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Termpaper, 2003, 13 Pages
Author: Steffen Knäbe
Subject: Sociology - Culture, Technology, Peoples / Nations
Details
Tags: Weber, Politik, Beruf
Year: 2003
Pages: 13
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-21944-0
ISBN (Book): 978-3-638-78812-0
File size: 130 KB
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Abstract
Max Weber wurde am 21.04.1864 in Erfurt geboren. Nach dem Studium der Jurisprudenz, Philosophie, Nationalökonomie und Geschichtswissenschaft an den Universitäten Heidelberg, Straßburg, Berlin und Göttingen absolvierte er das Erste Juristische Staatsexamen. Während der Referendariatszeit wurde er in Berlin zum Dr. jur. promoviert. Es folgte die Habilitation für die Fächer Römisches (Staats- und Privat-) Recht und Handelsrecht, dann die Bestellung zum nichtetatmäßigen Außerordentlichen Professor für Handelsrecht und Deutsches Recht an der Juristischen Fakultät der Berliner Universität. 1894 folgte er einer Berufung auf ein Ordinariat für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Universität Freiburg, 1897 auf ein Ordinariat für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft in Heidelberg, hier als Nachfolger von Karl Knies. 1903 legte er, nach einer schweren Krankheit, sein Lehramt nieder. Von da an war er nur noch Honorarprofessor, ohne zu lehren und ohne Sitz und Stimme in der Fakultät. Er lebte als Privatgelehrter in Heidelberg, bis er, nach einem Gastsemester an der Universität in Wien, 1919 die Nachfolge von Lujo Brentano an der Universität München antrat. Er starb am 14.06.1920 in München. Er arbeitete diese Sondererscheinungen des mittelmeerisch-westlichen Kulturkreises heraus, nicht um seine Überlegenheit, sondern um seine Andersartigkeit gegenüber anderen Kulturkreisen zu betonen. Freilich wollte er das Entstehen dieser Andersartigkeit auch erklären. Dafür wählte er einen mehrdimensionalen historischen Ansatz, der gegen die Einseitigkeit sowohl der materialistischen wie der idealistischen Geschichtsbetrachtung gerichtet ist.
Excerpt (computer-generated)
Seminar:
„Moderne Gesellschaften. Kultur und Struktur“
Thema:
„Max Weber: Politik als Beruf“
Studienrichtung: Lehramt an Regelschulen
Studienfächer: Sozialkunde, Sport
Steffen Knäbe
25.01.2003
Inhaltsverzeichnis
1. Max Weber 03
2. Der moderne Staat 05
2.1 Gewalt und Politik 05
2.2 Herrschaft und Führer 06
2.3 Staat und Ordnung 07
3. Politik als Beruf 08
4. Die Situation in Deutschland 11
5. Zusammenfassung 12
1. Max Weber
Max Weber wurde am 21.04.1864 in Erfurt geboren. Nach dem Studium der Jurisprudenz, Philosophie, Nationalökonomie und Geschichtswissenschaft an den Universitäten Heidelberg, Straßburg, Berlin und Göttingen absolvierte er das Erste Juristische Staatsexamen. Während der Referendariatszeit wurde er in Berlin zum Dr. jur. promoviert. Es folgte die Habilitation für die Fächer Römisches (Staats- und Privat-) Recht und Handelsrecht, dann die Bestellung zum nichtetatmäßigen Außerordentlichen Professor für Handelsrecht und Deutsches Recht an der Juristischen Fakultät der Berliner Universität. 1894 folgte er einer Berufung auf ein Ordinariat für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Universität Freiburg, 1897 auf ein Ordinariat für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft in Heidelberg, hier als Nachfolger von Karl Knies. 1903 legte er, nach einer schweren Krankheit, sein Lehramt nieder. Von da an war er nur noch Honorarprofessor, ohne zu lehren und ohne Sitz und Stimme in der Fakultät. Er lebte als Privatgelehrter in Heidelberg, bis er, nach einem Gastsemester an der Universität in Wien, 1919 die Nachfolge von Lujo Brentano an der Universität München antrat. Er starb am 14.06.1920 in München.
Max Weber, erst Rechtswissenschaftler, dann Nationalökonom, schließlich Soziologe, gehört zu den weltweit anerkannten deutschen Wissenschaftlern des 20. Jahrhunderts. Wichtige Teile seiner Werke sind inzwischen in viele Sprachen übersetzt. Er gab der im 19. Jahrhundert entstandenen Soziologie eine neue Richtung, indem er Verstehen und Erklären sowie vergleichende und entwicklungsgeschichtliche Betrachtung bei der Untersuchung der großen Kulturkreise der Menschheit miteinander verband.
Max Webers Interesse galt dabei vornehmlich der Eigenart und Entwicklung des mittelmeerisch-westlichen Kulturkreises, dem er kulturelle und institutionelle Erfindungen von universeller Bedeutung zuschrieb: so etwa den bürokratischen Verfassungsstaat, die experimentelle Naturwissenschaft, die akkordharmonische Musik, die perspektivische Malerei, vor allem aber den marktwirtschaftlichen Kapitalismus. In all diesen Sondererscheinungen sah er eine besondere Art von Rationalismus repräsentiert. Diesem spürte er nach bis in seine religiösen Wurzeln. Damit suchte er zugleich zu zeigen, dass Religion und Rationalismus nicht immer Gegensätze sein müssen, sondern dass Religion die Entwicklung von Rationalismus auch begünstigen kann.
Max Weber arbeitete diese Sondererscheinungen des mittelmeerisch-westlichen Kulturkreises heraus, nicht um seine Überlegenheit, sondern um seine Andersartigkeit gegenüber anderen Kulturkreisen zu betonen. Freilich wollte er das Entstehen dieser Andersartigkeit auch erklären. Dafür wählte er einen mehrdimensionalen historischen Ansatz, der gegen die Einseitigkeit sowohl der materialistischen wie der idealistischen Geschichtsbetrachtung gerichtet ist.
Max Webers wissenschaftliches Erbe, das im Max-Weber Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien kreativ angeeignet und weiterentwickelt werden soll, findet sich vor allem in drei Teilen seines Werkes: in den Gesammelten Aufsätzen zur Wissenschaftslehre mit den Studien zu einer kulturwissenschaftlichen Fundierung von Historiographie und Soziologie, in den Gesammelten Aufsätzen zur Religionssoziologie mit den Studien über die Wirtschaftsethik der Weltreligionen, in Wirtschaft und Gesellschaft mit den universalhistorischen Studien über das Verhältnis von Wirtschaft, Religion, Recht und Herrschaft. Es handelt sich dabei um Studien, die nicht allein die Herkunft der modernen westlichen Kultur, sondern auch ihre voraussichtliche Zukunft beleuchten, und dies im Blick auf andere Kulturentwicklungen. Insofern dienen sie der Verständigung über uns selbst - gemäß der Einsicht, dass nur der seine Kultur kennt, der nicht nur seine Kultur kennt
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