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Scholary Paper (Seminar), 2001, 25 Pages
Author: Annika Höppner
Subject: Art - Painting
Details
Institution/College: University of Marburg (Institut für Kunstgeschichte)
Tags: Parmigianino, Selbstporträt, Spiegel, Parmigianino, Künstlerselbstdarstellungen, Beispiel, Renaissance
Year: 2001
Pages: 25
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-22630-1
File size: 915 KB
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Excerpt (computer-generated)
Thema des Seminars: Künstlerdarstellungen und Selbstporträts
Beispiele aus der italienischen Renaissance
Das Selbstporträt im konvexen Spiegel von Parmigianino
Sommersemester 2001
Annika Höppner
Inhaltsverzeichnis: 2
1. Einleitung: 3
2. Forschungsstand und Quellenlage: 3
3. Problemstellung und Ziel der Arbeit 3
3.1. Biographie Parmigianino’s und Entstehungsgeschichte seines Selbstporträts im konvexen Spiegel von 1524 3
3.2. Genaue Beschreibung des Bildes 5
3.3. Analyse: 7
3.3.1. Die Hand 7
3.3.2. Narzißtische Darstellungsweise 9
3.3.3. Idealisierte Darstellung 9
3.3.4. Manieristische Elemente 9
3.3.5. Spiegel- und Kugelsymbolik 11
3.4. Vergleichende Beispiele 12
3.4.1. Vorgänger 12
3.4.2. Nachfolger 13
4. Zusammenfassung 14
5. Anhang 15
1. Einleitung:
Das Thema meiner Arbeit ist die Analyse des Selbstporträts im konvexen Spiegel von Parmigianino.
Dieses läßt sich auf das Jahr 1524 datieren. Das Bildnis ist auf eine hölzerne Halbkugel mit einem Durchmesser von 24,4 cm mit Ölfarben gemalt. Heute befindet es sich im Kunsthistorischen Museum in Wien.
Auf der Kugeloberfläche des Bildträgers hat sich Parmigianino unter Zuhilfenahme eines konvexen Spiegels so realistisch porträtiert, daß der Betrachter im ersten Augenblick den Eindruck erhält, es handele sich wirklich um einen realen Spiegel. Parmigianino hat sich in der Bildmitte plaziert. Vom Verzerrungseffekt ist fast nur seine räumliche Umgebung betroffen. Nur seine Hand wird hierdurch vergrößert.
Das Porträt ist auf Grund seiner Halbkugelform in der Porträtkunst einmalig. Eine weitere Ausnahme stellt die Tatsache dar, dass Parmigianino den für das Porträtieren nötigen Spiegel nicht negiert und außerdem einen konvexen Spiegel verwendet. Zum Schluß erscheinen die fokussierte Hand und die illusionistische, narzißtische Darstellungsweise auffällig.
2. Forschungsstand und Quellenlage:
Die Sekundärliteratur seit 1921 beschäftigt sich mit Parmigianino’s Selbstporträt sehr intensiv. Da es aber keine zeitgenössischen Quellen gibt, stützen sich viele Interpretationen überwiegend auf Annahmen, die man aus dem geschichtlichen Zusammenhang schließen kann. Dabei treten zwischen den Kunsthistorikern keine konträren Meinungen zum Bildnis auf.
Die früheste Erwähnung des Bildnisses findet sich in Vasari’s „Le Vite di più eccellenti Artisti“ von 1550, 26 Jahre nach seiner Entstehung. Somit interpretiert es Vasari mit dem Wissen seiner Zeit und rückprojiziert beispielsweise den Aufstieg des autonomen Künstlers in der Hochrenaissance auf die Zeit Parmigianino’s.
3. Problemstellung und Ziel der Arbeit
3.1. Biographie Parmigianino’s und Entstehungsgeschichte seines Selbstporträts im konvexen Spiegel von 1524
Girolamo Francesco Maria Mazzola, genannt Parmigianino wurde am 11.1.1503 in Parma geboren. Parmigiano war nach Correggio der bedeutendste Maler des 16. Jahrhunderts der Region Emilia – Romana.1 Sein Einfluß reichte jedoch weit über Italien hinaus.2 Parmigianino wuchs in einer Malerfamilie auf. Ab 1524 wurde Parmigianino’s frühere flüssige und rasche Malweise kristallin, die Komposition sorgfältig abgewogen. In diese Zeit fällt auch sein Selbstporträt vor dem konvexen Spiegel, das 1524 bei Parma entstand und Parmigianino als 20 Jährigen zeigt.
In Rom lebte Parmigianino von 1524 bis 1527. Das Selbstporträt hat ihm dort als Bewerbungsstück die Türen des Hofes Papst Clemens VII durch seine Kuriosität und Qualität geöffnet.
Ab 1526-27 erkennt man die Selbständigkeit des Künstlers. Sein Selbstporträt von 1527/28, das heute in den Uffizien in Florenz zu sehen ist, zeigt dieses deutlich4. (Abb.2) Aus Rom muß er wegen dem Sacco di Roma fliehen. Er geht zurück nach Parma, muß aber auch hier untertauchen, da er Schulden gemacht hat, um alchemistische Experimente zu finanzieren. Erfüllt von dem florentinischen Neoplatonismus und einer auf Magie gegründeten Naturphilosophie wird er immer wunderlicher und depressiver.
Am 28.8.1540 starb er im Alter von 37 Jahren.5
[....]
1 Kindlers Malereilexikon, Digitale Bibliothek, Directmedia Publishing, Berlin 1999
2 Freedberg, S.J.: Parmigianino, Harvard University Press, Cambridge, 1950
3 Kindlers Malereilexikon, Digitale Bibliothek, Directmedia Publishing, Berlin 1999
4 Freedberg, S.J.: Parmigianino, Harward University Press, Cambridge, 1950
5 Hocke, Gustav René: Die Welt als Labyrinth, Rohwolt Verlag, Hamburg, 1957
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