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Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky. Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft am Beispiel des Leistungsangebots der Gesetzlichen Krankenversicherung

Termpaper, 2003, 40 Pages
Author: Elsmarie Metternich
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 40
Grade: noch nicht benotet
Language: German
Archive No.: V17465
ISBN (E-book): 978-3-638-22040-8

File size: 363 KB


Excerpt (computer-generated)

Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky.
Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft
am Beispiel des Leistungsangebots der Gesetzlichen Krankenversicherung




von Elsmarie Metternich

INHALTSVERZEICHNIS 2

TABELLENVERZEICHNIS 3

EINLEITUNG  4

1 DEFINITION GESUNDHEIT UND KRANKHEIT 6

1.1 GESUNDHEIT 6
1.2 KRANKHEIT 7

2 DAS KONZEPT DER SALUTOGENESE VON AARON ANTONOVSKY 8

2.1 GESUNDHEIT IM SALUTOGENETISCHEN MODELL 9

2.1.1 Das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum 9
2.1.2 Gesundheitsfaktoren und Risikofaktoren 10
2.1.3 Stressoren und Spannungszustand 11
2.1.4 Generalisierte Widerstandsressourcen 12
2.1.5 Das Kohärenzgefühl 12

3 GESUNDHEITSWISSENSCHAFT 14

3.1 AUFGABEN DER GESUNDHEITSWISSENSCHAFT 15

3.1.1 Gestaltung des Gesundheitssystems 16
3.1.2 Gesundheitsförderung 18
3.1.3 Gesundheitsaufklärung und -beratung 19

4 AUFGABEN DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG 20

4.1 LEISTUNGEN DER AOK 20

5 RELEVANZ DES KONZEPTES DER SALUTOGENESE FÜR DIE GESUNDHEITSWISSENSCHAFT 24

5.1 POTENTIALE DER SALUTOGENESE FÜR DAS DEUTSCHE GESUNDHEITSSYSTEM 24
5.2 PROBLEMATIK BEI DER UMSETZUNG 26

6 SCHLUSSBETRACHTUNG 28

LITERATURVERZEICHNIS 29

ANHANG 1 33

ANHANG 2 38








Einleitung

Die finanzielle Situation des Sozialversicherungssystems in Deutschland hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verschlechtert. Insbesondere die Kosten im Gesundheitswesen sind von den gesetzlichen Krankenkassen kaum noch aufzubringen. Sinkende Einnahmen einerseits sowie steigende Lebenszeit und Multimorbidität andererseits machen eine Neustrukturierung der Finanzierung im Gesundheitswesen erforderlich.

Seitens der Politik wird nach Lösungen gesucht, die die Leistungsfinanzierer nachhaltig entlasten. Gegenstand gegenwärtiger Reformbemühungen ist z.B. die Verlagerung der Kosten bei Zahnbehandlungen durch private oder staatliche Zusatzversicherungen auf die Patienten selbst und pauschale Zuzahlungen beim Arztbesuch. Damit soll kurzfristig eine finanzielle Entlastung der Krankenkassen erreicht werden sowie langfristig das Verantwortungsbewusstsein der Versicherten für die eigene Gesundheit gefördert werden.

Ob eine finanzielle Mehrbelastung als Motivationsgrundlage für ein gesundheitsförderndes Verhalten ausreicht, muss allerdings sowohl politisch als auch sozial kritisch betrachtet werden. Daher ist zu überlegen, ob das gegenwärtige Gesundheitssystem durch neue Ansätze entlastet werden kann und ob Krankenkassen die geeignete Organisationsform sind, um neue Konzepte einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen. Die Gesundheitswissenschaft als noch junge Disziplin in Deutschland könnte hier möglicherweise neue Impulse in die politische Diskussion bringen. Da in der Salutogenese Gesundheit und Krankheit und deren Interpretation von besonderer Bedeutung sind, soll zunächst beschrieben werden, welche Vorstellungen von diesen Begriffen im gegenwärtigen Gesundheitssystem bestehen. Anschließend wird ANTONOVSKYS Konzept der Salutogenese vorgestellt. Danach folgt die Auseinandersetzung mit der Gesundheitswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Differenzierung zu den Gesundheitswissenschaften. Um die mögliche Relevanz der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft exemplarisch zu verdeutlichen, wird als Handlungsfeld das Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung am Beispiel der AOK dargestellt.

1 Definition Gesundheit und Krankheit

Gesundheit und Krankheit sind geläufige Begriffe im alltäglichen Sprachgebrauch, die jedoch mit ganz unterschiedlichen Bedeutungen belegt sein können. Es existieren Vorstellungen von Gesundheit als das Fehlen von Krankheit, aber auch Interpretationen, in denen das Wohlbefinden eine erhebliche Rolle spielt.

1.1 Gesundheit

Im PSCHYREMBEL wird "Gesundheit" in dreierlei Weise beschrieben:

Zunächst wird die WHO-Definition herangezogen, die sich schwerpunktmäßig auf körperliches, geistiges, seelisches und soziales Wohlbefinden bezieht. Dann folgt die Beschreibung der biomedizinischen Auffassung, die einen engeren Rahmen steckt im Sinne des Fehlens von Störungen oder Veränderungen bzw. der Nicht-Nachweisbarkeit von Krankheiten und pathologischen Veränderungen. Schließlich wird der sozialversicherungs-rechtliche Sinn aufgeführt, der Gesundheit als Voraussetzung für Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit sieht (vgl. PSCHYREMBEL 2002).

Bereits hier wird deutlich, dass sehr unterschiedliche Interpretationen von Gesundheit bestehen. Betrachtet man die in Deutschland üblichen medizinischen Behandlungsverfahren, so ist festzustellen, dass überwiegend symptom- bzw. krankheitsbezogen gearbeitet wird. Dieser biomedizinische Ansatz findet sich auch bei den Leistungsfinanzierern wieder. Insbesondere im Bereich der von den gesetzlichen Krankenversicherungen getragenen Behandlungen sind kaum Anwendungen aufgeführt, die einen ganzheitlichen Ansatz haben und nicht nur auf die "Reparatur" eines Defektes abzielen. Erst seit einigen Jahren ist es z.B. möglich, bei einigen Krankenkassen die Kosten für eine Akupunkturbehandlung geltend zu machen. Maßnahmen der Gesundheitsförderung beziehen sich in der Regel auf die Vermeidung von Risikofaktoren, die die Entstehung von Krankheiten begünstigen.

1.2 Krankheit

[...]


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