Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Der Flexible Mensch - Die Kultur des neuen Kapitalismus; close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Der Flexible Mensch - Die Kultur des neuen Kapitalismus;

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 16 Pages
Author: Christian Meister
Subject: Sociology - Work, Profession, Education, Organisation

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 16
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V17440
ISBN (E-book): 978-3-638-22019-4

File size: 176 KB


Excerpt (computer-generated)

Der Flexible Mensch –
Die Kultur des neuen Kapitalismus; Richard Sennett

 

 


Vorgelegt von Christian Meister

Inhaltsangabe

1 Einleitung  4

2 Der flexible Mensch  4

2.1 Das Aufnehmen von Risiken in einer flexiblen Ordnung  6
2.2 Die Flexibilität in der neuen Wirtschaftsordnung  10

3 Horx und der “Smart Capitalism”  13

4 Fazit  15

5 Verwendete Literatur:  16

 

 


1 Einleitung

In seiner Arbeit “Der flexible Mensch – Die Kultur des neuen Kapitalismus”, 1998 im Original unter dem Titel “The Corrosion of Character” erschienen, beschreibt der nordamerikanische Soziologe und Kulturkritiker Richard Sennett die Auswirkungen der globalisierten Wirtschaft und der mit ihr einher gehenden Veränderungen in der Arbeitswelt, auf die Gesellschaft und das Individuum. Sennett untersucht die Anpassung, die die neue Wirtschaftsordnung den Lohnarbeitern aufzwingt und beschreibt die daraus folgenden Mutationen in Lebensführung und Selbstverständnis der Menschen. “Flexibilität” ist das Schlagwort des neuen Kapitalismus. Mehr als kritisch hinterfragt Sennett diese Haltung, die in der modernen Arbeitswelt mittlerweile zum kategorischen Imperativ geworden ist. Im folgenden sollen Sennetts Thesen zu der Veränderung innerhalb des Verhältnisses von Ökonomie und Gesellschaft dargelegt werden. Des weiteren soll Sennetts kritische Auseinandersetzung mit den neuen ökonomischen Verhältnissen durch eine positive Interpretation der in der Arbeitswelt einher gehenden Veränderungen konterkariert werden: Matthias Horx zeichnet in seiner Arbeit “Smart Capitalism – Das Ende der Ausbeutung” ein positives, ja fast schon euphorisches Bild der veränderten Arbeitswelt und ihrer Auswirkungen auf Mensch, Gesellschaft und Lebensführung.

2 Der flexible Mensch

Schon in der Einleitung der Arbeit macht Sennett sein Verständnis der neuen Wirtschaftsordung mit ihrem Leitpostulat “Flexibilität” deutlich: “Starre Formen der Bürokratie stehen unter Beschuß, ebenso die Übel blinder Routine. Von den Arbeitnehmern wird erwartet, sich flexibel zu verhalten, offen für kurzfristige Veränderungen zu sein, ständig Risiken einzugehen und weniger abhängig von Regeln und förmlichen Prozeduren zu werden.”1 Was auf den ersten Blick gar nicht so negativ, vielmehr wie eine positive Entwicklung klingt, wird durch Sennetts nähere Erläuterungen als problematische Veränderung erkennbar: Flexibilität, Veränderungen und das Eingehen von unkalkulierbaren Risiken erzeugen bei den Betroffenen Angst und Unsicherheit. Arbeitnehmer, die an eine überschaubare, geradlinige Karriere (“Die lebenslange Kanalisierung für die ökonomischen Anstrengungen des Einzelnen”2) voller Orientierungs und Bezugspunkte gewohnt sind, stehen plötzlich einer Situation gegenüber, die von ihnen verlangt, kurzfristige Arbeitsverhältnisse einzugehen, spontan zu reagieren und Risiken einzugehen. Eine weitere Problematik sieht Sennett in dem Anspruch des neuen Kapitalismus, dem Arbeitnehmer durch den Angriff auf starre Bürokratien mehr Freiheiten in der Gestaltung seiner Arbeitswelt zu geben: ”In Wirklichkeit schafft das Regime neue Kontrollen, statt die alten Regeln einfach zu beseitigen – aber diese Kontrollen sind schwerer zu durchschauen.”3

Schließlich verweist der Autor noch auf die Auswirkungen des neuen Regimes auf den persönlichen Charakter der ihm ausgesetzten Individuen. Nach Sennett konzentriert sich Charakter: “....insbesondere auf den langfristigen Aspekt unserer emotionalen Erfahrungen. Charakter drückt sich in Treue und gegenseitigen Verpflichtungen aus oder durch die Verfolgung langfristiger Ziele und den Aufschub von Befriedigung um zukünftiger Zwecke willen.”4 Wie aber, so Sennett, soll man im Rahmen einer ganz auf das kurzfristige ausgelegten Ökonomie langfristige Ziele verfolgen oder Loyalitäten und Verpflichtungen aufrecht erhalten? Sennett illustriert und entwickelt seine Thesen im Verlauf seiner Darlegungen anhand von realen Fallbeispielen, Menschen denen er mal mehr, mal weniger zufällig begegnet und in denen er die Auswirkungen des Flexiblen Kapitalismus wieder zu erkennen glaubt.

2.1 Das Aufnehmen von Risiken in einer flexiblen Ordnung

[...]


1 Sennett, R.: Der Flexible Mensch – Die Kultur des neuen Kapitalismus. Goldmann, 1998, Berlin. S.10
2 ebenda, S.10
3 ebenda, S.11
4 ebenda, S.11


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Das Ende der Dialektik

Author: Karen Dierking
Philosophy - Philosophy of the 19th Century, 2008 Download as PDF-file for 4,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/17440/der-flexible-mensch-die-kultur-des-neuen-kapitalismus
please wait Please wait