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Diplomarbeit, 2002, 165 Seiten
Autor: Daniel Schmolke
Fach: Bauingenieurwesen
Details
Tags: Zusammenarbeit, General-, Nachunternehmern, Baumärkten, Beispiel, Großbritannien
Jahr: 2002
Seiten: 165
Note: sehr gut
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-21672-2
Dateigröße: 1788 KB
Die vorliegende Arbeit eröffnet einen durchdringenden Einblick in die Funktionsweisen der anglo- amerikanischen Bauwirtschaft und zeigt insb. ausführlich die Mechanismen der Zusammenarbeit der dortigen General- und Nachunternehmern auf. Rechtliche Wechselbeziehungen inklusive der häufig verwendeten anglo- amerikanischen Standardverträge werden ebenso dargestellt wie die üblichen Vergabeformen. Daraus werden Anhaltspunkte für Optimierungspotenziale nach angloamerikanischen Vorbild abgeleitet.
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Zusammenfassung / Abstract
Seit Mitte der neunziger Jahre befindet sich die deutsche Bauwirtschaft in einer Rezession, deren Ende zur Zeit nicht absehbar zu sein scheint. Die momentane Situation wird im allgemeinen als pessimistisch und desolat angesehen. Die Finanzknappheit der Bauherren, die Osterweiterung des überregionalen Baumarktes und der zunehmende Konkurrenzdruck auf dem heftig umkämpften Baumarkt zwingt sowohl Planer als auch die ausführenden Unternehmen oftmals zur Akquisition von Aufträgen mit Hilfe von Angeboten, die nicht einmal zur Deckung der Fixkosten ausreichen. Obwohl auf ausländischen Baumärkten ähnliche Situationen zu finden sind zeigen Studien, dass besonders in Deutschland das Bauen vergleichsweise teuer ist . Funktionale Ausschreibung, Schlüsselfertigbau und die Nachfrage nach kompletten Baudienstleistungen sind zwar noch nicht ausschließlich marktbestimmend, bedingen aber heutzutage immer öfter die Involvierung von Hauptunternehmern in das Baugeschehen. Im Hinblick auf die Zusammenarbeit von General- und Nachunternehmern und ein möglicherweise nutzbares Optimierungspotenzial, welches durch ein verbessertes Miteinander freigesetzt werden könnte, wurden in der Vergangenheit in Deutschland nur wenige Untersuchungen durchgeführt. Ein Grund dafür ist in der konträren Position der beiden Baubeteiligten zu sehen, das durch Misstrauen und Preisdruck gekennzeichnet ist. Die Beschaffung von zuverlässigen Informationen gestaltet sich somit als sehr kompliziert, weil beide Baubeteiligten befürchten, dass vertrauliche und wettbewerbsfördernde Informationen nach außen getragen werden könnten. Im angloamerikanischen Raum hingegen sind trotz der forschungswidrigen Umstände, die diese Thematik mit sich bringt, Versuche unternommen worden, um das Verhältnis zwischen General- und Nachunternehmern zu beleuchten und vermutete Optimierungspotenziale aufzudecken.
Textauszug (computergeneriert)
Bergische Universität Wuppertal
Lehr- und Forschungsgebiet
Baubetriebslehre
Diplomarbeit
zur Erlangung des Grades eines Diplom-Bauingenieurs
über das Thema
Die Zusammenarbeit von General- und Nachunternehmern
auf ausländischen Baumärkten am Beispiel von Großbritannien und den USA
von cand.-ing.: Daniel Schmolke
Abgabetermin: Montag, 05.08.2002
Vorwort
Derzeit wird an der Bergischen Universität Wuppertal durch das Lehrgebiet Baubetriebslehre, zusammen mit verschiedenen Partnerunternehmen aus der Wirtschaft, ein von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Forschungsprojekt mit dem Titel "Wertschöpfungspartnerschaften durch vertikale Kooperationen zwischen General- und Nachunternehmern im Schlüsselfertigbau" bearbeitet.
Zusätzlich unterstützt durch das "Betriebswirtschaftliches Institut der Bauindustrie" (BWI-Bau) und durch den "Zentralverband Deutsches Baugewerbe" (ZDB) wird der Frage nachgegangen, inwiefern durch Kooperationen und Partnerschaften von General- und Nachunternehmern bisher ungenutzte Potenziale der Kosteneinsparung freigesetzt werden können, um angesichts der angespannten Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt dem internationalen Wettbewerb trotzen zu können.
Motiviert wird diese Diplomarbeit durch den Ansporn, einen grundlegenden Einblick in die ausländische Bauwirtschaft und deren Funktionsweisen zu gewähren. Es werden wichtige Grundlagen für das oben genannte Forschungsprojekt geschaffen, auf denen dann aufbauend weitere Forschungen basieren können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 1
1.1 Bedeutung des Themas und Einordnung in den übergeordneten Kontext ... 1
1.2 Begründung der thematischen Abgrenzung ... 2
1.3 Ziele und Gliederung ... 3
2 Volkswirtschaftliche Bedeutung und strukturelle Gliederung der Bauwirtschaft im angloamerikanischen Wirtschaftsraum ... 5
2.1 Zusammenhänge und Bewertungskriterien einer modernen Volkswirtschaft ... 5
2.2 Die derzeitige Situation der Volkswirtschaft in Großbritannien und in den USA und deren zeitliches Wachstum ... 5
2.2.1 Definition und Bedeutung des Wirtschaftswachstums ... 5
2.2.2 Chronologie des Wirtschaftswachstums in Großbritannien und den USA ... 7
2.3 Volkswirtschaftliche Kenngrößen in der britischen und amerikanischen Bauwirtschaft ... 10
2.3.1 Bautätigkeit ... 10
2.3.1.1 Preisindices für Baustoffe und Bauleistungen ... 10
2.3.1.2 Auftragseingänge ... 12
2.3.1.3 Abgeschlossene Bautätigkeiten ... 14
2.3.2 Betriebsgrößenklassen, Beschäftigte und Umsatz ... 17
2.4 Marktlage und Wettbewerbssituation ... 21
2.4.1 Insolvenzquoten ... 21
2.4.2 Liquidationssicherung ... 24
2.4.3 Arbeitslosenquoten ... 25
2.5 Bedeutung der Bauwirtschaft für die angloamerikanische Volkswirtschaft ... 26
2.6 Wichtige Besonderheiten der britischen und amerikanischen Bauwirtschaft ... 28
2.7 Kausalität des strukturellen Wandels und kritische Bewertung der Entwicklungstendenzen in der angloamerikanischen Bauwirtschaft ... 29
3 Vertragliche Beziehungen und Wettbewerbsmechanismen der angloamerikanischen Baubeteiligten ... 33
3.1 Die charakteristischen Tätigkeiten der Baubeteiligten ... 33
3.1.1 Bauherr ... 35
3.1.2 Architekt ... 36
3.1.3 Bauingenieur ... 37
3.1.4 Fachplaner ... 38
3.1.5 Sonderfachleute ... 38
3.2 General- und Nachunternehmer als Fachfirmen der Bauausführung ... 39
3.2.1 Definition und Abgrenzungskriterien ... 39
3.2.2 Das Leistungsangebot ... 46
3.2.3 Die Gründe des Bauherren für die Beauftragung eines Generalunternehmers ... 50
3.2.4 Der Nachunternehmer ... 51
3.2.5 Vorteile und Risiko des Nachunternehmereinsatzes aus Sicht des Generalunternehmers ... 54
3.3 Vergabeformen und Wettbewerbsgrundlagen ... 57
3.3.1 Traditionelle Vergabeform (traditional method) ... 59
3.3.2 Gesamtvergabe von Planungs- und Bauleistungen (design and build methods) ... 60
3.3.2.1 Entwerfen und Errichten (design and build) ... 61
3.3.2.2 Schlüsselfertige Vergabe (turnkey) ... 62
3.3.3 Getrennte Vergabe von Planungs- und Bauleistungen (management methods) ... 62
3.3.3.1 Koordination durch einen construction manager (construction management) ... 62
3.3.3.2 Koordination durch einen management contractor (management contracting) ... 65
3.3.4 Planen und Koordinieren (design and management method) ... 67
3.4 Vertragsarten ... 67
3.4.1 Preisbasierte Leistungsverträge (price based contracts) ... 69
3.4.1.1 Einheitspreisvertrag (admeasurement contract) ... 69
3.4.1.2 Pauschalverträge (lump sum contract) ... 69
3.4.2 Kostenbasierte Aufwandsverträge (cost based contracts) ... 70
3.4.2.1 Stundenlohnverträge mit vorgegebenen Einheitspreisen (schedule of rates contract) ... 70
3.4.2.2 Stundenlohnvertrag ohne vorgegebene Einheitspreise (schedule of prices contract) ... 71
3.4.2.3 Kostenrückerstattungsverträge (cost reimbursable contracts) ... 71
3.4.3 Zielsetzende Verträge (target contracts) ... 73
3.4.3.1 Ziel-Kostenvertäge (cost target contracts) ... 74
3.4.3.2 Ziel-Zeitverträge (time target contracts) ... 74
3.4.3.3 Ziel-Leistungsverträge (performance target contracts) ... 75
3.4.4 Britische Standardverträge ... 77
3.4.4.1 Vertragswerke des FIDIC ... 77
3.4.4.2 ICE Conditions of Contract ... 79
3.4.4.3 New Engineering Contract ... 80
3.4.5 Amerikanische Standardverträge ... 85
4 Aktuelle Beziehungen angloamerikanischer General- und Nachunternehmer ... 87
4.1 Grundlegende Geschäftsbeziehungen und übliche Generalunternehmer-Praktiken ... 87
4.2 Die gegenseitige Abhängigkeit und Erwartungshaltung von angloamerikanischen Generalunternehmer und Nachunternehmer ... 89
4.3 Submission ... 91
4.3.1 Ablauf und gebräuchliche Formen der Submission ... 93
4.3.2 Verhalten und Preispolitik der Nachunternehmer ... 101
4.3.3 Wichtige Kriterien der Generalunternehmer bei der Auftragsvergabe ... 102
4.3.4 Faktoren für die wiederholte Auftragserteilung ... 106
4.4 Konfliktschwerpunkte und Lösungsansätze ... 107
4.4.1 Zahlungsmoral und Liquiditätssicherung ... 109
4.4.2 Preisdruck ... 111
4.4.3 Termindruck ... 112
4.4.4 Qualität ... 113
4.4.5 Mangelhafte Weitergabe von Informationen und unvorteilhafte Kommunikation ... 114
4.4.6 Fehlende Anerkennung von Erfahrung, Kompetenz und Know-how ... 115
4.5 Ursachen und Folgen der Interessenkonflikte ... 116
4.5.1 Bauablauf- und Terminverzögerungen ... 117
4.5.1.1 Häufigkeit von Terminverzögerungen ... 117
4.5.1.2 Ursachen für Terminverzögerungen ... 119
4.5.2 Nachträge ... 122
4.5.2.1 Ursachen von Nachträge ... 122
4.5.2.2 Nachtragshäufigkeit ... 125
4.5.2.3 Nachtragshöhe ... 127
4.6 Partnerschaftliche Kooperationsbeziehungen als Entschärfung der Konfliktpotentiale? ... 128
4.7 Schlichtungsmechanismen ... 133
4.7.1 Die Schlichtung durch einen Mediator ... 134
4.7.2 Der engineer in der Rolle des Schlichters nach der FIDIC ... 134
4.7.3 Die Schlichtung mittels Adjudicators nach dem NEC des ICE ... 135
4.7.4 Das britische Schlichtungsmodell "Dispute Adjudication Board" ... 137
4.7.5 Das amerikanische Schlichtungsmodell "Dispute Review Board" ... 137
4.7.6 Vorteile der Schlichtungsmechanismen ... 138
5 Resümee ... 140
5.1 Zusammenfassung ... 140
5.2 Perspektiven ... 142
Literaturverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Bedeutung des Themas und Einordnung in den übergeordneten Kontext
Seit Mitte der neunziger Jahre befindet sich die deutsche Bauwirtschaft in einer Rezession, deren Ende zur Zeit nicht absehbar zu sein scheint. Die momentane Situation wird im allgemeinen als pessimistisch und desolat angesehen. Die Finanzknappheit der Bauherren, die Osterweiterung des überregionalen Baumarktes und der zunehmende Konkurrenzdruck auf dem heftig umkämpften Baumarkt zwingt sowohl Planer als auch die ausführenden Unternehmen oftmals zur Akquisition von Aufträgen mit Hilfe von Angeboten, die nicht einmal zur Deckung der Fixkosten ausreichen.
Obwohl auf ausländischen Baumärkten ähnliche Situationen zu finden sind zeigen Studien, dass besonders in Deutschland das Bauen vergleichsweise teuer ist1. Funktionale Ausschreibung, Schlüsselfertigbau und die Nachfrage nach kompletten Baudienstleistungen sind zwar noch nicht ausschließlich marktbestimmend, bedingen aber heutzutage immer öfter die Involvierung von Hauptunternehmern in das Baugeschehen.
Im Hinblick auf die Zusammenarbeit von General- und Nachunternehmern und ein möglicherweise nutzbares Optimierungspotenzial, welches durch ein verbessertes Miteinander freigesetzt werden könnte, wurden in der Vergangenheit in Deutschland nur wenige Untersuchungen durchgeführt. Ein Grund dafür ist in der konträren Position der beiden Baubeteiligten zu sehen, das durch Misstrauen und Preisdruck gekennzeichnet ist.
Die Beschaffung von zuverlässigen Informationen gestaltet sich somit als sehr kompliziert, weil beide Baubeteiligten befürchten, dass vertrauliche und wettbewerbsfördernde Informationen nach außen getragen werden könnten. Im angloamerikanischen Raum hingegen sind trotz der forschungswidrigen Umstände, die diese Thematik mit sich bringt, Versuche unternommen worden, um das Verhältnis zwischen General- und Nachunternehmern zu beleuchten und vermutete Optimierungspotenziale aufzudecken.
1.2 Begründung der thematischen Abgrenzung
Großbritannien und die USA wurden bewusst als Repräsentanten für ausländische Baumärkte gewählt. Zum einen leistet die Baubranche in diesen Ländern ebenso wie in Deutschland einen wesentlichen Beitrag an dem Ergebnis der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Zum anderen darf angenommen werden, dass aufgrund der Zugehörigkeit zum westlichen Kulturkreis durchaus eine gewisse Vergleichbarkeit und u.U. eine Übertragbarkeit auf die deutsche Bauwirtschaft hinsichtlich der Planung und Abwicklung von Bauprojekten gegeben ist.
In dieser Arbeit wird auf eine explizite Differenzierung zwischen dem britischen und dem amerikanischen Baumarkt verzichtet, weil die verwendeten Begriffe und die grundlegende Charakterisierung der Zusammenarbeit von General- und Nachunternehmer nur geringe Unterschiede aufweisen und größtenteils auf identischen Grundlagen basieren. Die prägenden Unterschiede werden an den entsprechenden Textpassagen betont hervorgehoben.
Die Verwendung der englischen Fachterminologie2 wird durch die Thematik dieser Arbeit begründet. Es soll vermieden werden, dass für ein und dieselbe Sache oder Personengruppe unterschiedliche Formulierung unter sonst gleichen Bedingungen entstehen. Daher wird auf eine Übersetzung verzichtet, wenn keine allgemein anerkannte deutsche Begriffsdefinition für einen englischen oder amerikanischen Ausdruck existent ist. Außerdem wird in der vorliegenden Ausarbeitung bereits durch die sowohl verwendete deutsche als auch englische Sprache ersichtlich, ob im speziellen der deutsche oder angloamerikanische Baumarkt angesprochen wird.
Um den zeitlichen Rahmen der Diplomarbeit nicht zu sprengen, wird sich der Verfasser auf das Sichten, Sortieren und kritische Bewerten der aktuell vorhandenen Fachliteratur beschränken. Eine eigene empirische Erhebung erscheint angesichts der bereits durchgeführten Befragungen von Generalunternehmern und Nachunternehmern auf den jeweiligen heimischen Baumärkten nicht sinnvoll und wird daher nicht vorgenommen. Statt dessen werden die Ergebnisse aus der heutigen Sicht und mit der Möglichkeit des daraus resultierenden erweiterten Horizontes deskriptiv und kritisch einander gegenüber gestellt, woraus sich die Grundlage für eigene weiterführende Schlussfolgerungen ergibt.
1.3 Ziele und Gliederung
Die vorliegende Arbeit wird dem Ziel gerecht, eine aktuelle Übersicht über die gemeinsame Bautätigkeit von Generalunternehmern und den von ihnen beauftragten Nachunternehmern des angloamerikanischen Baumarktes zu bieten. Zudem wird ausführlich auf die grundsätzlichen Mechanismen der Zusammenarbeit eingegangen. Zu nennen seien z.B. die Beziehungen der Baubeteiligten zueinander sowie die vertraglichen Rahmenwerke der angloamerikanischen Bauwirtschaft. Es werden sowohl Unterschiede als auch Parallelen zu den bekannten deutschen Verhältnissen aufgezeigt, um auf diese Weise zum Verständnis der Sachlage beizutragen und Missverständnissen vorzubeugen.
Im Anschluss an diese einleitenden Worte des ersten Kapitels widmet sich das zweite Kapitel der angloamerikanische Volkswirtschaften im Groben und der Bauwirtschaft im Besonderen. Neben den determinierenden Randbedingungen des Baumarktes werden darüber hinaus aktuelle Kenndaten der Bauwirtschaft angeführt und in Relation zu den Entwicklungen gesetzt, so dass abschließend der Strukturwandel und die Stellung der General- bzw. Nachunternehmer in der Baubranche dargestellt werden können.
Grundlegende Zusammenhänge bezüglich der rechtlichen und vertraglichen Wechselbeziehungen von angloamerikanischen Baubeteiligten werden in Kapitel drei aufgezeigt. Die Baubeteiligten mit Schwerpunkt auf den bauausführenden General- und Nachunternehmer werden erschöpfend vorgestellt und hinsichtlich ihrer Tätigkeiten charakterisiert. Darüber hinaus werden die Vergabeformen von Bauleistungen und die zur Anwendung kommenden Vertragsarten inklusive der häufig verwendeten Standardverträge vorgestellt.
Kapitel vier wird die Geschäftsbeziehungen der General- und Nachunternehmer ausführlich explizieren. Dabei werden sowohl die in der Praxis gebräuchlichen Submissionsverfahren erläutert als auch die gewichtigsten Interessenkonflikte angesprochen. Darüber hinaus werden die resultierenden Folgen verdeutlicht und Möglichkeiten der Konfliktlösung vorgestellt.
Abgeschlossen wird die vorliegende Ausarbeitung durch einen Ausblick auf sich abzeichnende Veränderungen des Baugeschehens und wünschenswerten weiterführende Untersuchungen.
2 Volkswirtschaftliche Bedeutung und strukturelle Gliederung der Bauwirtschaft im angloamerikanischen Wirtschaftsraum
2.1 Zusammenhänge und Bewertungskriterien einer modernen Volkswirtschaft
Moderne Volkswirtschaften nehmen einen großen Einfluss auf die am Markt tätigen Unternehmen und legen die Randbedingungen für den Wettbewerb fest.
[...]
1 Department of Trade and Industry (Hrsg.), in: Construction Statistics Annual 2001 Edition, London, 2001, S.201
2 im folgenden kursiv dargestellt
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