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In welchem Verhältnis stehen für Quine die Begriffe Synonymie und Analytizität? close

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In welchem Verhältnis stehen für Quine die Begriffe Synonymie und Analytizität?

Essay, 2002, 6 Pages
Author: Peter Faulstich
Subject: Philosophy - Philosophy of the Present

Details

Event: Seminar
Institution/College: LMU Munich (Philosophie)
Tags: Verhältnis, Quine, Begriffe, Synonymie, Analytizität, Seminar
Category: Essay
Year: 2002
Pages: 6
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V17850
ISBN (E-book): 978-3-638-22320-1

File size: 56 KB


Excerpt (computer-generated)

Essay
Einführung in die Sprachphilosophie

In welchem Verhältnis stehen für Quine die Begriffe
Synonymie und Analytizität?

Peter Faulstich
SoSe 02

 

In Quines Aufsatz „Two dogmas of empiricism“ stehen zwei zentrale Aspekte, wie dem Namen schon zu entnhemen ist, die den Empirismus der modernen Prägung (Wiener Kreis) in gewisser Hinsicht kritisieren. Das erste Dogma besteht darin, die Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Aussagen strikt aufrecht erhalten zu wollen, das zweite ist der Reduktionismus, also der Glaube, dass jede einzelne sinnvolle Aussage logisch äquivalent zu einer auf Erfahrung beruhenden Tatsache sei. Dem zweiten Dogma hält Quine entgegen, dass nicht einzelne Aussagen, sondern immer nur eine Menge von Aussagen verifiziert werden können.

Auch wenn beide Dogmen miteinander zusammenhängen, soll nun im weiteren Verlauf des Essays das erste Dogma im Mittelpunkt stehen. Quine behauptet, es gebe kein Kriterium, um eine genaue Unterscheidung von analytischen und synthetischen Aussagen vorzunehmen. Dazu erläutert er das geläufige Kriterium der Synonymie (Bedeutungstheorie), das die Analytizität erklären soll. Diese beruht auf drei Begriffen, nämlich (1) Definition, (2) Austauschbarkeit und (3) semantische Regel, auf die wir noch zurückkommen werden.

Die Begriffe „a priori“ und „a posteriori “ habe eine lange Tradition. Schon vor Kant stritten sich die Empiristen und Rationalisten um eine genaue Auslegung dieser Begriffe1. Kant fügte dann eine weitere Unterscheidung, die im wesentlichen auf ihn zurückgeht, durch „analytisch“ und „synthetisch“ hinzu. Drei Kombinationen sind hier sinnvoll, die erste ist „analytisch a priori“, die zweite „synthetisch a posteriori“ und die dritte ist teilweise umstritten und nach Kant „synthetisch a priori“. Wenn nun im folgenden die Rede von „analytisch“ und „synthetisch“ ist, dann sollen damit die beiden erst genannten Kombinationen gemeint sein.

Will man nun das Verhältnis von Analytizität und Synonymie untersuchen, muss man sich zuerst ansehen, was man geläufig unter „analytisch“ versteht. Analytische Sätze sind Sätze, die schon aus logischen oder semantischen Gründen wahr sind2

 

[....]


1 Vgl. Baumann, Erkenntnistheorie, S.223
2 a.a.O. S.234


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