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Termpaper, 2003, 19 Pages
Author: Tanja Vorderstemann
Subject: English - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Tags: Mehrsprachigkeit, Fremdsprachenunterricht, Grundschule
Year: 2003
Pages: 19
Grade: Gut
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-21645-6
ISBN (Book): 978-3-638-77150-4
File size: 223 KB
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Abstract
In den vergangenen Jahren hat man sich immer mehr mit dem Thema Fremdsprachenunterricht auseinandergesetzt. Die Ursachen für das wachsende Interesse an dem Thema Mehrsprachigkeit liegen am „gesellschaftlichen Bedarf“1 an Fremdsprachen, welcher in der letzten Zeit erkennbar gestiegen ist. Dies ist abzulesen an den zusätzlichen Perspektiven für das Angebot an Fremdsprachen, durch die „Öffnung des europäischen Binnenmarktes“2 . Außerdem wächst der Bedarf an Fremdsprachenkenntnissen ständig, insbesondere durch die internationale Zusammenarbeit „im Rahmen der Wirtschaft“.3 Durch das zusammenwachsende Europa gehören die Kenntnis fremder Lebensweisen und Kulturen, sowie das Beherrschen mindestens einer Fremdsprache inzwischen zu den grundlegenden Qualifikationen. Der Grundschule kommt die wichtige Aufgabe zu, alle Schüler an die fremden Kulturen und Sprachen heranzuführen. Wegen der gestiegenen Prägnanz des Aspektes „Mehrsprachigkeit“ wurden Schulmodelle entwickelt und erprobt, die die Mehrsprachigkeit in die Schulen und besonders in die Grundschulen bringen sollen. Im Folgenden wird dargestellt, welche Modellversuche die Grundschulen in Deutschland bereits durchgeführt haben, um die Mehrsprachigkeit in den Grundschulen zu etablieren.
Excerpt (computer-generated)
Mehrsprachigkeit und Fremdsprachenunterricht in der Grundschule
Inhaltesverzeichnis
1. Einführende Bemerkung zum Aspekt Mehrsprachigkeit S. 1
2. Kurze Darstellung zweier Modelle, die Mehrsprachigkeit in die Schulen bringen
I. Begegnungssprachenkonzept S. 1- 2
II. Immersionsmodell S. 2- 3
Bestandsaufnahme der Modellversuche im Bezug auf die Mehrsprachigkeit in den Grundschulen:
I. Sachsen S. 3- 4
II. Nordrhein-Westfalen S. 4- 6
III. Rheinland Pfalz S. 6- 8
IV. Bayern S. 8- 9
V. Hessen S. 9-10
5. Tabellarischer Überblick S. 11
6. Eigene Überlegungen zu den in den Bundesländern umgesetzten Modellen S. 11-15
7. Schlusswort S. 15 16
8. Literaturverzeichnis S. 17
1. Einführende Bemerkung zum Aspekt Mehrsprachigkeit:
In den vergangenen Jahren hat man sich immer mehr mit dem Thema Fremdsprachenunterricht auseinandergesetzt. Die Ursachen für das wachsende Interesse an dem Thema Mehrsprachigkeit liegen am „gesellschaftlichen Bedarf“1 an Fremdsprachen, welcher in der letzten Zeit erkennbar gestiegen ist. Dies ist abzulesen an den zusätzlichen Perspektiven für das Angebot an Fremdsprachen, durch die „Öffnung des europäischen Binnenmarktes“2 . Außerdem wächst der Bedarf an Fremdsprachenkenntnissen ständig, insbesondere durch die internationale Zusammenarbeit „im Rahmen der Wirtschaft“.3 Durch das zusammenwachsende Europa gehören die Kenntnis fremder Lebensweisen und Kulturen, sowie das Beherrschen mindestens einer Fremdsprache inzwischen zu den grundlegenden Qualifikationen. Der Grundschule kommt die wichtige Aufgabe zu, alle Schüler an die fremden Kulturen und Sprachen heranzuführen. Wegen der gestiegenen Prägnanz des Aspektes „Mehrsprachigkeit“ wurden Schulmodelle entwickelt und erprobt, die die Mehrsprachigkeit in die Schulen und besonders in die Grundschulen bringen sollen. Im Folgenden wird dargestellt, welche Modellversuche die Grundschulen in Deutschland bereits durchgeführt haben, um die Mehrsprachigkeit in den Grundschulen zu etablieren.
2. Kurze Darstellung zweier Modelle, die Mehrsprachigkeit in die Schulen bringen:
I. Immersionsmodell
In diesem Modell werden die Schüler alle in einer Sprache Unterrichtet, die ihnen fremd ist. Die Kinder verfügen alle über eine „Muttersprache, die einen hohen Status hat“4. Sie entschließen sich freiwillig, in einer Minoritätssprache unterrichtet zu werden. Die Fremdsprache wird sozusagen als Vehicularsprache in allen Fächern eingesetzt.“5 Die Lehrer sind bilingual und können somit auch bei Problemen mit den Kindern in der Muttersprache sprechen. Dieses Modell hat einen hohen Erfolg in fremdsprachlichen Aspekten erbracht. Allein durch den hohen fremdsprachlichen Input, lernen die Schüler die Sprache schneller. Dennoch kann sich ein solches Sprachbad nicht durchsetzen, da es zu wenig ausgebildete LehrerInnen gibt, die die „traditionellen Unterrichtsfächer der Grundschule in der Zweitsprache unterrichten können“6. Eine andere Möglichkeit des Immersionsmodells ist, die Klassen zusammenzusetzen zur Hälfte aus Kindern, die alle dieselbe Minderheitssprache sprechen. Die andere Hälfte besteht aus Kindern, die die jeweilige Landessprache sprechen. Die beiden Gruppen werden gemeinsam unterrichtet, so dass ein Teil des Unterrichts in der Mehrheitssprache und ein Teil in der Herkunftssprache stattfindet. Die „native speakers“ lernen die Herkunftssprache der ausländischen Kinder als eine Begegnungssprache, und für die ausländischen Kinder bedeutet dies ein Schutz ihrer Muttersprache.
II. Begegnungsmodell und „Lerne die Sprache des Nachbarn“:
[...]
1 Gnutzmann, C. S. 5
2 ebd.
3 ebd.
4 Belke, G. S. 10
5 Gompf, G. (1996). S. 23
6 Gompf, G. (1996), S. 28
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