Autor: Mario Schepp
Fach: Medizin
Details
Jahr: 2003
Seiten: 32
Note: 2
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 150 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-22347-8
Textauszug (computergeneriert)
Praktikumsbericht
Arbeitstherapie
Mario Schepp
Auf dem
Merjehop in Gladenbach - Weitershausen
Vom 06.01.2003 bis 21.03.2003
1 Beschreibung der Einrichtung
1.1 Beschreibung der Ergotherapeutischen Abteilung
2 Allgemeines Krankheitsbild / Störungsbild
2.0.1. Historie der Schizophrenie
2.0.2. Beschreibung und Definition der Schizophrenie
2.1 Ursachen
2.2 Klinisches Bild, pathologische Veränderungen
2.2.1. Grundlegende Erkenntnisse bezüglich der Symptomatik schizophrener Erkrankungen
2.2.2. Psychopathologische Kriterien und Regeln für die Diagnostik der Schizophrenie nach ICD-10
2.2.3. Formen der Schizophrenie nach ICD-10
2.3 Verlauf
2.4 Prognose
2.5 Behandlung allgemein
2.5.1 "Verhandeln statt Behandeln"
2.5.2 Ziele der Behandlungen
Zitat von Peter Dietrich
3 Spezielles Krankheitsbild
3.0.1 Diagnose laut Krankenakte
3.0.2 Erläuterung von Nebendiagnosen
3.1 Angaben zur Person
3.2 soziale und berufliche Anamnese
3.2.1. Biographie tabellarisch
3.2.2. sozialer Hintergrund
3.2.3. Entwicklung in der Kindheit
3.2.4. Schulbildung
3.2.5. beruflicher Werdegang
3.2.6. Freizeitgestaltung
3.3 medizinische Anamnese
3.4 Medikation
3.5 Eigenanamnese
4 Eigene Gedanken
5 Ergotherapeutische Befundaufnahme
5.1 erster Eindruck vom Klienten
5.1.1. Äusseres Erscheinungsbild
5.1.2. Ausdrucksverhalten
5.2 Fähigkeitsanalyse
5.2.1 Grundarbeitsfähigkeit
5.2.2 Emotionaler Bereich
5.2.3 Sozialer Bereich
5.2.4 Körperlicher Bereich / Motorik
5.2.5 Körperlicher Bereich / Perzeption
5.2.6 Kognitiver Bereich
5.2.7 Berufsspezifischer Bereich / Arbeitssituation
5.3 Selbständigkeit
5.4 Motivation / Perspektive des Klienten
5.5 Gegenüberstellung von Selbst- und Fremdeinschätzung
5.6 Vergleich von Tätigkeits- und Fähigkeitsanalyse
5.6.1 Tabelle Tätigkeitsanalyse
5.6.2 Tabelle Fähigkeitsanalyse
5.6.3 Erläuterung zu 5.6
6 Behandlungsplan / Handlungsplan
6.1 Bewertung des Befundes in Hinblick auf die Zeitplanung
6.1.1 Zielplanung für das Arbeitsverhalten
6.1.2 Zielplanung für den emotionalen Bereich
6.1.3 Zielplanung für den kognitiven Bereich
6.2 Übergeordnetes Behandlungsziel, Reha- Ziel, Richtziel
6.3 Zwei Grobziele mit jeweils zwei zugeordneten Feinzielen
6.4 Ergotherapeutische Maßnahmen
6.4.1 Handlungsmethode mit Begründung
6.4.2 Therapeutische Medien und Mittel mit Begründung
6.4.3 Handlungskriterien mit Begründung
6.5 Behandlungsdurchführung
6.6 Selbstwahrnehmung des Therapeuten
7 Beschreibung der Behandlungseinheit / Handlungseinheit
7.1 Grobziel mit zwei zugeordneten Feinzielen
7.2 Ergotherapeutische Maßnahmen
7.2.1 Handlungsmethode mit Begründung
7.2.2 Therap. Medien u. Mittel mit Begründung
7.2.3 Behandlungskriterien mit Begründung
8 Vorschläge für die weitere Behandlung
9 Reflexion des gesamten Praktikum
10 Quellenangaben (Literaturverzeichnis)
1. Beschreibung der Einrichtung
Der Merjehop als Hofgut besteht seit mehr als 250 Jahren. Als Einrichtung für psychisch Kranke seit 1989 und in privater Trägerschaft.
Zum Einzugsgebiet gehört überwiegend der Großraum Marburg.
Der Merjehop ist ein substanziell sehr hochwertiger, im Jahre 1989 umgebauter Hof, welcher 1991 mit einem Denkmal Preis ausgezeichnet wurde. Die gesamte Beschaffenheit (Räumlichkeiten, Lage etc.) ist optimal für die Menschen die aufgrund psychischer Erkrankung dort hingekommen sind.
Auf dem Merjehop stehen 13 Einzelzimmer, 1 Doppelzimmer und eine kleine Wohnung zur Verfügung. Zusätzlich besteht im Ort ein Wohnhaus mit 3 separaten Wohnungen, wobei eine Wohnung privat vermietet ist. In den anderen beiden Wohnungen leben Bewohner weitgehend selbständig.
Zum Aufgabenspektrum der Bewohner gehören u.a. die Dinge des täglichen Lebens und die Tätigkeiten die zur Erhaltung des Hofbetriebes nötig sind.
Die Bereiche sind eingeteilt in:
- Gruppe für den Pferdestall (Reitaktivitäten individuell)
- Gruppe die Schafe zu Versorgen
- Gruppe für die Küche
- Gruppe für den Hofdienst (Schnee räumen, kehren, etc.)
- Reinigungsgruppe für Wohnraum (Aufenthaltsraum)
- Gruppe zur Erledigung aktueller Arbeiten
Zu den vertretenen Berufsgruppen gehören:
- Hofleitung Frau Pfaff
- Zwei Sozialpädagogen
- Zwei Erzieher
- Ein Landwirtschaftshelfer
- Eine Reitlehrerin
- Zwei Hauswirtschafterinnen
- Arzt für allgemein med. (ambulant)
- Arzt für Psychologie (ambulant)
Eine ganzheitliche Pflege und Betreuung steht im Vordergrund. Weitere Ziele sind:
- Erhaltung und Förderung sozialer Kompetenzen
- psychische und körperliche Stabilisierung
- Aufrechterhalten oder Wiedergewinnen vom gesunden Selbstwertgefühl
- evtl. eine berufliche Eingliederung
1.1 Beschreibung der Ergotherapeutischen Abteilung
Auf dem Merjehop besteht keine Ergotherapeutische Abteilung im klassischen Sinne. Doch durch die große Auswahl an verschiedenen Materialien und Räumen, haben die Bewohner Möglichkeiten sich gestalterisch und handwerklich zu betätigen. Angeboten werden u.a.:
- Sperrholz
- Peddigrohr
- Papier und Pappe
- Mal- und Zeichenutensilien
- Einmal in der Woche Musik u. Singstunde
- Bildhauerei (bedingt)
- Dreimal in der Woche kommt die Reitlehrerin
- Einmal wöchentlich Stadtfahrt, u.a. Einkäufe oder persönliche Erledigungen
Die Räumlichkeiten in denen mit o.g. Materialien gearbeitet wird sind:
Der Gemeinschaftsraum in dem sehr viel Platz ist, mit geräumigem Tischen an denen die Bewohner auch Blickkontakt haben und sie sich gegenseitig helfen können. Und die Werkstatt mit der nötigen Ausstattung wie Werkzeug, Maschinen, Materialien und Tischen.
Ziel der Behandlung auf dem Merjehop ist, mit Hilfe fachlicher Kompetenz und Engagement der Mitarbeiter/innen, den Bewohner wieder ins Handeln zu bringen, ihn auf dem Weg den Alltag zu bewältigen zu begleiten.
Der Stellenwert der Ergotherapie ist auf dem Merjehop hoch, und Maßnahmen zur personellen Erweiterung sind in Planung.
2. Allgemeines Krankheitsbild / Störungsbild
Schizophrenie / Psychose aus dem schizophrenen Formkreis
2.0 Definition und Deskription
2.0.1 Historie der Schizophrenen Psychosen
1896 prägte der Psychiater Emil Kraepelin den Begriff der “Dementia praecox” (frühzeitige Verblödung), ein Begriff der durch genauere Untersuchungen seine Daseinsberechtigung verloren hat, da die Patienten eben nicht "Verblöden".
Die Bezeichnung “Schizophrenie” (Spaltungsirresein) geht auf den Schweizer Psychiater Eugen Bleuler zurück (1911), für ihn bestand das Charakteristische dieser Erkrankung in einem Mangel an der Einheit der Persönlichkeit, in einer Zersplitterung und Aufspaltung des subjektiven Gefühls der Persönlichkeit sowie der psychischen Tätigkeiten des Fühlens, Denkens und Wollens. 1
2.0.2 Beschreibung der Schizophrenen Psychose
Definition:
[....]
1 www.neuro24.de
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