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Die Krise des Regisseurs/ Künstlers/ Subjekts: Eine Filmanalyse von Federico Fellinis "Achteinhalb"

Termpaper, 2002, 14 Pages
Author: Anonym
Subject: Film Science

Details

Event: Von "Achteinhalb" bis "Wag the Dog". Film- und Medienreflexion im Film
Institution/College: University of Lüneburg (Institut für angewandte Medienforschung)
Tags: Krise, Regisseurs/, Künstlers/, Subjekts, Eine, Filmanalyse, Federico, Fellinis, Achteinhalb, Film-, Medienreflexion, Film
Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 14
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V18227
ISBN (E-book): 978-3-638-22616-5

File size: 155 KB


Excerpt (computer-generated)

Die Krise des Regisseurs/ Künstlers/ Subjekts:
- Eine Filmanalyse von Federico Fellinis "Achteinhalb“ - 

Studiengang: Angewandte Kulturwissenschaften, 5. Semester
Seminar: Von "Achteinhalb" bis "Wag the Dog". Film- und Medienreflexion im Film 
Universität Lüneburg
Wintersemester 2001/2002

 

Inhalt  2

1. Einleitung  3

2. Guidos Situation  4

3. Die Frauen in Achteinhalb  6

4. Guidos Kindheit  8

5. Die symbolischen Motive  10

6. Fazit  12

 

1. Einleitung

Federico Fellinis Achteinhalb ist ein Film, dessen Analyse nicht nur für den Zuschauer, sondern auch für Kritiker und Filmanalytiker eine Herausforderung darstellt. Fellini reiht in seinem Film nicht nur Sachmitteilungen hintereinander, sondern beschreibt die Handlung mit vielen Metaphern in fast literarischer Form.1 Dementsprechend finden wir in seinem Film „Achteinhalb“ sehr oft symbolische Motive wieder, die in einer Objektanalyse näher betrachtet werden sollten.

Achteinhalb beschreibt die Schaffenskrise des Filmregisseurs Guido Anselmi (Marcello Mastroianni), die sich auch auf dessen privates Leben auswirkt und sich zu einer Lebenskrise ausweitet. Für seinen neuesten Film, dessen Produktionsvorbereitungen bereits auf Hochtouren laufen, fehlen Guido Ideen und Konzepte. Er belügt alle Mitwirkenden am Film, denen er suggeriert, volle Kontrolle zu haben, und belügt und betrügt gleichzeitig auch seine Frau. Da er glaubt, physisch krank zu sein, geht er in das Sanatorium eines Kurorts, wo er sich immer wieder in Phantasien und Träume, zum Teil in Erinnerungen frühester Kindheit flüchtet.

Die Handlung ist ausschließlich aufgebaut auf der Beschreibung des Protagonisten Guido Anselmi. Alle Auseinandersetzungen des Films haben in seiner Person ihren Bezugspunkt. Die Wichtigkeit seines Charakters wird auch durch die sehr subjektivistische Kameraführung unterstützt. (Wehende Tücher nehmen nicht nur dem Protagonisten, sondern auch der Kamera und somit dem Zuschauer die Sicht.) Auf der Darstellung von Guidos Beziehungen zu den ihn umgebenden Personen und seines seelischen Zustands stützen sich alle Handlungselemente. Daher ist weder eine Analyse des Films noch eine Beschreibung Guidos möglich, ohne auch dessen Psyche zu analysieren, einen Umstand den Fellini unter anderem durch Beschreibungen frühester Kindheitserfahrungen in Rückblenden sowie Träume und Phantasien Guidos unterstützt.


„In 8 1/2ist die Darstellung der seelischen
Bedrängnis des Protagonisten Guido aufs engste mit
der Reflexion über das Medium Film verwoben.“2

Der Alptraum Guidos, mit dem der Film beginnt, ist die Darstellung seiner Schaffenskrise und konfrontiert den Zuschauer sogleich mit dem Ausgangsproblem: Was tun, wenn die Quelle der Kreativität zu versiegen droht? Sie erlaubt einen ersten Einblick in die Innenwelt des Helden und zeigt gleichzeitig seinen größten Konflikt auf: „Ich habe nichts zu sagen und doch will ich etwas sagen.“3 Von Anfang an wird deutlich, dass die Analyse des Films, der zahlreiche Hinweise darauf enthält, dass Fellini in seinem Film auch autobiografische Elemente verarbeitet, auch eine Analyse der Psyche des Protagonisten sein muss, in dessen Figur alle Konflikte zusammenlaufen und auf dessen Seelenzustand, die symbolischen Motive in Achteinhalb anzuwenden sind. Die folgende Objektanalyse wird sich auf diesen Aspekt konzentrieren.

2. Guidos Situation

Der Film beginnt mit einer Traumsequenz, die analysiert werden sollte, zumal Fellini selbst sagte, dass der Schüssel zu Achteinhalb gleich am Anfang zu finden sei. In seinem Traum glaubt Guido ersticken zu müssen. Er will weg fliegen, sieht in der Entfernung das Skellet eines undefinierbaren turmartigen Bauwerks (, bei dem es sich, wie der Zuschauer später erfährt, um eine für Guidos Filmkulisse entworfene Startrampe handelt,) und wird schließlich von zwei Männern zurückgehalten, die ihn mit einer Schlinge am Fuß einfangen. Der Traum hat ihm auf drastische Art seine Situation vor Augen geführt:

[....]


1 Vgl.: Schleicher, Harald: Filmreflexionen: Autothematische Filme von Wim Wenders, Jean-Luc Godard und Federico Fellini, Tübingen 1991, S. 132.

2 Vgl.: Schneider, Werner: Filmen als authentische Existenzform. Federico Fellinis „8 ½“ als moralischer Traktat, o.O., o.J., S. 149.

3 Charakter des Guido in: Federico Fellini: Achteinhalb.


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