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Anwendung statistischer Methoden in der Qualitätssicherung zur Steuerung von Prozessen (am Beispiel einer Brauerei)

Anderes, 2001, 31 Seiten
Autor: Malgorzata Grzeszczak
Fach: Wirtschaftsingenieurwesen

Details

Kategorie: Anderes
Jahr: 2001
Seiten: 31
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V18063
ISBN (E-Book): 978-3-638-22483-3
ISBN (Buch): 978-3-638-67649-6
Dateigröße: 273 KB

Zusammenfassung / Abstract

Der Schwerpunkt dieses Praktikumsberichtes ist die Anwendung statistischer Methoden in der Qualitätssicherung zur Steuerung von Prozessen. Das Problem ist Qualität und ihre Bestimmung. Ich versuche die Frage zu beantworten, warum man die statistischen Methoden benutzt, wozu dienen diese Methoden. Ich überlege, ob es überhaupt nötig ist diese Methoden einzuführen und dann zu überwachen. Die statistischen Methoden sind dokumentationspflichtig und werden mit Computerprogrammen erstellt. Das alles verursacht Kosten, die ein betriebswirtschaftliches Problem sind. Ich möchte feststellen welche Kosten damit verbunden sind und in welchen Bereichen sie entstehen. Wichtig ist aber auch, ob die Anwendung statistischer Methoden andere Kosten verringern und optimieren kann. Zuerst werde ich beschreiben, worin die Qualitätskontrolle in der Brauerei besteht. Dabei stelle ich auch die Risiken bei der Bierherstellung vor. Im nächsten Abschnitt erkläre ich in welchen Bereichen der Brauindustrie die statistischen Methoden angewandt werden. Demnach möchte ich die theoretischen Grundlagen von bestimmten Methoden und ihre Anwendung in der Praxis, also in Licher Privatbrauerei, vortragen. Am Ende versuche ich eine Bewertung zu machen und Schlussfolgerungen zu ziehen.


Textauszug (computergeneriert)

Internationales Hochschulinstitut Zittau
Praktikumsbericht

Anwendung statistischer Methoden in der Qualitätssicherung
zur Steuerung von Prozessen
(am Beispiel einer Brauerei)

Malgorzata Grzeszczak

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis  III

Einleitung  
1.1. Licher Privatbrauerei GmbH&Co.KG  
1.2. Die Qualitätssicherungsabteilung  
1.3. Die Problembeschreibung  

2. Qualitätskontrolle in der Brauerei  
2.1. Risiken bei der Bierherstellung  
2.2. Die praktische Qualitätskontrolle in Licher Privatbrauerei  

3. Gebrauch statistischer Methoden in der Brauindustrie  

4. Statistische Methoden zur Beurteilung von Analysenergebnissen  
4.1. Qualitätsregelkarten nach W. A. Shewart  
4.1.1. Aufbau und Führen einer Shewart – Qualitätsregelkarte  11
4.1.2. Erstellung einer QRK  13
4.1.3. Kosten bei der Fertigungsüberwachung mit einer QRK  14
4.1.4. Aufgaben einer QRK  14
4.2. Die Normalverteilung  
4.2.1. Standardisierte Normalverteilung  18
4.2.2. Logarithmische Normalverteilung  19

5. Anwendung statistischer Methoden in Licher Privatbrauerei  
5.1. Anwendung der Qualitätsregelkarten  
5.2. Anwendung der Normalverteilung in Licher Privatbrauerei  

Fazit  

Literaturverzeichnis  

Abbildungsverzeichnis
Bild 1: Gefahrenpotentiale bei der Bierherstellung  
Bild 2: Qualitätsregelkarte für Urwerte, schematisch. Stichprobenumfang n = 1. 12
Bild 3: Normalverteilungskurve  
Bild 4: Wahrscheinlichkeiten, mit deren die Werte vorkommen können  

 

Einleitung

Alle Wirtschaftsunternehmen unterliegen dem Wettbewerb. Die entscheidenden Kriterien im Wettbewerb sind Qualität und Kosten. Zwischen beiden besteht ein enger Zusammenhang, denn Qualitätsprobleme sind nichts anderes als Kostenprobleme. Reklamationen, Nacharbeiten, Umtausch, alles das drückt empfindlich auf die Kosten, von der Unzufriedenheit der Kunden ganz zu schweigen.

Die Effizienz, die der Wettbewerb fordert, setzt deshalb voraus, dass Qualitätsaspekte ständig und in allen Prozessen berücksichtigt werden. Das gilt innerhalb des Unternehmens ebenso wie außerhalb. Denn auch bei den Beziehungen zu den Lieferanten wie zu den Kunden muss die Qualitätskette lückenlos sein. Schon im 19. Jahrhundert wurde mit statistischen Methoden versucht, Regeln für die unvermeidlichen und zufälligen Schwankungen von Produktionsmerkmalen, etwa in der Textilindustrie, aufzustellen. Aber erst der Amerikaner Walter A. Shewart erregte in den Jahren ab 1924 Aufmerksamkeit durch Anwendung statistischer Methoden.

Mit statistischen Methoden war eine Überwachung der Fertigung möglich geworden; das Ziel ist, schon frühzeitig Fehlentwicklungen zu erkennen und regelnd einzugreifen. Auch bei Annahmeprüfung wurden statistischen Methoden eingesetzt. Wegen der großen Bedeutung der statistischen Methoden im Qualitätsmanagement ist der „Gebrauch statistischer Methoden“ als Element in DIN ISO 9004 aufgenommen worden. Dort wird betont, dass die »korrekte Anwendung moderner statistischer Methoden ein wichtiges Element in allen Phasen des Qualitätskreises« ist. Keineswegs ist die Anwendung der statistischen Methoden auf die Phasen der Endprüfung und Produktion beschränkt1.

1.1. Licher Privatbrauerei GmbH&Co.KG

Die Geschichte der Licher Privatbrauerei lässt sich bis auf das Jahr 1854 zurückverfolgen2. Damals gründete Johann Heinrich Jhring in Lich seine Brauerei. Im nur 15 Kilometer entfernten Butzbach nahm Christoph Jakob Melchior 1858 den Braubetrieb auf. Nach einer familiären Verbindung durch Heirat schlossen sich die beiden Brauereien im Jahre 1922 zur Brauerei Jhring – Melchior mit Sitz in Lich zusammen. Zum Zeitpunkt dieser Zusammenlegung hatte jede der beiden Brauereien einen Jahresausstoß von rund 30000 Hektolitern Bier. In den Nachkriegsjahren wurde die Brauerei von US – Truppen besetzt und zwangsverpflichtet, als „Army Brewery” nur noch Bier für die amerikanischen Besatzungstruppen zu brauen. Erst im Frühjahr des Jahres 1950 konnte die Bierherstellung für die eigenen Kunden wieder aufgenommen werden. Der Ausstoß im ersten Braujahr 1950/51 betrug 92000 Hektoliter. Bereits in den 70er Jahren wurde Licher Bier nicht mehr nur in Mittelhessen, sondern im gesamten Bundesland getrunken.

Heute ist Licher Privatbrauerei die größte Brauerei in Hessen und nimmt unter den größten von insgesamt rund 1200 Brauereien in der Bundesrepublik den 17. Platz ein. Der Marktanteil in Hessen beträgt 15%, was den 1. Platz bedeutet, und in Deutschland 1,6%. Dabei hat die Licher Privatbrauerei mit 300 Mitarbeitern im Braujahr 1999/2000 einen Ausstoß von 1,8 Mio. Hektolitern erreicht. Die Brauerei produziert verschiedene Sorten von Bier: Licher Pilsner, Export, Leicht, Doppelbock, alkoholfreies Bier und Radler. Das in Lich gebraute Bier wird nach Spanien und in die USA exportiert.

Seit August 1995 gehört Licher Brauerei zur Holsten Gruppe. Dazu zählen auch Holsten Brauerei in Hamburg, Feldschlösschen Brauerei in Braunschweig und in Dresden, Lübzer Brauerei, König Brauerei in Duisburg und Brok Brauerei in Koszalin (Polen). Der Marktanteil der Holsten AG in Deutschland beträgt 10%.

1.2. Die Qualitätssicherungsabteilung

[....]


1 Vgl.: Timischl, W.: Qualitätssicherung: Statistische Methoden, 1996, S. 3

2 Die Abschnitte 1.1., 1.2., 1.3. wurden mit Hilfe der internen Materialien der Licher Privatbrauerei geschrieben.


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