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Hauptseminararbeit, 2003, 23 Seiten
Autor: Cornelia Weinreich
Fach: Buchwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Universität Leipzig (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Tags: Neue, Vertriebswege, Buchhandel, Internet-Buchhandel, Seminar, Sortimentsbuchhandel
Jahr: 2003
Seiten: 23
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-22600-4
ISBN (Buch): 978-3-638-64556-0
Dateigröße: 1233 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Seit zehn Jahren wird der Buchhandel durch eine neue Form des Handelns, dem Verkauf über das Internet, ergänzt. Der Internetbuchhandel ist seitdem nicht mehr wegzudenken und stellt mittlerweile neben dem Sortimentsbuchhandel und dem direkten Vertrieb der Verlage den drittwichtigsten Vertriebsweg dar. Nach einer kurzen theoretischen und geschichtlichen Einführung geht diese Arbeit der Frage nach den Spezifika dieser Handelsart nach, stellt Besonderheiten sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den anderen Vertriebswegen dar und unterlegt dies mit aktuellen Zahlen. Im Anschluss stehen amazon.de als der erste reine Internetbuchhändler sowie weitere Anbieter im Mittelpunkt. Abschließend werden im Ausblick Probleme angesprochen sowie ein Fazit gezogen.
Textauszug (computergeneriert)
Neue Vertriebswege im Buchhandel
Der Internetbuchhandel
Eingereicht von: Cornelia Weinreich
Inhaltsverzeichnis
A) The or e t i s c he r Te i l
1. Charakterisierung des Internetbuchhandels 3
1.1 Definition des Internetbuchhandels 3
1.2 Der Internetbuchhandel in Zahlen 5
2. Geschichte des Internetbuchhandels 7
2.1 Entwicklung in den USA 7
2.2 Entwicklung in Deutschland 8
3. Spezifika des Internetbuchhandels 8
B) Pr akt i s che r Te i l
4. Reine Internetbuchhändler in Deutschland 13
4.1 amazon.de 13
4.2 Weitere Anbieter 16
5. Fazit / Ausblick 19
Literatur 21
1. Charakterisierung des Internetbuchhandels
1.1 Definition des Internetbuchhandels
Eine eindeutige und übereinstimmende Definition vom Internetbuchhandel, oder auch Online-Buchhandel genannt, findet sich in der Literatur nicht. Vielmehr gibt es Versuche der Unterteilung und Spezifizierung. Diese Schwierigkeit und unterschiedliche Handhabung mit diesem Begriff liegt zum einen in der Neuartigkeit dieses Vertriebweges begründet, aber auch in den ständigen Erweiterungen und technischen Innovationen auf dem Gebiet des Electronic Commerce, kurz E-Commerce, dem Handel mit Waren oder Dienstleistungen, deren Auswahl und Bestellabwicklung auf elektronischem Weg erfolgt. Im „Wörterbuch des Buches“1 findet sich die allgemein gehaltene Definition: „Allgemeine Bezeichnung für Buchhandel auf elektronischem Wege, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Im Jahr 2000 wurden in Deutschland Bücher im Wert von 378 Mio. DM (2,3 % des Buchumsatzes) über das Netz vertrieben, davon ca. 75 % vom reinen Internetbuchhandel, 25 % von Sortimentern, die diesen Zusatzdienst anbieten. Weltweiter größter Händler ist Amazon.“
An dieser Stelle muss der eben verwendete Begriff „reiner Internetbuchhandel“ geklärt werden, der in der Literatur von mehreren, u.a. HARTMANN, RIEHM und YOM, gebraucht wird. Hierunter subsumiert man nur jene Anbieter, die ihre Ware Buch ausschließlich über das Internet vertreiben, deren Auswahl und Bestellung online erfolgt und die Zustellung der Bücher auf postalischem Wege. Reine Internetbuchhändler zeichnen sich zusätzlich dadurch aus, dass sie kein Zwischenhändler sind, trotzdem aber nicht über einen stationären Vertrieb verfügen. Ihre Angebotspalette können sie nur online offerieren; auch Kataloge gehören nicht zu ihrer Präsentation. Reine Internetbuchhändler charakterisieren sich demnach durch die alleinige Kommunikation mit dem Kunden per Internet, weshalb all jene Händler, die das Internet als zusätzliche Möglichkeit des Handelns nutzen, nicht zu den reinen Internetbuchhändlern zählen. HARTMANN spricht nach seiner Definition von zzt. vier rei- nen Händlern2, während sich bei RIEHM, der sich auf die Umfragen des Börsenvereins stützt, die Angabe findet, dass es im Jahre 2001 87 reine Internetbuchhändler gab.3 Die bekanntesten und größten lassen sich jedoch auf wenige reduzieren: amazon. de, buch.de, buecher.de und booxtra.de, wobei buch.de seit 1.12.2002 bol.de übernommen hat und buecher.de und booxtra.de seit 1. November 2001 zusammen gehören.
Jene Händler, die das Internet als zusätzlichen Vertriebsweg nutzen, sind zum einen die Verlage, die direkt an ihre Kunden aufgrund einer Online-Bestellung Bücher versenden, und zum anderen stationäre Händler, die auch im Internet mit einer eigenen Webseite und einem Bestellformular vertreten sind.4 Bei den Verlagen, die direkt an die Kunden liefern und somit den Zwischenhändler umgehen, handelt es sich meistens um kleinere bzw. Fachbuchverlage, die entweder nicht bei einem großen Zwischenbuchhändler vertreten sind oder ein sehr spezielles Themengebiet vertreten, so dass sich der Kunde direkt an den Verlag wendet. Die stationären Händler, die auch im World Wide Web offerieren5, sind zum großen Teil Spezialsortimente, die deutschlandweit bzw. weltweit Kunden besitzen, oder aber Sortimente, die die Ausgaben für eine Internetpräsenz aufbringen können6. Die Kosten für die Erstellung und Wartung einer Internetseite müssen sowohl finanziell als auch personell berechnet werden und stellen für manchen Sortimenter eine zu hohe Belastung dar, so dass nicht jeder Sortimenter auf diese zusätzliche Möglichkeit des Handelns zurückgreift. Weiterhin zählen die Online-Angebote der Zwischenbuchhändler wie beispielsweise libri.de sowie die Produzenten und Vertreiber von elektronischen Büchern (e-books), wie z.B. dibi.de, ebenso zum Online-Buchhandel.7 Im folgenden sollen jedoch die reinen Internetbuchhändler im Mittelpunkt stehen. Der reine Internetbuchhandel darf jedoch nicht mit dem traditionellen Versandbuchhandel verwechselt werden, den es seit über 30 Jahren gibt und der sein Angebot per Katalog, der an die Kunden verschickt wird, anbietet und die Bestellung per Telefon oder Telefax annimmt.8
1.2 Der Internetbuchhandel in Zahlen
[...]
1 HILLER / FÜSSEL, 2002, S. 166
2 HARTMANN, 2001, S. 92
3 RIEHM et. al., 2001, S. 73
4 Auch bei diesen Händlern erfolgt die Auslieferung der Ware auf traditionellem, ergo postalischem Wege
5 z.B. www.lob.de; Internetseite des medizinischen Fachbuchhandels „Lehmann“
6 z.B. Hugendubel
7 vgl. RIEHM et. al., 2001, S. 76
8 z.B. Mail:Order:Kaiser, zweitausendundeins
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