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Beckmessers Ständchen (Richard Wagner, Die Meistersinger von Nürnberg)

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 37 Pages
Author: Ramon Schalleck
Subject: Musicology

Details

Event: Wagner - die Meistersinger von Nürnberg
Institution/College: LMU Munich (Institut für Musikwissenschaft)
Tags: Beckmessers, Ständchen, Wagner, Meistersinger, Nürnberg), Wagner, Meistersinger, Nürnberg
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 37
Grade: 2-3
Language: German
Archive No.: V17974
ISBN (E-book): 978-3-638-22404-8

File size: 1137 KB
Notes :
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand.



Excerpt (computer-generated)

Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Musikwissenschaft

Beckmessers Ständchen
Richard Wagner - Die Meistersinger von Nürnberg

Ramon Schalleck
9. September 2003

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 1

2 Personen 1
2.1 Eva Pogner und Walther von Stolzing  1
2.2 SixtusBeckmesser undHansSachs   2
2.3 Magdalene und David   2

3 Beckmessers Ständchen in den verschiedenen Ebenen 2
3.1 Ebene 1 - Handlung   2
3.2 Ebene2 -DasStändchen   4
3.2.1 Form   4
3.2.2 Versmaß   6
3.2.3 Takt   7
3.2.4 Melodik  7
3.2.5 Formund Inhalt   8
3.2.6 DieLaute  9
3.3 Ebene 3 - Die Schläge von Sachs   10
3.3.1 Verteilung der Schläge in Strophe 1 und 2   ..11
3.4 Ebene4 - Orchester  12

4 Parallelen 14

5 Fazit 14

6 Klavierauszug 17

 

1 Einleitung

In der Mitte des 16. Jahrhunderts hatte sich eine neue soziale Schicht etabliert. Neben den großen Handelsstädten wie Florenz und Venedig, mit ihren einflussreichen Händlerfamilien wie den Medici, gab es auch in deutschen Städten ein immer einflussreicher werdendes Bürgertum. Dazu gehörten vor allem die Handwerker, Händler und Beamte, die einen gewissen Wohlstand erreicht hatten und dadurch auch die Zeit und Geld hatten, die Kunst als Mittel der Repräsentation ihrerMacht zu benutzen. Neben den Handwerkerzünften entwickelten sich auch zunftmäßige Singschulen, wie die Meistersingerzunft in Nürnberg [1], das schon durch die zukunftsweisende Malerei von Albrecht Dürer zu einem deutschen kulturellen Zentrum geworden war. Nach festen Regeln und Satzungen konnten dort Lehrlinge neben ihrer beruflichen Laufbahn zu Meistersingern ausgebildet werden. In der Oper "Die Meistersinger von Nürnberg", die 1868 in München uraufgeführt wurde, befasste sich Richard Wagner mit der Kunst der Meistersinger. Sowohl die Musik als auch der Text stammen von Richard Wagner. Das Stück zählt also zu Wagners Musikdramen. Neben seiner langjährigen Arbeit am Tristan schuf Wagner ein "komisches Spiel"[2].

Das zentrale Thema dieser Arbeit, die im Rahmen des Hauptseminars "Wagner - Die Meistersinger von Nürnberg"von Professor Dr. Hartmut Schick im Sommersemester 2003 an der Ludwig-Maximilians-Universität am Institut für Musikwissenschaft entstand, ist das Ständchen von dem Meistersinger Sixtus Beckmesser in der 6. Szene 2. Akt. In der Arbeit wird darauf eingegangen, welche Faktoren zum Scheitern Beckmessers führen. Das lässt sich zum Beispiel aus der missglückten Zusammenführung aus Form und Inhalt der Canzonetta schließen. Aber auch aus dem herausragenden Element in Beckmessers Ständchen, den Schlägen von Sachs, die im Kapitel 3.3 behandelt werden.

Zu den Meistersingern gibt es mehrere Klavierausgaben und Partituren. Die Angaben in dieser Arbeit beziehen sich auf den Klavierauszug [3] der mangels Taktangabe nur mit der Seitenzahl referiert werden kann. Die Taktverweise beziehen sich auf die Partitur [4].

2 Personen

Zur Orientierung des Lesers werden nun die Hauptpersonen der betreffenden Szene vorgestellt. So soll die Situierung der Canzonetta (des Ständchens) in der Oper erleichtert werden.

2.1 Eva Pogner und Walther von Stolzing

Walther von Stolzing ist ein Ritter, der sich in Nürnberg in Eva Pogner verliebt hat. Eva ist die Tochter des Oberhauptes der Zunft der Meistersinger. Ihr Vater, Veit Pogner, hat Eva jedoch demjenigen versprochen, der den Singwettbewerb der Meistersinger am Johannestag gewinnt. Walther ist weder ein Meistersinger, noch kennt er sich mit der Tabulatur, der Singkunst der Meistersinger, aus. Sein Versuch, während der Freiung zum Meistersinger aufzusteigen und sich für den Wettkampf zu qualifizieren, schlug deshalb fehl, und eine weitere Möglichkeit offiziell um Eva zu werben, ist nicht in Sicht. Eva und Walther entscheiden sich zur Flucht aus Nürnberg. Um zu fliehen, müssen Eva und Walther den Hof kreuzen, der zwischen dem Haus von Pogner und der Werkstatt von Hans Sachs liegt.

2.2 Sixtus Beckmesser und Hans Sachs

Hans Sachs ist Schuster und Meistersinger. Seine Werkstatt befindet sich gegenüber dem Haus der Familie Pogner. Seine lange Freundschaft mit dem Hause Pogner und sein Wohlwollen gegenüber Walther machen ihn zu einem Verbündeten der beiden Liebenden. Sachs war der Einzige, der Walthers Talent während der Freiung erkannte und gegen den Willen der anderen Meister auf Fortführung des Lieds bestand („Darum so komm ich jetzt zum Schluss, daß den Junker man zu End hören muss.“, Seite 152[3]).

Auf der anderen Seite steht Sixtus Beckmesser, der Gegner von Walther. Beckmesser ist Meistersinger und Stadtschreiber. In der Zunft der Meistersinger bekleidet er das hohe Amt des Merkers, der die Fehler der Sänger bemerkt und auf eine Tafel aufzeichnet. Bei Walthers Freiung im 1. Akt bemängelt Beckmesser über 50 Fehler. Sieben Fehler hätte Walther machen dürfen. Beckmesser möchte außerdem ebenfalls um Eva werben. Die Regeln, die Veit Pogner, Evas Vater, für den Wettkampf festgelegt hat, besagen jedoch, dass Eva den Sieger aus freien Stücken wählen muss. Um Sympathie bei Eva zu wecken und die Wirkung seines Lieds zu erforschen, möchte Beckmesser Eva ein Ständchen vortragen. Der Zeitpunkt, an dem er mit seiner Laute vor dem Balkon Evas steht und ihr sein Preislied vortragen will und der Zeitpunkt der Flucht von Eva und Walther, fallen zusammen auf den Abend im 2. Akt 6. Szene.

2.3 Magdalene und David

[....]


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