Benjamin und dem weißen Bären" ... 25
4.1.1. Themenbezogene Zielsetzung ... 25
4.1.2. Lernausgangslage ... 26
4.1.3. Sachanalyse des Lerngegenstandes ... 26
4.1.4. Begründung und Erläuterung der Ziel-/Inhaltsentscheidungen ... 27
4.1.5. Begründung und Erläuterung der methodischen Entscheidungen ... 28
4.1.6. Geplanter Stundenverlauf ... 30
4.1.7. Reflexion der Unterrichtsstunde ... 31
4.2. Darstellung der 5. Unterrichtsstunde: "Wuschelbär im Wald - Wir erfinden einen Traum von Wuschelbär" ... 32
4.2.1. Themenbezogene Zielsetzung ... 32
4.2.2. Lernausgangslage ... 32
4.2.3. Sachanalyse des Lerngegenstandes ... 33
4.2.4. Begründung und Erläuterung der Ziel-/Inhaltsentscheidungen ... 33
4.2.5. Begründung und Erläuterung der methodischen Entscheidungen ... 36
4.2.6. Geplanter Stundenverlauf ... 37
4.2.7. Reflexion der Unterrichtsstunde ... 38
4.3. Darstellung der 8. Unterrichtsstunde: "Verschiedene Angebote an Aufgabenstellungen zur Ganzschrift Wuschelbär" ... 39
4.3.1. Themenbezogene Zielsetzung ... 39
4.3.2. Lernausgangslage ... 40
4.3.3. Sachanalyse des Lerngegenstandes ... 40
4.3.4. Begründung und Erläuterung der Ziel-/Inhaltsentscheidungen ... 41
4.3.5. Begründung und Erläuterung der methodischen Entscheidungen ... 42
4.3.6. Geplanter Stundenverlauf ... 44
4.3.7. Reflexion der Unterrichtsstunde ... 45

5. Schlussbetrachtung ... 46

Literaturverzeichnis ... 50

 

1. Einleitung
In der vorliegenden Arbeit wird der handlungs- und produktionsorientierte Umgang mit der Ganzschrift „Wuschelbär“ von Irina Korschunow im Deutschunterricht einer dritten Klasse dargestellt.
Zur Wahl dieses Themas bewegte mich zum einen mein persönliches Interesse an Kinderliteratur und zum anderen die starke Bedeutung von Büchern im Leben von Kindern und Jugendlichen. Insbesondere die rasant veränderten Medienbedingungen in der heutigen Gesellschaft stellen m.E. eine Konkurrenz für das Medium Buch dar. Die kindliche Lebenswelt wird immerzu drastischer durch die elektronischen Medien wie bspw. Fernsehen, Computer und Video beeinflusst. Daraus entstand eine öffentliche Diskussion in der Gesellschaft über die Gefährdung der Printmedie n, insbesondere der Ablösung des Buches durch die elektronischen Medien. Die Leseförderung gilt daher als eine wichtige Aufgabe, die einerseits von den Eltern und andererseits in der Schule angegangen werden muss. In einer Studie der Stiftung Lesen1 zum Lesealltag von Kindern und Jugendlichen gaben die 12- bis 13-Jährigen das Fernsehen als wichtigstes Medium an. Hinsichtlich der Ergebnisse der „PISA-Studie 2000“2 zeigte sich, dass deutsche Schüler3 unterdurchschnittliche Kenntnisse und Fähigkeiten in der Lesekompetenz aufwiesen. Die Bundesrepublik Deutschland erreichte unter 31 Teilnehmerstaaten in diesem Bereich den 21. Platz. Damit unterstützen beide Studien die These, dass einerseits die Bedeutung der technischen Medien im Leben der Kinder und Jugendlichen zugenommen hat und andererseits die Lesefertigkeit der Schüler sich verringerte.

Die Kinder- und Jugendliteratur ist der Einstieg in den Umgang mit Literatur und fördert die lesende Aneignung von Texten. Der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht stellt dabei eine Möglichkeit dar, den Umgang mit Kinder- und Jugendbüchern im Deutschunterricht zu integrieren. Aus diesem Grund steht im Mittelpunkt dieser Arbeit der handlungs- und produktionsorientierte Umgang mit der Ganzschrift „Wuschelbär“ unter besonderer Berücksichtigung der Leseförderung.

In diesem Zusammenhang sollen Antworten auf folgende Leitfragen gefunden werden.

  1. Tragen die Verfahren des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts zu einem Aufbau bzw. Erhalt der Lesemotivation von Grundschülern bei?
  2. Inwieweit fördern die Verfahren des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts die schülerbezogene Erschließung und Interpretation eines Textes?

Die Auseinandersetzung und Vertiefung dieser Fragestellungen erfolgt in drei Hauptteilen.
Der erste Teil befasst sich mit den theoretischen Grundgedanken zu der Unterrichtseinheit. Zunächst wird der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht betrachtet, indem die Entwicklung, die grundlegende Konzeption und Zielsetzung, die Verfahrensweisen sowie die Kritikpunkte an dieser Unterrichtsform aufgezeigt werden. Anschließend wird in diesem Zusammenhang Bezug zu der Leseförderung genommen. Nach einer diesbezüglichen theoretischen Begriffsklärung wird auf das Medium Buch als Mittel der Leseförderung eingegangen und Kriterien zur Auswahl einer geeigneten Ganzschrift für den Unterricht dargestellt. Im letzten Abschnitt des Theorieteils befindet sich eine Erläuterung der Ganzschrift „Wuschelbär“, aus der ein Abriss zur Autorin Irina Korschunow als auch eine inhaltliche sowie formale Analyse des Kinderbuches hervorgeht.
Der zweite Hauptteil dieser Ausarbeitung umfasst neben der Begründung zur Buchauswahl die Planung der Unterrichtseinheit. Dabei werden das Thema, der zeitliche Ablauf, die Lernziele, die Bemerkungen zur Lerngruppe sowie die didaktischen und methodischen Überlegungen angeführt.
Der dritte Hauptteil dieser Arbeit beinhaltet die praktische Umsetzung und Darstellung des Unterrichts. Hierzu werden drei Unterrichtsstunden ausführlich betrachtet, in denen die Zielsetzung, die Lernausgangslage, die Sachanalyse, die didaktischen und methodischen Entscheidungen, der geplante Stundenverlauf und die Reflexion der Unterrichtsstunden dargestellt werden.
In einem abschließenden Fazit wird im letzten Teil dieser Ausarbeitung eine Reflexion des gesamten Unterrichtsvorhabens im Hinblick auf die praktische Durchführung vorgenommen.

2. Theoretische Grundlagen
2.1. Der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht
2.1.1. Entstehungshintergrund des handlungs - und produktionsorientierten Literaturunterrichts

In den sechziger Jahren wurde die Literaturwissenschaft durch Konzeptionen der Rezeptionsästhetik ergänzt, wodurch der individuelle Leseakt erkannt und erfasst wurde. Hieraus entstanden die anfänglichen konkretisierbaren Ansätze eines handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts. Unter dem Begriff der Rezeptionsästhetik vereinen sich literaturtheoretische Ansätze, die sich auf die Rezeption literarischer Texte und die Rolle des Lesers beziehen. Die Rezeptionsästhetik beinhaltet, dass ein Text kein statisches Gebilde darstellt. Vielmehr wirkt der Text auf Leseprozesse ein. Der Leser wird bei der Rezeption durch die Unbestimmtheit eines Textes zu subjektiven Gedankenvorgängen herausgefordert. Somit wird der Leser zum Mitproduzenten des Autors. Die Rezeption von Texten ist dadurch kein vollständig verobjektivierbares Geschehen, sondern erheblich von der momentan deutenden Aktivität des Lesers geprägt.4

[...]


1 Vgl. Stiftung Lesen (1996), 1.3.

2 Vgl. OECD PISA-Studie, http://www.mpib-berlin.mpg.de/pisa/.

3 Im Folgenden impliziert der Begriff Schüler auch Schülerinnen.

4 Vgl. Waldmann (1994), S. 471f.; Vgl. Payrhuber (2001), S. 121.


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