Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Die Entwicklung des Tugendbegriffes von der Antike bis zur Gegenwart close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Die Entwicklung des Tugendbegriffes von der Antike bis zur Gegenwart

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 19 Pages
Author: Mathias Antusch
Subject: Ethics

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 19
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V17720
ISBN (E-book): 978-3-638-22216-7

File size: 89 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität der Bundeswehr, München
Fakultät für Sozialwissenschaften
Hausarbeit zur Lehrveranstaltung Grundlagen philosophischer Ethik
Frühjahrtrimester 2003

Die Entwicklung des Tugendbegriffes
von der Antike bis zur Gegenwart

Mathias Antusch

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Tugendbegriff in der Antike 4
2.1 Der vorsokratische Tugendbegriff 4
2.2 Sokrates und Platon 5
2.3 Aristoteles 6
2.4 Die Tugend in der stoischen Lehre 8

3. Der Tugendbegriff in der christlichen Ethik 9
3.1 Die Tugend in der Bibel 9
3.2 Die Tugendlehre im Mittelalter 10

4. Neuzeitliche Gesichtspunkte der Tugendlehre 12
4.1 Der Tugendbegriff in der frühen Neuzeit bis zur französischen Revolution 12
4.2 Deutscher Rationalismus und Idealismus 14
4.3 Deutungen des 20. Jahrhunderts 16

5. Fazit und Ausblick 18

6. Literaturverzeichnis 20

 

1. Einleitung

Täglich geht eine wahre Informationsflut auf uns nieder. Im Fernsehren können wir live die Ereignisse rund um die Welt erleben. Permanent wird uns dabei eine objektive, neutrale Berichterstattung versprochen. Doch oft bleibt die Wahrheit im dunkeln, die Nachrichten werden zensiert, mitunter manipuliert, und dienen meist nur zur Beeinflussung der Menschen. Ihnen wird jeden Tag vorgegeben, was richtig und was falsch, wer gut und wer böse ist. Viele Menschen können damit leben, ist es doch bequem, sich mit Problemen nicht auseinander setzten zu müssen, sondern sich vorgefertigten Meinungen anzuschließen. Ist dies auch der Grund für das mangelnde Interesse an einer Diskussion um den Tugendbegriff? Oder ist die Ablehnung in dem verstaubtem Image des Begriffes begründet?

Dass es in den letzten Jahren doch ein Interesse an einer Diskussion gibt, zeigt zum Beispiel die populistische Publikation „Das Buch der Tugenden“ von Ulrich Wickert.1 Beachtung erhält der Tugendbegriff außerdem durch die neu entstandenen Probleme der Globalisierung. Gentechnik, Massentierhaltung, Umweltschutz und viele andere Themen erfordern eine Diskussion der Tugendethik.2

In dieser Seminararbeit soll die Veränderung des Tugendbegriffes, dessen Interpretation und die Diskussion um ihn, von der Antike bis zur Gegenwart betrachtet werden. Natürlich kann eine solche Darstellung nicht vollständig sein, zu groß ist die Zahl der Menschen, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

Für die Bearbeitung der Seminararbeit wurde folgende Literatur verwendet: Zunächst einmal natürlich die Standardnachschlagewerke der Philosophie, z.B. das „Metzler- Philosophie Lexikon“ von Prechtl/ Burkhard oder das „Philosophische Wörterbuch“ von Stockhammer. Auch das „Historisches Wörterbuch“ zur Philosophie von Rotter/ Virt ist sehr ausführlich und umfangreich. Ein kompaktes Werk zur Ethik allgemein ist Martin Honeckers „Einführung in die theologische Ethik“. Das Buch „Grundbegriffe der christlichen Ethik“ von Wils/ Mieth ist sehr ausführlich, aber auch schwer verständlich. Zuletzt möchte ich noch auf 2 unterhaltsame Werke hinweisen. Zum einen ist dies „Was taugt die Tugend“ von Anselm Winfried Müller, der in einer interessanten und leicht verständlichen Art und Weise das Thema bearbeitet. Zum anderen das Buch „Die Biologie der Tugend, warum es sich lohnt, gut zu sein“ von Matt Ridley, welcher die biologischen Zusammenhänge der Tugendethik erforscht hat.

2. Der Tugendbegriff in der Antike

2.1 Der vorsokratische Tugendbegriff

Zum wahrscheinlich ersten Mal werden Tugenden in den Homerischen Epen erwähnt, wenngleich nicht in der späteren Bedeutung moralischer Eigenschaften. Obwohl es eine Vielzahl von Tugenden gibt, zum Beispiel die der Götter, der Frauen oder der Tiere, so existiert kein Tugendkatalog. Charakterzüge wie Stärke, Erfolg oder Durchsetzungsvermögen machen die Arete3, hauptsächlich des Mannes, aus, und führen zu Ruhm und Ehre. In diesem Sinne ist die „körperliche Vortrefflichkeit des Mannes als Athlet, Krieger oder Sippenvorstand“ tugendhaft.4 Auch für Tyrtaios ist die Leistungsfähigkeit im Krieg die wichtigste Tugend, alle anderen sind zweitrangig. Hier zeigt sich zum ersten Mal ein politisch- soziales Kriterium der Arete, denn das Wohl der Gemeinschaft steht im Vordergrund, nicht der Ruhm des einzelnen Individuums.

Die vorsokratischen Philosophen hatten also kein Interesse an der Frage, was die Arete eigentlich sei, sie stellten lediglich einige Ausprägungen dar. 5

Die Frage nach der Arete, genauer gesagt, der Weg zum erstrebten Glücklichsein, wird erst in der Sophistik zentrales Thema der Philosophie. Ab dieser Zeit herrschte die Meinung unter den antiken Philosophen, dass Arete dem Menschen zu seinem letztendlichen Lebensziel verhilft – dem glücklich sein. Protagoras versteht das Gutsein politisch, ein guter Bürger ist ausgezeichnet durch „Klugheit sowohl in den eigenen, privaten Angelegenheiten (...) als auch in den Angelegenheiten der Stadt.“6 Gegensätzlicher Meinung ist Kallikles, welcher die Arete des Individuums darin sieht, frei und ungebunden zu sein, Macht und Begierde auslebend. Gerechtigkeit und Besonnenheit widersprächen der Natürlichkeit.

Trotz gegenteiliger Interpretationen ist das Grundverständnis der Arete bei den Philosophen gleich, denn Arete besitzt derjenige, der sich so verhält, wie es für sein persönliches Glücklichsein notwendig ist.

2.2 Sokrates und Platon

[....]


1 Wickert, Ulrich: Das Buch der Tugenden. Hamburg 1995
2 vor allem natürlich die Forderung der Global Governance Vertreter nach einer „Weltethik“
3 Arete (griech.) oder virtus (lat.) werden im allgemeinen mit Tugend übersetzt
4 Rotter, Hans/ Virt, Günter: Neues Lexikon der christlichen Moral. Wien 1990, S. 798
5 eine der Ausnahmen stellt z.B. Heraklid dar, der in der Wahrnehmung der Natur bzw. in der Wahrheit die größte Tugend sieht
6 Ritter, Joachim/ Gründer, Karlfried: Historisches Wörterbuch der Philosophie. Basel 1998 (Bd. 10, S. 1535)


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Die Konversion in der Linguistik

Author: Antonina Kostretska
German - German as a Foreign Language / Second Language, 2004 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Netzwerkkompetenzen

Author: Andrea Roth
Organisation and Administration, 2005 Download as PDF-file for 7,99 EUR

Ist die aristotelische Erkenntnistheorie empiristisch?

Author: Markus Andreas Mayer
Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language), 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR

Die Balanced Scorecard als Steuerungsinstrument im Vertrieb

Author: Christian Thoms
Economics / Business: Business Management, Corporate Governance, 2007 Download as PDF-file for 4,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/17720/die-entwicklung-des-tugendbegriffes-von-der-antike-bis-zur-gegenwart
please wait Please wait