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Scholary Paper (Seminar), 2003, 15 Pages
Author: Sascha Fiek
Subject: Ethics
Details
Institution/College: University of Freiburg (Zentrum für Ethik und Recht in der Medizin)
Tags: Präimplantationsdiagnostik, Blickwinkel, Aspekte, Status, Embryos
Year: 2003
Pages: 15
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-22083-5
ISBN (Book): 978-3-638-74709-7
File size: 141 KB
Das Seminar zählt zum ethisch-philosophischen Grundlagenstudium, welches Lehramtskandidaten in Baden-Württemberg absolvieren müssen.
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Abstract
Eine der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse des vergangenen Jahrhun-derts war zweifelsohne die Entdeckung der DNA-Doppelhelix durch Watson und Crick, welche 1962 dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden. Mit dem Wissen um die Existenz der Gene und deren Bedeutung eröffnete sich der Wissenschaft ein riesiges For-schungsfeld, welches heute mehr denn je im Blickpunkt der öffentlichen Diskussion steht. Denn nach vielen Jahren der Grundlagenforschung ist nun zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Zeit angebrochen, in der die Ergebnisse dieser Forschung in konkrete Anwendungs-möglichkeiten umgesetzt werden können. So fahndet die Polizei beispielsweise schon heu-te mit Hilfe des so genannten genetischen Fingerabdrucks nach Verbrechern, manche gene-tisch bedingte Erbkrankheiten lassen sich bereits im embryonalen Stadium diagnostizieren, erste Versuche der Gentherapie am Menschen wurden unternommen und auch das 1997 geborene und vor kurzem verstorbene Schaf „Dolly“ hat bewiesen, dass selbst das Klonen von höheren biologischen Lebewesen nicht mehr unmöglich ist. Besonders heftig umstritten ist derzeit, ob und in wie weit die Methode der PID künftig zugelassen werden soll. Hier stehen sich Befürworter und Gegner nahezu unversöhnlich gegenüber. Während die Befürworter in der PID nicht mehr als eine vorgezogene Pränatal-diagnostik sehen und keine weitreichenden Konsequenzen erwarten, warnen die Gegner vor einem ethischen Dammbruch, der in eine neue Eugenik münden könnte.
Excerpt (computer-generated)
Die Präimplantationsdiagnostik (PID) unter
dem Blickwinkel medi-zinischer, ethischer,
rechtlicher und sozialer Aspekte
von Sascha Fiek
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Aufgabenstellung 3
3. Die Präimplantationsdiagnostik 3
3.1 Voraussetzungen und Möglichkeiten der PID 3
3.2 Untersuchung des Erbmaterials 4
3.3 Risiken aus medizinischer Sicht 5
4. Die PID im gesellschaftlichen Kontext 6
4.1 Ethische Fragen 6
4.2 Rechtliche Dimension 9
4.3 Soziale Aspekte 11
5. Fazit 12
6. Literaturverzeichnis 13
6.1 Verwendete Literatur 13
6.2 Quellenangaben 13
1. Einleitung
Eine der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse des vergangenen Jahrhunderts war zweifelsohne die Entdeckung der DNA-Doppelhelix durch Watson und Crick, welche 1962 dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden. Mit dem Wissen um die Existenz der Gene und deren Bedeutung eröffnete sich der Wissenschaft ein riesiges Forschungsfeld, welches heute mehr denn je im Blickpunkt der öffentlichen Diskussion steht. Denn nach vielen Jahren der Grundlagenforschung ist nun zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Zeit angebrochen, in der die Ergebnisse dieser Forschung in konkrete Anwendungsmöglichkeiten umgesetzt werden können. So fahndet die Polizei beispielsweise schon heute mit Hilfe des so genannten genetischen Fingerabdrucks nach Verbrechern, manche genetisch bedingte Erbkrankheiten lassen sich bereits im embryonalen Stadium diagnostizieren, erste Versuche der Gentherapie am Menschen wurden unternommen und auch das 1997 geborene und vor kurzem verstorbene Schaf "Dolly" hat bewiesen, dass selbst das Klonen von höheren biologischen Lebewesen nicht mehr unmöglich ist. Dabei scheint diese Entwicklung keinesfalls am Ende zu sein. Dank der Forschung an embryonalen Stammzellen hoffen die Wissenschaftler auf neue Therapiemöglichkeiten, mit denen bislang unheilbare Krankheiten besiegt werden sollen. Und zahlreiche Literaten und Filmemacher zeichnen bereits jetzt das Bild einer Welt, die von genetisch optimierten Menschen bevölkert wird.
Doch all diese bereits existenten sowie künftige Anwendungsbereiche, die sich aus der Kenntnis und dem gezielten Umgang mit den in den Genen der DNA codierten Erbinformationen ergeben, sind mit Fragen und Problemen verknüpft, die weit über das technisch Machbare hinausgehen. Vielmehr werden durch die Anwendung gentechnischer Verfahren Bereiche tangiert, die sich mit grundsätzlichen Gedanken über die Existenz oder über die Bedeutung menschlichen Lebens beschäftigen. Zudem muss man für eine sachgerechte Diskussion zum Beispiel auch rechtliche und soziale Aspekte mit einbeziehen. Einer Antwort auf die Frage, wie die Möglichkeiten der Gentechnik sinnvoll und vernünftig eingesetzt werden können, kann man sich daher nur in einem intensiven und interdisziplinär ausgerichteten Diskurs nähern, der naturwissenschaftliche, politische, ethische sowie rechtliche, soziale und auch religiöse Positionen berücksichtigt. Besonders heftig umstritten ist derzeit, ob und in wie weit die Methode der PID künftig zugelassen werden soll. Hier stehen sich Befürworter und Gegner nahezu unversöhnlich gegenüber. Während die Befürworter in der PID nicht mehr als eine vorgezogene Pränataldiagnostik sehen und keine weitreichenden Konsequenzen erwarten, warnen die Gegner vor einem ethischen Dammbruch, der in eine neue Eugenik[1] münden könnte.
2. Aufgabenstellung
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Verfahren der PID unter möglichst vielen Blickwinkeln zu betrachten und einen Problemabriss zu geben. Dabei soll zunächst die Funktionsweise der PID erläutert und anschließend das Konfliktpotenzial aus der Sicht verschiedener Fachbereiche diskutiert werden. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass bei dem vorgegebenen Rahmen allenfalls ein knapper Überblick möglich ist. Für weitergehende Informationen sei daher schon hier auf die Literaturliste verwiesen.
3. Die Präimplantationsdiagnostik
[...]
[1] HU, S. 18
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