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Endogene Wachstumstheorie - modelle mit Humankapitalbildung

Scholary Paper (Seminar), 2001, 24 Pages
Author: Christian J. Mueller
Subject: Economics / Business: Political Economics

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 24
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V17001
ISBN (E-book): 978-3-638-21688-3

File size: 148 KB
Notes :
Die Arbeitet durchleuchtet einen aktuellen Teilbereich der endogenen Wachstumstheorie. Nach einem Überblick über Wachstumstheorie im Allgemeinen erfolgt eine Abgrenzung der endogenen Wachstumstheorien von exogenen Modellen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Vorstellung von endogenen Wachstumsmodellen, die den Faktor Humankapital in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen stellen.



Excerpt (computer-generated)

Heinrich-Heine-Universitat Düsseldorf
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Hausarbeit zur Erlangung eines Seminarscheins

Endogene Wachstumstheorie
Modelle mit Humankapitalbildung

Christian Muller
Abgabetag: 17.10.2001

 

Gliederung

I. Einführung in die Thematik 1

II. Überblick über die Entwicklung der Wachstumstheorie als Forschungsgebiet der Volkswirtschaftslehre 1

A. Das Harrod-Domar-Modell 1

B. Neoklassische Wachstumstheorie: Das Solow-Modell 2

1. Modellannahmen 2
2. Wachstum im Solow-Modell und Steady State 3
3. Schwachpunkte der neoklassischen Wachstumstheorie 4

III. Die endogene Wachstumstheorie, Wachstumsmodelle mit Humankapitalbildung 5

A. Einordnung verschiedener endogener Wachstumsmodelle 5

B. Endogene Wachstumsmodelle mit Humankapitalbildung 5

1. Das .AK-Modell(?)g 5
a) Funktionsweise des Modells 5
b) Schwachpunkte des AK-Modells 6
2. Modelle mit Humankapitalbildung: Ein Ein-Sektoren Ansatz 7
a) Grundannahmen des Modells 7
b) Funktionsweise des Modells 7
(i) Grundsätzliche Überlegungen 7
(ii) Grenzproduktivitaten und Entlohnung der Einsatzfaktoren 8
(iii) Wachstum im Ein-Sektoren-Modell 8
c) Würdigung des .Ein-Sektoren-Ansatzes(?)g 9
3. Zwei-Sektoren-Modell: Das Uzawa-Lucas-Modell 9
a) Grundlagen 9
b) Langfristiges Wachstum und Wachstumsgleichgewicht im Uzawa-Lucas-Modell 10
(i) Exkurs: Die Keynes-Ramsey-Regel 10
(ii) Anwendung der Ramsey-Regel auf das Uzawa-Lucas-Modell 11
(iii) Interpretation des Wachstumsausdrucks im Uzawa-Lucas-Modell 12
(iv) Praktische Bedeutung und Würdigung des Uzawa-Lucas-Modells 13
4) Learning-by-Doing-Modell 14
a) Einführung 14
b) Grundgedanken der Learnig-by-doing-Modelle 14

IV. Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit 14

Literaturverzeichnis 16

Mathematischer Anhang 18

Abkürzungsverzeichnis
[in Downloaddatei enthalten]

 

I. Einführung in die Thematik

Eine der aktuellsten Fragen, der sich die Volkswirtschaftslehre seit einiger Zeit stellen muss, ist die nach den Hintergründen des wirtschaftlichen Wachstums. Worin liegen die Ursachen für wirtschaftliche Entwicklung und worin liegen die Grunde für die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung verschiedener nationaler Volkswirtschaften? Die Wachstumstheorie, als Facette der Volkswirtschaftslehre, versucht Antworten auf diese Fragen zu geben.

Ziel dieser Arbeit ist es, verschiedene Modellansatze vorzustellen und zu würdigen, mit denen im Rahmen der endogenen Wachstumstheorie versucht wird, die Fragen nach wirtschaftlichem Wachstum zu beantworten. Der Schwerpunkt wird hierbei auf Modellen mit Humankapitalbildung liegen. In einem ersten Teil der Arbeit wird kurz auf die geschichtliche Entwicklung der Wachstumstheorie eingegangen. Anschließend wird stellvertretend für die Modelle der neoklassischen Wachstumstheorie in aller Kurze das Solow-Modell des wirtschaftlichen Wachstums vorgestellt. Aus den Schwachen dieses Modells wird im Anschluss daran die "neue" endogene Wachstumstheorie vorgestellt. Der Ein-Sektoren- Ansatz der endogenen Wachstumstheorie, sowie das Uzawa-Lucas-Modell stellvertretend für die Zwei-Sektoren Modelle werden ausführlich vorgestellt und abschießend in einem Fazit kritisch gewürdigt.

Zur Erreichung einer besseren Lesbarkeit wird im Text auf eine genaue Herleitung von mathematischen Zusammenhangen verzichtet. Die Herleitungen konnen den in der Gliederung erwahnten Anlagen entnommen werden.

II. Überblick über die Entwicklung der Wachstumstheorie als Forschungsgebiet der Volkswirtschaftslehre

A. Das Harrod-Domar-Modell

Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts befassen sich Ökonomen mit den Ursachen des wirtschaftlichen Wachstums. Als Wachstumstheorie im engeren Sinne gelten jedoch erst die postkeynesianischen Theorien mit den Hauptvertretern Harrod (1939) und Domar (1946). Der an Keynes anknüpfende Ansatz ist heute als Harrod-Domar-Modell bekannt.1 Die genaue Funktionsweise dieses Ansatzes soll hier nicht ausführlich thematisiert werden, grundlegende Modellannahmen sind jedoch für das Verständnis der später ausführlicher dargestellten Modelle von Bedeutung. Keynes betrachtet in seinem Werk „General Theory of Employment, Interest and Money“ die wirtschaftliche Entwicklung lediglich aus einer kurz- bis mittelfristigen Perspektive. Der Kapazitätseffekt von Nettoinvestitionen bleibt daher im Gegensatz zum Einkommenseffekt unberücksichtigt. Harrod und Domar erweitern Keynes´ Grundmodell dahingehend, dass nunmehr langfristiges Wachstum untersucht wird. Das Zusammenspiel von Kapazitäts- und Einkommenseffekten von Nettoinvestitionen steht hierbei im Vordergrund.2 Domar geht in keynesianischer Tradition von einer konstanten marginalen Sparquote (s) aus, zusätzlich aber noch von einem fixen Kapitalkoeffizienten (v) in der gesamtwirtschaftlichen Produktionsfunktion. Die Angebotsseite wird also dadurch modelliert, dass die proportionale Entwicklung des Outputs im Vergleich zum Kapitalstock per Voraussetzung angenommen wurde. Investitionen schaffen neue Kapazitäten, die auch zur Produktion von mehr Gütern ausgenutzt wird. Damit aber keine Nachfragelücke entsteht, muss die erhöhte Produktion aus den erweiterten Kapazitäten auch nachgefragt werden. Das dafür notwendige Einkommen entsteht wiederum durch den Einkommenseffekt der Investitionen. Wenn aber nun s und v ?konstant sind, so muss die gesamtwirtschaftliche Nachfrage in genau dem Umfang wachsen wie die Kapazitäten. Eine konstante Nachfrage würde hingegen eine Nachfragelücke verursachen. Da die Gleichgewichtsbedingung die Gleichheit von Ersparnissen und Investitionen verlangt, müssen auch die Investitionen im gleichen Maße wie die Kapazitäten wachsen. Diese gleichgewichtige Wachstumsrate ist genau bestimmt durch die Sparquote s und den Koeffizienten v: gy= s/v (1).3

Harrod erweitert dieses Grundmodell, indem er die bei Domar als unabhängige Variable erscheinenden Investitionen zu erklären versucht. Er zeigt dabei die Bedingungen auf, aufgrund derer Investitionen zustande kommen, die ein störungsfreies Wachstum gewährleisten können.4

B. Neoklassische Wachstumstheorie: Das Solow-Modell

1. Modellannahmen

[....]


1 Vgl.Frenkel; Hemmer (1998), S. 9.
2 Vgl. Maußner, Alfred; Klump, Rainer (1998): S. 19f.
3 Vgl. Frenkel; Hemmer (1998), S. 11 - 16.
4 Ders., S. 17ff.


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