Autor: Katrin Malina M.A.
Fach: Pädagogik - Sonstiges
Details
Jahr: 2003
Seiten: 26
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 256 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-22055-2
ISBN (Buch): 978-3-638-64525-6
Kapitel: Organisationsformen und Supervisionsprozess sind sehr gut!!!
Zusammenfassung / Abstract
Wenn sich Menschen in organisierter Form zusammenfinden, beispielsweise im Beruf, kann es zu Spannungen oder Konflikten kommen. Diese Spannungen und Konflikte führen oft zu verhängnisvollen psychischen Folgen für den Einzelnen und entsprechend negativen Auswirkungen auf das Arbeitsergebnis. Seit langem werden deshalb in unterschiedlichen Bereichen (in der Wirtschaft, Verwaltung, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Sport) verschiedene Formen der psychosozialen Unterstützung, Begleitung und Reflexion von Arbeitsprozessen eingesetzt. Eine Form ist die Supervision, eine Beratungsmethode für Menschen die mit Menschen arbeiten. Diese Methode verfolgt das Ziel, die Beziehungen der Menschen in und bei der Arbeit zu verbessern und sollte daher in jeder Institution angeboten werden. Die vorliegende Arbeit gliedert sich in drei Teilbereiche. Zunächst soll geklärt werden, was sich denn eigentlich hinter dem Begriff Supervision verbirgt. Neben der Darstellung verschiedener Definitionen werden die Ziele der Supervsion aufgezeigt. Im zweiten Tei der Arbeit erfolgt die Darstellung verschiedener Methoden und Interventionsformen sowie Organisationsformen. Der letzte Teil der Arbeit unfasst die Beschreibung eines Sozialisationsprozess.
Textauszug (computergeneriert)
Supervision. Ein Beratungsangebot für Menschen
die mit Menschen arbeiten
von Katrin Malina
Inhalt
Was ist Supervision? 2
Ziele der Supervision 4
Methoden und Interventionsformen 5
Organisationsformen (Settings) 10
Supervisionsprozess 16
Erfahrungsbericht einer Sozialarbeiterin 22
Literatur 25
Was ist Supervision?
Wenn sich Menschen in organisierter Form zusammenfinden, beispielsweise im Beruf, kann es zu Spannungen oder Konflikten kommen. Diese Spannungen und Konflikte führen oft zu verhängnisvollen psychischen Folgen für den Einzelnen und entsprechend negativen Auswirkungen auf das Arbeitsergebnis. Seit langem werden deshalb in unterschiedlichen Bereichen (in der Wirtschaft, Verwaltung, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Sport) verschieden Formen der psychosozialen Unterstützung, Begleitung und Reflexion von Arbeitsprozessen eingesetzt. Eine Form ist die Supervision, die das Ziel verfolgt, die Beziehungen der Menschen in und bei der Arbeit zu verbessern (vgl. Nando Belardi).
Bei meiner Internetrecherche, habe ich viele Definitionen zur Supervision gefunden. Am eindeutigsten und verständlichsten fand ich die Erklärung auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Supervision e.V. (DGSV). Im folgenden die wichtigsten Erklärungen:
- Supervision ist eine Beratungsmethode, die zur Sicherung und Verbesserung der Qualität beruflicher Arbeit eingesetzt wird.
- Supervision bezieht sich dabei auf psychische, soziale und institutionelle Faktoren. Sie setzt sich konstruktiv mit Erlebnissen, Problemen, Konflikten und Fragen aus dem beruflichen Alltag auseinander.
- Supervision unterstützt die Entwicklung von individuellen Problemlösungskonzepten, bei der Begleitung von Strukturveränderungen und die Entwicklung der Berufsrolle.
- Supervision bietet Chancen zur emotionalen Entlastung des Einzelnen, zur Erhöhung der Arbeitszufriedenheit im Team, zur Personalentwicklung der gesamten Organisation - und somit zu einer
Effizienzsteigerung von Arbeit.
- Supervision arbeitet selbstreflexiv, sie instruiert oder schult nicht, sondern fördert das Lernen von Einzelpersonen, Gruppen, Teams und Organisationen.
- Supervision verläuft dabei in einer interaktiven Suchbewegung von Supervisor/in und Supervisand/innen.
- Supervision stammt aus der Tradition sozialer Arbeit und hat hier ein wichtiges Betätigungsfeld. Sie basiert auf Kenntnissen und Theorien aus Psychologie, Soziologie, Sozialarbeit und Kommunikationswissenschaften.
- Supervision reflektiert im beruflichen Alltag den Zusammenhang zwischen Person, beruflicher Rolle, Organisationen und Klientel.
Weitere Definitionen: "Supervision ist eine Methode zur Reflexion beruflichen Handeln und Erlebens. Denn neben der fachlichen Kompetenz müssen persönliche Fähigkeiten im ständigen Umgang mit Belastungssituationen und institutionellen Rahmenbedingungen entwickelt werden, die den arbeitsspezifischen Anforderungen gerecht werden. Supervision hat sich im sozialen Bereich etabliert und bietet damit Angehörigen beratender, therapeutischer, medizinischer, pflegerischer, sozialer und pädagogischer Berufe eine Möglichkeit, selbst beruflich handlungsfähig und zufrieden zu bleiben und gleichzeitig den anvertrauten Menschen gerecht zu werden." (www.dialograum.de)
"Supervision ist eine Form berufsbezogener Beratung. Sie hat zum Gegenstand Szenen, Probleme, Konflikte aus ihrem beruflichen Alltag. Diese werden reflektiert vor dem Hintergrund von und der Dynamik zwischen ~ beruflicher Rolle und Aufgabenstellung ~ Anforderungen und Erwartungen von Klientinnen und Klienten bzw. Kundinnen und Kunden ~ institutionellen und organisatorischen Rahmenbedingungen und Strukturen ~ persönlichen Möglichkeiten und Kompetenzen" (www.barbara-steinhauser.de)
Supervision (supervidere = von ober herab überblicken) bedeutet, die Übersicht zu gewinnen. In der beruflichen Praxis versteht man allgemein die Supervision als Beratung und Reflexion von arbeitsbezogenen Problemstellungen. Supervision ist ein professioneller Standard für Menschen, die mit Menschen arbeiten, ob in sozialen Berufsfeldern oder zum Beispiel im Personalbereich von Unternehmen. Oft versteckte Potentiale werden in der Supervision wieder nutzbar gemacht, was die Arbeitszufriedenheit wesentlich erhöht. Die Kommunikation verbessert sich, die Arbeitsatmosphäre wird wieder entlastend und die fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen werden wieder gefördert.
Während sich Beratung als "zielgerichtete Suche nach der Lösung eines bereits benannten Problems" versteht, ist Supervision eine "zeitlich begrenzte fachliche Auseinandersetzung über die praktische Arbeit" (Pallasch/Mutzeck/Reimers, S.10). Ebenso wie die Beratung und das Training, orientiert sich die Supervision an den Prinzipien der humanistischen Psychologie. (www.berns-consulting.de)
Ziele der Supervision
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