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Referat (Ausarbeitung), 2002, 13 Seiten
Autor: Susanne Linsel
Fach: Pädagogik - Geschichte der Päd.
Details
Institution/Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Erziehungswissenschaft)
Tags: Kindheit, Mittelalter, Geschichte, Pädagogik
Jahr: 2002
Seiten: 13
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-22202-0
Dateigröße: 165 KB
Die Ausarbeitung beruht hauptsächlicha uf dem Buch "Geschichte der Kindheit" von Philipe Ariès, in klarer Abgrenzung zu der Meinung von Lloyd DeMause zu speziellen Themengebieten. Im Anschluß werden Formen der Familie von Heidi Rosenbaum erläutert. Der Text ist in ausführlichen Stichpunkten verfasst, keine Zitate, sondern eher eine Zusammenfassung!
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Kindheit im Mittelalter
von Susanne Linsel
Inhaltsverzeichnis
1. Generelle Auffassung von Kindheit
2. Erziehung im Kindesalter
2.1 Das Wickeln
2.2 das Ammenwesen
2.3 Generelle Erziehungsmethoden [ Strafen, Einschüchterung, (sexuelle) Misshandlungen]
2.4 Kindesmord und Unfälle
2.5 Die Kleidung
2.6 Das Spiel
3. Die öffentliche Kleinkinderziehung
3.1 Das Schulwesen
3.2 Disziplinmaßnahmen im Schulwesen
4. Vorstellung von Familie
4.1 Formen der Familie ( Heidi Rosenbaum)
4.1.1 Der Bauernhaushalt
4.1.2 Der Handwerkerhaushalt
4.1.3 Der Heimarbeiterhaushalt
Literaturverzeichnis
1. Generelle Auffassung von Kindheit
Philipe Ariès
- die Gesellschaft hatte vom Heranwachsenden nur schwach entwickelte Vorstellungen
- die Dauer der Kindheit war auf das jüngste Kindesalter beschränkt, d.h. die Periode, in der das Kind nicht ohne fremde Hilfe auskommen konnte, übergangslos gehörte es zu den Erwachsenen
- es gab keine Etappen der Jugend
- das Verhältnis zwischen Kind und Eltern beruhte auf einem Lehrverhältnis, es lernte Dinge, indem es den Eltern bei der Arbeit half
- wenn das Kind starb, störte es die Leute nicht wirklich, es würde dann bald durch ein neues ersetzt werden können
- im 17. Jh. ist man nicht auf die Idee gekommen zwischen Kindheit und Pubertät eine Grenze zu ziehen, aus der Kindheit trat man heraus, in dem man aus dem Abhängigkeitsverhältnis heraustrat
- die Kindheit betreffenden Wörter werden oft für Menschen niedrigeren Standes benutzt "Los Kinder an die Arbeit"
- im 11. Jh. Sind Kinder kleine Erwachsene; Ausdruck und die übrigen Merkmale unterscheiden sich in nichts von denen der Erwachsenen (Kind wird oft mit der Muskulatur eines Erwachsenen dargestellt)
- die Vorstellung, dass man mehrere Kinder haben wollte, um wenigstens das eine oder andre am Leben zu erhalten, war tief verwurzelt, man konnte sich nicht zu sehr an etwas binden, das man als potentiellen Verlust betrachtete; die Gleichgültigkeit war eine Konsequenz der Demographie der Epoche
- mit der Christianisierung im 17 Jh. Kam eine neue Einstellung gegenüber der Kindheit zum Vorschein
- die mittelalterliche Gesellschaft hatte kein Verhältnis zur Kindheit, bzw. gab es kein bewusstes Verhältnis, deshalb gehörte das Kind auch nachdem es ohne ständige Fürsorge der Mutter überleben konnte, zu den Erwachsenen
- aufgrund der Naivität, der Niedlichkeit/Drolligkeit des Kindes, dient das Kind zur Erheiterung, es wird gehätschelt
Lloyd DeMause
- je weiter man in die Geschichte zurückgeht, sind die Eltern immer weniger in der Lage, den sich entwickelnden Bedürfnissen der Kindheit zu entsprechen
2. Erziehung im Kindesalter
Philipe Ariès
[...]
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