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Termpaper, 2003, 16 Pages
Author: Julia Dust
Subject: Pedagogy - Adult Education
Details
Institution/College: University of Hamburg (Pädagogik)
Tags: Lernberatung, Rahmen, Selbstgesteuertem, Lernen, Selbstgesteuertes, Lernen
Year: 2003
Pages: 16
Grade: 2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-22034-7
ISBN (Book): 978-3-640-46277-3
File size: 172 KB
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Abstract
Wir haben im Rahmen des Seminars „Selbstgesteuertes Lernen“ von P. Grell das Thema „Lernberatung“ gewählt. Uns interessierte an diesem Thema vor allem die Aufgabe und Rolle eines Lernberaters, mit dem besonderen Blick auf seine Möglichkeiten und Grenzen. Aufgrund der begrenzten Referatszeit und der Weite des Themas ist eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dieses Aspekten zwar nicht möglich gewesen, aber wir hoffen, einen guten Überblick über die Thematik geben zu können. Bei der Recherche zu diesem Thema ist uns aufgefallen, dass es zwar einige Literatur zu diesem Thema gibt, allerdings wurde oft nicht deutlich, vor welchem wissenschaftlichem Hintergrund oder welcher Theorie die jeweiligen Konzepte entstanden sind. Unsere Hauptquellen waren das Buch „Selbstgesteuertes Lernen in der Weiterbildungspraxis“ von Stephan Dietrichs (Hrsg.) und der Aufsatz „Lernberatung: Konzeptionelle Antwort der organisierten Erwachsenenbildung auf die Anforderungen des selbstorganisierten und – gesteuerten Lernens“ von Rosemarie Klein und Gerhard Reutter.
Excerpt (computer-generated)
Lernberatung im Rahmen von "Selbstgesteuertem Lernen"
Julia Dust
Inhalt
1 Einleitung 4
2 Was ist Beratung? 4
2.1 Der Unterschied zwischen einer Beratung und einer Therapie 4
2.2 Selbstverständnis einer Beratung 5
2.3 Definition von Lernberatung 6
2.3.1 Lernberatung im engeren und weiteren Sinn 6
3 Geschichte der Lernberatung 7
4 Wozu braucht man Lernberatung? 8
5 Phasen einer Lernberatung 9
5.1 Die Vernetzungsberatung 10
6 Leitprinzipien einer Lernberatung 11
7 Kernelemente der Lernberatung 12
7.1 Das Lerntagebuch 13
8 Kompetenzen und Anforderungen eines Lernberaters 13
8.1 Verantwortung des Beraters 14
9 Offene Fragen und Schlussbetrachtung 15
10 Literaturverzeichnis 16
1 Einleitung
Wir haben im Rahmen des Seminars "Selbstgesteuertes Lernen" von Petra Grell das Thema "Lernberatung" gewählt. Uns interessierte an diesem Thema vor allem die Aufgabe und Rolle eines Lernberaters, mit dem besonderen Blick auf seine Möglichkeiten und Grenzen. Aufgrund der begrenzten Referatszeit und der Weite des Themas ist eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dieses Aspekten zwar nicht möglich gewesen, aber wir hoffen, einen guten Überblick über die Thematik geben zu können. Bei der Recherche zu diesem Thema ist uns aufgefallen, dass es zwar einige Literatur zu diesem Thema gibt, allerdings wurde oft nicht deutlich, vor welchem wissenschaftlichem Hintergrund oder welcher Theorie die jeweiligen Konzepte entstanden sind. Unsere Hauptquellen waren das Buch "Selbstgesteuertes Lernen in der Weiterbildungspraxis" von Stephan Dietrichs (Hrsg.) und der Aufsatz "Lernberatung: Konzeptionelle Antwort der organisierten Erwachsenenbildung auf die Anforderungen des selbstorganisierten und - gesteuerten Lernens" von Rosemarie Klein und Gerhard Reutter.
2 Was ist Beratung?
2.1 Der Unterschied zwischen einer Beratung und einer Therapie
Nach Wahrig Deutsches Wörterbuch wird Beratung als "Erteilung von Rat" und Therapie als "heilende Behandlung von Kranken" [<grch. therapeia "Dienst, Behandlung, Pflege, Heilung", Wahrig Fremdwörterlexikon] definiert. Also kann eine erste Unterscheidung der Begriffe darin bestehen, dass die Ziele einer Therapie und Beratung verschieden sind. Bei einer Therapie geht es darum einen Menschen zu "heilen", bei der Beratung geht es darum einen Menschen eine Zeit lang zu begleiten und ihn bei einem Problemlösungsprozess zu unterstützen. Dementsprechend wird ein Mensch, der eine Beratung aufsucht Klient genannt, während eine Person, die therapeutische Hilfe in Anspruch nimmt als Patient bezeichnet wird. Grundsätzlich wird also davon ausgegangen, dass Klienten in der Lage Ihre Lebenssituation noch eigenständig regeln zu können und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Sie brauchen in ihren Schwierigkeiten eine Hilfestellung, sie sind aber gesunde Menschen. Beim Patienten ist der Verlust von Kontroll- und Steuerungsfunktionen so groß, dass er sein Leben nicht mehr ohne schwerwiegende Störungen selbst regulieren kann, sondern massive Hilfe braucht es handelt sich hier also um kranke Menschen. Im Gegensatz zu einer Therapie, wird in einer Beratung die Problemdefinition (also Ursache, Reichweite, mögliche Lösungsstrategien) ausschließlich von dem Beratenden selber gegeben und von dem Berater respektiert.
Beratung Therapie
- Klienten - Patienten
· können ihre Lebenssituation noch eigenständig regeln · können ihr Leben nicht mehr ohne schwerwiegende Störungen selbst regeln · werden bei einem Problemlösungsprozess begleitet · werden geheilt · der Beratende selber definiert sein Problem und setzt Grenzen · der Patient wird u.U. auch auf seine Abwehrstruktur aufmerksam gemacht bzw. diese wird durchbrochen
Die Schwierigkeit der Abgrenzung wird jedoch deutlich, wenn man den Krankheits- und Gesundheitsbegriff differenzierter betrachtet. Ab wann ist jemand krank, wann gesund? Außerdem verschwimmen die Grenzen bei genauerer Betrachtung der Vorgehensweise in vielen Beratungen. Werden z.B. während eines Beratungsprozesses auch Aspekte aus der Vergangenheit des Klienten aufgegriffen, kann es zu tiefgreifenden Auseinandersetzungen und Reflexionen kommen, die sich von Prozessen während einer Therapie kaum unterscheiden.
2.2 Selbstverständnis einer Beratung
[...]
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