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Die soziale Plastik - Kunst und Gesellschaft bei Joseph Beuys

Scholary Paper (Seminar), 2001, 19 Pages
Author: Birgit Michels
Subject: Sociology - Media, Art, Music

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 19
Grade: 1,5
Language: German
Archive No.: V17388
ISBN (E-book): 978-3-638-21975-4

File size: 186 KB


Excerpt (computer-generated)

Die soziale Plastik -
Kunst und Gesellschaft bei Joseph Beuys

 

 

von Birgit Michels

1 THEMA UND ABGRENZUNG 3

2 KUNST UND GESELLSCHAFT  4

2.1 Eine historische Betrachtung  5
2.2 Eine soziologische Betrachtung  6

3 DER ERWEITERTE KUNSTBEGRIFF 8

3.1 Der Beuyssche Kunstbegriff  9

3.1.1 Die Theorie  9
3.1.2 Die Praxis  11

3.2 Der soziale Organismus  12

3.2.1 Die Theorie  12
3.2.2 Die Praxis  14

4 SOZIOLOGISCHE ASPEKTE IM ERWEITERTEN KUNSTBEGRIFF 16

5 FAZIT  18

6 LITERATURVERZEICHNIS 20

 

 



1 THEMA UND ABGRENZUNG

Die Frage nach der Bedeutung der Kunst für eine Gesellschaft findet schon seit längerer Zeit nicht mehr nur in Künstlerkreisen, sondern auch in der Soziologie und anderen Wissenschaften größere Beachtung. In diesem Kontext entstanden einige Theorien, die den Zusammenhang von Kunst und Gesellschaft zu erfassen versuchen, bzw. widerlegen möchten. Eine besonders interessante Theorie innerhalb dieses Themenkomplexes ist die des erweiterten Kunstbegriffs von Joseph Beuys. Er betrachtet das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Kunst aus anthropologischer Sicht, ausgehend von der Annahme, daß der ganzheitliche Mensch in der Moderne verlorengegangen sei.

Gerade in unserer heutigen, von der Wissenschaft völlig vereinnahmten, technisierten Gesellschaft scheine die Bedeutung der Kunst, laut Beuys, nur noch auf einige periphere Lebensbereiche reduziert zu sein. Die so organisierte Welt jedoch weise gleichzeitig immer mehr unübersehbare Schwächen auf. Das Individuum trete immer häufiger zugunsten materieller u.ä. Interessen in den Hintergrund. Da nicht nur das gesellschaftliche Zusammenleben unter diesem, durch wissenschaftlichen Fortschritt verursachten Zustand leide, sondern dieses System auch unter ökologischen Gesichtspunkten über kurz oder lang zum totalen Zusammenbruch führe, ist, laut Beuys, eine Besinnung auf die künstlerischen Wesenszüge des Menschen unerläßlich. Ein allein auf wissenschaftlichen Grundlagen basierendes Gesellschaftssystem reicht seiner Meinung nach nicht aus, um ein ideales Zusammenleben innerhalb einer Gesellschaft zu ermöglichen. Bei Joseph Beuys steht das gesellschaftspolitische Engagement in engem Zusammenhang mit der Kunst, denn „die Kunst ist die einzige evolutionäre Kraft. Das heißt, nur aus der Kreativität des Menschen heraus können sich die Verhältnisse ändern.“1

Diese Überlegungen Beuys näher auszuformulieren und in die komplexen Theorien dieses vielbeachteten und oft mißverstandenen Künstlers weiter einzudringen, soll ein Ziel der hier vorliegenden Arbeit sein. Dazu möchte ich zunächst auf einige allgemeine, soziologische und historische Ansätze zu dieser Thematik eingehen, damit der gedankliche Hintergrund verständlicher wird. Nach eingehender Behandlung des Beuysschen Kunst- und Gesellschaftsbegriffs werde ich abschließend etwas näher auf die soziologischen Aspekte dieser Theorien eingehen. Eine relative Vereinfachung dieses vielschichtigen und facettenreichen Themas kann im Rahmen dieser Hausarbeit leider nicht vermieden werden. Aus diesem Grund sollen die wichtigsten Aspekte, die auch die Stützpfeiler des erweiterten Kunstbegriffs darstellen, hier besondere Beachtung finden.

2 KUNST UND GESELLSCHAFT

[...]


1 Beuys, Joseph zitiert in: Harlan / Rappmann / Schata: „Soziale Plastik. Materialien zu Joseph Beuys.“, S. 32. Künftig zitiert als „SP“.


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