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Studienarbeit, 2001, 31 Seiten
Autor: Liane Koch
Fach: Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung
Details
Tags: Ernährung, Training, Person, Adipositas, Grad
Jahr: 2001
Seiten: 31
Note: sehr gut
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-22534-2
ISBN (Buch): 978-3-638-64549-2
Dateigröße: 678 KB
Dichter Text.
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Zusammenfassung / Abstract
Unter Adipositas versteht man eine Vermehrung des Körpergewichtes durch eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfettanteiles. Umgangssprachlich wird sie auch Fettsucht genannt. Die Ursachen für diese Erkrankung liegen zum einen an den schlechten Eßgewohnheiten (zu viel, zu fett, zu süß), die unsere „Wohlstandsgesellschaft“ mit sich bringt und zum anderen spielen teilweise auch genetische Veranlagungen eine große Rolle. Da allerdings durch die Fettleibigkeit zahlreiche Folgeerkrankungen auftreten können, die aber schon meist durch eine Gewichtsreduktion eingeschränkt oder gar beseitigt werden können, ist es jedem Adipösen anzuraten, sein Gewicht zu reduzieren. Besonders kritisch zu sehen ist der chronisch erhöhte Insulinspiegel bei verringerter Glukoseaufnahme der Skelettmuskulatur – die sogenannte Insulinresistenz. Diese Hyperinsulinanämie führt zu einer Hemmung der Fettverbrennung, sowie zu einer vermehrten Speicherung von Kohlenhydraten in Form von Fett anstelle von Glykogen. Dadurch verstärkt sich die Adipositas immer weiter. Eine erhöhte Zufuhr tierischer Fette fördert ebenfalls die Ausweiterung dieser Insulinresistenz. Man spricht hier vom sogenannten „metabolischem Syndrom“, dass zu weiteren Störungen in Form von Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ II oder vorzeitiger Arteriosklerose führen kann. Weiterhin sind bei Adipösen erhöhte Blutfettwerte (Cholesterinspiegel) festzustellen, was eine Folge des gestörten Fettstoffwechsels ist. Das resultiert ebenfalls aus falschen Ernährungsgewohnheiten, die zu einer vermehrten Ablagerung von Cholesterin an den Wänden der Blutgefäße und Verengung derer, ein höheres Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall darstellt. Adipöse haben meist auch psychosomatische Störungen, wie beispielsweise Frustation und Unzufriedenheit und sie haben größere Schwierigkeiten in der Gesellschaft akzeptiert zu werden als Normalgewichtige. Das äußert sich u.a. bei der Jobsuche oder Partnersuche. Die Versicherungskauffrau Karin Müller erscheint als Neukundin in einem Fitnessstudio und bittet um die „Mithilfe“ beim Verlust einiger überflüssiger Fettpolster und zur Reduktion von mindestens 25 Kilos. Aufgrund Ihres Umzuges in eine andere Stadt und dem damit verbundenen Wechsel der Arbeitsstelle, hat Frau Müller in 10 Monaten 15 Kilo zugenommen. Frau Müller ist 24 Jahre jung, wiegt 95 Kilogramm und ist 1,73 m groß. Als Versicherungsangestellte übt Sie eine vorwiegend sitzende Tätigkeit aus.
Textauszug (computergeneriert)
Ernährung und Training einer Person mit Adipositas Grad I
Liane Koch
Teil I : Betreuung einer Kundin bei einer Gewichtsreduktion über 6 Monate
1.1. Allgemeine Angaben zur Kundin Seite 2 – Seite 6
1.2. Analyse und Beurteilung des Ernährungsprotokolls Seite 6 – Seite 7
- Definition des Zieles und Darstellung der Vorgehensweise S. 7 – S.13
- Angabe von Teilzielen Seite 13
- Ermittlung der Energiebilanz Seite 14 – Seite 15
- Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl in der Diät - Ernährungsvorschlag für 1 Tag Seite 15 – Seite 18
Teil II : Die Vollwertkost nach Prof. Werner Kollath
2.1. Was liefert uns die Nahrung ? Seite 18 – Seite 20
2.2. Allgemeine Grundsätze der Vollwertkost Seite 20 – Seite 21
- Einteilung der Nahrungsmittel Seite 21 – Seite 22
- Erläuterung des Glykämischen Index und dessen Bedeutung für Sportler Seite 22 – Seite 24
Teil III : Nahrungsergänzungsmittel im Trend ?
- Was sind Nahrungsergänzungsmittel und welche gibt es ? Seite 24 – Seite 25
- Beurteilung über den Sinn und Unsinn beim Einsatz im Sport Seite 26
Anhang
Literaturangaben und Internetlinks Seite 27
sonstige Anlagen
1. Betreuung einer Kundin bei einer Gewichtsreduktion über 6 Monate
- Allgemeine Angaben zur Kundin
Die Versicherungskauffrau H. M. erscheint als Neukundin in unserem Fitnessstudio und bittet um die „Mithilfe“ beim Verlust einiger überflüssiger Fettpolster und zur Reduktion von mindestens 25 Kilos. Aufgrund Ihres Umzuges in eine andere Stadt und dem damit verbundenen Wechsel der Arbeitsstelle, hat Frau M. in 10 Monaten 15 Kilo zugenommen.
Frau M. ist 24 Jahre jung, wiegt 95 Kilogramm und ist 1,73 m groß. Als Versicherungskauffrau übt sie eine vorwiegend sitzende Tätigkeit am Schreibtisch aus, bei der sie nur wenig Bewegung durch gelegentliches Umherlaufen hat. Als sportliche Betätigung gibt Frau M. an, einmal wöchentlich 1 Stunde Aerobic zu trainieren.
Um einen Plan für eine geeignetes Gewichtsreduktionsprogramm zu erstellen, ist es erforderlich die Daten von Frau M. zu analysieren. Dazu benötige ich aber noch weitere Angaben, die ich mit ihrer Zustimmung einholen darf.
Als erstes wird mit Hilfe eines Maßbandes der Taillenumfang – an der schmalsten Stelle – und der Hüftumfang – an der stärksten Stelle – gemessen. Die Messergebnisse betragen: Taillenumfang – 95 cm, Hüftumfang – 115 cm.
Als zweites führe ich eine erneute Gewichtskontrolle und eine Messung des Körperfettanteiles durch. Die erneute Gewichtskontrolle ergab 93,2 Kilogramm – dieses Gewicht wird für alle Berechnungen und Fortführungen zugrunde gelegt. Mittels einer Bioimpedanzmethode (BIM) messe ich einen Körperfettanteil von 43,5 %. Bei dieser Meßmethode stellt sich die Kundin mit bloßen Füßen auf eine Waage, von der aus aufgrund einer Widerstandsmessung auf den prozentualen Körperfettanteil geschlossen werden kann. Da es bei natürlichen Änderungen im Wasserhaushalt (z. Bsp. durch Wasserverlust oder Wasserspeicherung) zu sehr starken Verfälschungen des tatsächlichen Wertes kommen kann, wird diese Meßmethode in der Regel als Verlaufskontrolle während einer Gewichtsreduktion eingesetzt. Dabei ist zu beachten, dass die Messung immer unter ähnlichen Bedingungen erfolgt, z. Bsp. vor Beginn des Trainings, trockene Füße. Andere Meßmethoden, die unter Umständen genauere Messergebnisse liefern, wie das „Unterwasserwiegen“ und die Hautfaltenmessung finden in unserem Studio keine Anwendung.
Anhand der bisher ermittelten Daten kann man nun erste Auswertungen treffen. Würde man das Sollgewicht von Frau M. anhand des Broca- Index ermitteln, käme man auf folgende Werte:
Normalgewicht = 73 kg und Idealgewicht = 62 kg
Diese Angaben ließen sich aus der nachfolgenden Formel berechnen:
Körpergröße – 100 = Normalgewicht
Normalgewicht – 15% (Männer – 10%) = Idealgewicht
Der so ermittelte Broca-Index weist in der Praxis allerdings einige Schwächen auf. Beispielsweise sehr kleine Personen sollten sich am Broca-Index-Idealgewicht orientieren aber sehr große Person dürften nach dieser Berechnung teilweise relativ „schwer“ sein. Aus diesem Grunde hat sich heutzutage der Body-Mass-Index (BMI) als Meßmethode bewährt.
Er berücksichtigt Größe und Gewicht und ermöglicht für Erwachsene bessere Aussagen, unabhängig von Alter und Geschlecht. Nach der folgenden Formel wird für Frau M. ein BMI von 31,14 ermittelt.
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