Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Der Roman als aufklärerisches Instrument - Candide close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Der Roman als aufklärerisches Instrument - Candide

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2000, 34 Pages
Author: Eva Neuhaus
Subject: Romance Languages - French Literature

Details

Event: Französische Romantheorien im 18. Jahrhundert
Institution/College: University of Dusseldorf "Heinrich Heine" (Romanisches Seminar)
Tags: Roman, Instrument, Candide, Französische, Romantheorien, Jahrhundert
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2000
Pages: 34
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V17002
ISBN (E-book): 978-3-638-21689-0

File size: 431 KB

Abstract

"...mais il faut cultiver notre jardin." Diesen letzten Satz aus Voltaires Erzählung "Candide ou l′optimisme" wird der aufmerksame Leser so schnell nicht vergessen. Er liefert gleichsam eine Lebensweisheit sowie eine Art Lösung der philosophischen Probleme, mit denen der Protagonist in der Abenteuergeschichte konfrontiert wird. In der vorgelegten Arbeit geht es darum, diese aufzuzeigen und darzulegen, wo der Aufklärer Voltaire sich in ihnen wiederfindet.


Excerpt (computer-generated)

DER ROMAN ALS AUFKLÄRERISCHES
INSTRUMENT: CANDIDE



Vorgelegt von: Eva Neuhaus

Inhaltsverzeichnis

Einleitung 1

1. Bedeutung Voltaires als Repräsentant der Aufklärung 3

2. Candide als conte philosophique 6

2.1. Kurze Inhaltsdarstellung 6
2.2. Merkmale des conte philosophique 8

3. Voltaires "philosophischer Garten" 16

3.1. Kritik an der Leibniz-Theodizee oder die Frage nach dem Bösen in der Welt 16
3.2. Candides Desillusionierung 22
3.3. Die conclusion 27

Literaturverzeichnis 31

A. Text 31
B. Sekundärliteratur 31

 


Einleitung

...mais il faut cultiver notre jardin. Diesen letzten Satz aus Voltaires Erzählung "Candide ou l′optimisme" wird der aufmerksame Leser so schnell nicht vergessen. Er liefert gleichsam eine Lebensweisheit sowie eine Art Lösung der philosophischen Probleme, mit denen der Protagonist in der Abenteuergeschichte konfrontiert wird. In meiner Arbeit geht es darum, diese aufzuzeigen und zu zeigen, wo der Aufklärer Voltaire sich in ihnen wiederfindet.

Bemerkenswert ist, daß niemand vor Voltaire im 18. Jahrhundert eine Erzählung geschrieben hat, die nicht nur viele aufklärerische Gedanken in sich vereint, sondern sie sogar so geschickt mit der Geschichte verknüpft, ohne daß diese wie eine schlichte Ansammlung von Maximen wirkt., was Voltaire gerade im Candide besonders gut gelungen ist, was am damaligen Erfolg des Buches erkennbar ist. Mein Thema stellt sich insofern als reizvoll dar, als daß zwar viel Sekundärliteratur zum Candide zu finden ist, daß sich aber nur wenige damit beschäftigt haben, herauszufiltern, wie genau die in die Geschichte verkleidete aufklärerische Intention, die dahinter steckt, auf den Leser wirkt und mit welchen Mitteln Voltaire versucht, auch beim Leser ein aufgeklärtes Denken zu evozieren. Zunächst werde ich den Autor kurz in die Epoche des 18. Jahrhunderts einordnen und erklären, daß er dieses Zeitalter der Aufklärung mit vorangetrieben und geprägt hat in der ihm eigenen kämpferischen und mutigen Weise, wobei deutlich werden soll, wie vielseitig Voltaire selber war, wenn man bedenkt, daß er nicht nur Schriftsteller, Dichter und Denker, sondern auch Literaturkritiker und Geschichtskenner war, was auch erklärt, wieso das Werk an sich so vielschichtig ist. Dann werde ich zum besseren Verständnis den Inhalt von Candide gekürzt wiedergeben und einige hervorstechende Merkmale dieses conte philosophique mit Textbeispielen erläutern. Dabei soll unter anderem deutlich werden, warum sich gerade der Roman in der hier dargestellten Weise als Medium für die aufklärerischen Gedanken Voltaires so gut eignet. Nicht berücksichtigen kann ich hier, daß der conte an sich gleichzeitig auch eine Parodie des typischen idealen Abenteuerromans, so wie er zu dieser Zeit verfaßt wurde, darstellt. Im folgenden werde ich einige der philosophischen Fragestellungen, die im Candide behandelt werden, aufgreifen. Dabei werde ich mich hauptsächlich auf Voltaires satirische Kritik an Leibniz′ Theodizee und die Optimismus-Philosophie konzentrieren, um aufzuzeigen, wie schnell Spekulationen vom menschlichen Sein lächerlich erscheinen können. Voltaire stellt jedoch durch die Erlebnisse seines Helden nicht nur eine Theorie, sondern auch das Leben an sich und seinen Schöpfer in Frage, was ich auch ansprechen möchte. Es soll deutlich werden, wie komplex das Werk ist, und dies ist auch der Grund dafür, weshalb ich sehr viele Zitate aus dem Text genommen habe, da dieser selbst am besten widerspiegelt, worum es Voltaire geht, wenn man auf die leisen und auch lauten Untertöne achtet.

Weitere Beispiele der Kritik an der politischen, sozialen und religiösen Realität des 18. Jahrhunderts würden allerdings den Rahmen dieser Arbeit sprengen, darum werden sie nur am Rande erwähnt. Schließlich werde ich die Entwicklung der Hauptfigur mit seiner kontinuierlichen Desillusionierung, aber Reifung darstellen, um auf die anschließende conclusion hinzuführen, die Voltaires Absicht klar ausdrücken soll, daß der Mensch sich von allen Illusionen und Spekulationen freimachen solle, um durch Arbeit dem Leben einen Sinn zu geben.

1. Bedeutung Voltaires als Repräsentant der Aufklärung

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Die Nibelungenklage - Sagenstoff in historischem Gewand?

Author: Peter Lindhorst
German Studies - Older German Literature, Mediaevistik, 2003 Download as PDF-file for 7,99 EUR

Das Vorbild der okzitanischen Lyrik

Author: Philipp Maurer
German Studies - Older German Literature, Mediaevistik, 2005 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/17002/der-roman-als-aufklaererisches-instrument-candide
please wait Please wait