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Seminararbeit, 2003, 21 Seiten
Autor: Thomas Abels
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre
Details
Institution/Hochschule: Universität Duisburg-Essen (Internationale Wirtschaftsbeziehungen)
Tags: Ausländische, Direktinvestitionen, Entwicklung, Entwicklungsökonomik
Jahr: 2003
Seiten: 21
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-22143-6
Dateigröße: 457 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Ausländische Direktinvestitionen
und wirtschaftliche Entwicklung
Verfasser: Thomas Abels
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Theoretischer Ansatz
2.1 Die veränderte Beurteilung von Direktinvestitionen im Lauf der Zeit 3
2.2 Katalysatoreffekt durch forward- und backward-linkages 5
2.2.1 Angebot und Nachfrage 5
2.2.2 Effekte durch den Zutritt multinationaler Unternehmen 9
3. Empirische Analyse
3.1 Die Unternehmen 13
3.2 Determinanten von Linkages 14
3.2.1 Determinanten des industriellen Sektors 14
3.2.2 Firmeninterne Determinanten 15
3.2.3 Determinanten des Gastlandes 16
3.3 Ergebnisse 16
4. Schlussbetrachtung 17
1. Einleitung
Die Armut in den Entwicklungsländern dieser Welt hat ihren Ursprung in der Unterentwicklung der heimischen Wirtschaft. Für diesen Zustand gibt es verschiedene Erklärungsversuche. Hemmer sieht die Unterentwicklung als Folge unzureichender Kapitalbildung.1 Der Einsatz von Kapital steigert die Arbeitsproduktivität, dadurch die Produktion, die Kapitalakkumulation und somit das Wachstum der gesamten Wirtschaft. Dabei teilt er Kapital in Sach- und Humankapital und verweist ausdrücklich auf die Relevanz des Humankapitals. Auch Borensztein, De Gregorio und Lee (1998) kommen in ihrer Studie, in der 69 Entwicklungsländer mit industrialisierten Staaten verglichen werden, zu dem Schluss, dass Investitionen zwar einen erheblichen Beitrag zum wirtschaftlichen Wachstum tragen können, aber nur wenn ein ausreichender Bestand an Humankapital zur Verfügung steht.2 In dieser Arbeit soll es aber vorrangig um Sachkapital gehen und dabei insbesondere ausländische Direktinvestitionen als Möglichkeit der Kapitalbildung in unterentwickelten Ländern vorstellen. Es wird untersucht, wie sich der Eintritt von multinational operierenden Unternehmen auf Entwicklungsländer auswirkt. Vor allem gilt das Interesse der Wohlfahrtssituation in diesen Ländern. Auch die Reaktion der heimischen Firmen auf die Anwesenheit von multinationalen Unternehmen wird untersucht. Im theoretischen Teil wird ein Modell vorgestellt, welches sich mit den Verknüpfungen multinationaler Unternehmen mit der heimischen Wirtschaft beschäftigt. Diese Verknüpfungen entstehen durch die ausländischen Direktinvestitionen. Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit der empirischen Untersuchung dieser Verknüpfungen.
2. Theoretischer Ansatz
2.1 Die veränderte Beurteilung von Direktinvestitionen im Lauf der Zeit
Die starke Zunahme ausländischer Direktinvestitionen in letzter Zeit macht es immer wichtiger zu verstehen, welche Wirkungen diese entfalten und unter welchen Umständen sie volkswirtschaftlich wünschenswert sind.3 Früher war die allgemeine Meinung, diese Art der Investitionen wäre schlecht für die betroffenen Länder. Besonders zum Ausdruck kam dies in der Neoimperialismus- Theorie von Baran.4 Er ging davon aus, dass bereits die Besiedlungstaktik der Europäer dazu führte, dass sich die Welt derart in arme und reiche Länder aufteilte, wie noch heute zu beobachten ist. Überall dort, wo Kolonien in relativ kulturfreien Räumen entstanden sind, finden wir heute relativ reiche Länder, in denen die westliche Kultur etabliert wurde (Nordamerika, Australien, Neuseeland)5. Dort jedoch, wo es bereits vor der Kolonisierung durch die Europäer Kulturen gab, kam es zur reinen Ausbeutung. Laut Baran setzt sich dies bis heute fort. Die vollständigen Exporte der dort ansässigen Unternehmen verhindern die Kapitalbildung der heimischen Bevölkerung und somit eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.
Dass diese Argumentation zu kurz gegriffen war, hat sich heute im Allgemeinen durchgesetzt. Man ist zu dem Schluss gelangt, dass sich Direktinvestitionen multinationaler Unternehmen durchaus positiv auf die Entwicklung der heimischen Wirtschaft auswirken. Haddad und Harrison (1992) untersuchen in ihrer Studie die Effekte ausländischer Direktinvestitionen in Marokko.6 Dazu beobachteten sie die produzierende Wirtschaft in den Jahren 1985-1989 und legten besonderes Augenmerk auf den Vergleich der Produktivitäten zwischen multinationalen und heimischen Firmen. Sie stellten fest, dass in den Wirtschaftsbereichen in denen heimische und ausländische Firmen kooperierten, die Effizienz enorm gesteigert wurde. Das Effizienzwachstum in heimischen Unternehmen war sogar höher als bei ausländischen Firmen.
[...]
1 Hemmer, Wirtschaftsprobleme der Entwicklungsländer, Teil D Kap III
2 Borensztein, E. / De Gregorio, J. / Lee, J-W., How does foreign direct investment affect economic growth?, Journal of International Economics 45 (1998), S. 115-135
3 Für die folgenden Ausführungen vgl. Hemmer, H.R. Wirtschaftsprobleme der Enticklungsländer, Teil F Kap. III S.244 ff.
4 Vgl. Baran, P.A., The Political Economy of Growth, deutsche Übersetzung: Politische Ökonomie des wirtschaftlichen Wachstums.
5 Vgl. Baran S. 236
6 Haddad, M. / Harrison A. Spillovers and direct foreign investment, Journal of Development Economics 42, 1993, S.51-74
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