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Ökonomische Ansätze zur Begründung von Mergers & Acquisitions

Scholary Paper (Seminar), 2001, 21 Pages
Author: Andreas Thiel
Subject: Economics / Business: General

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 21
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V18272
ISBN (E-book): 978-3-638-22655-4

File size: 94 KB


Excerpt (computer-generated)

EUROPEAN BUSINESS SCHOOL
Schloß Reichartshausen am Rhein
Seminararbeit
im Rahmen des Seminars zur Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre
 SS 2001

Ökonomische Ansätze zur Begründung von
Mergers & Acquisitions

Andreas Thiel
12.03.2001

 

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis S. III

1 Einführung in das Thema S. 1
1.1 Weltweiter Trend zu Mergers und Acquisitions S. 1
1.2 Vorgehensweise und Ziel der Untersuchung S. 2
1.3 Begriffliche Grundlagen S. 2

2 Ökonomische Erklärungsansätze für Mergers & Acquisitions S. 3
2.1 Transaktionskostenansatz S. 3
2.1.1 Darstellung S. 3
2.1.2 Kritik S. 5
2.2 Monopolhypothese S. 6
2.2.1 Darstellung S. 6
2.2.2 Kritik S. 6
2.3 Economies of Scale S. 7
2.3.1 Darstellung S. 7
2.3.2 Kritik S. 7
2.4 Economies of Scope einschließlich Headquarter Services S. 8
2.4.1 Darstellung S. 8
2.4.2 Kritik S. 8
2.5 Steuerhypothese S. 9
2.5.1 Darstellung S. 9
2.5.2 Kritik S. 9
2.6 Hybris-Hypothese S. 10
2.6.1 Darstellung S. 10
2.6.2 Kritik S. 10
2.7 Free Cash Flow-Hypothese S. 10
2.7.1 Darstellung S. 10
2.7.2 Kritik S. 11
2.8 Corporate Control-Hypothese S. 11
2.8.1 Darstellung S. 11
2.8.2 Kritik S. 11

3 Fazit S. 12

Literaturverzeichnis S. 14

Abkürzungsverzeichnis
ABWL allgemeine Betriebswirtschaftslehre
AOL America Online
BMW Bayerische Motorenwerke
F&E Forschung und Entwicklung
f. folgende
ifo Institut für Wirtschaftsforschung
Inc. Incorporated
Jg. Jahrgang
M&As Mergers und Acquisitions
o. V. ohne Verfasser
o. J. ohne Jahr
WiSt Wirtschaftswissenschaftliches Studium
WCM WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-Aktiengesellschaft. Das Kürzel WCM erinnert an die Anfänge des Unternehmens, das früher Württembergische Cattunmanufactur hieß.
ZfB Zeitschrift für Betriebswirtschaft

 

1 Einführung in das Thema

1.1 Weltweiter Trend zu Mergers und Acquisitions

Seit Mitte der neunziger Jahre haben Mergers und Acquisitions (M&As), gemessen am Transaktionsvolumen und an der Anzahl der Fälle, sowohl grenzüberschreitend als auch auf nationaler Ebene kräftig zugenommen.1 Die aktuelle Welle von M&As2 wirft die Frage auf, ob es dafür ökonomische Gründe gibt oder ob sie nur eine Modeerscheinung sind, bei der das Management durch den Erwartungsdruck der Märkte und Aktionäre zu solchen Aktionen gedrängt wird. Spektakuläre M&As der letzten Jahre, wie z.B. Daimler/ Chrysler, AOL/Time Warner oder die Übernahmeschlacht Vodafone/Mannesmann, haben oft keinen Mehrwert generiert oder sind, wie z.B. die geplante Fusion von Dresdner Bank und Commerzbank, schon in der Verhandlungsphase gescheitert.

Ziel vieler großer Unternehmen ist es, ihre Stellung als Global Player durch M&As weiter auszubauen. Sehr gut läßt sich dies am Beispiel der Deutschen Bank zeigen. Nach einigen größeren Übernahmen und Beteiligungen in Italien, Spanien, Belgien und Griechenland3 übernahm sie 1999 in den USA für rund neun Mrd. Dollar die Bankers Trust Corp. und stärkte so vor allem ihre Präsenz in Nord- und Südamerika. Dadurch entstand die damals nach Bilanzsumme größte Bank der Welt.4 Dagegen scheiterte im letzten Jahr der Versuch eines „Merger of Equals“ mit der Dresdner Bank. Um bis 2003 Kostensenkungspotentiale von ungefähr 2,9 Mrd. Euro pro Jahr auszuschöpfen, sollten etwa 16 000 Stellen abgebaut und einige Unternehmensteile komplett verkauft werden. Das Integrationsmanagement war schon in vollem Gange, als die Verhandlungen wegen des geplanten Verkaufs der Investmentbank Kleinwort Benson von Seiten der Dresdner Bank abgebrochen wurden.5 Trotz dieses Rückschlags übernahm die Deutsche Bank noch im Dezember 2000 die National Discount Brokers Group in New York.6 Als nächstes beabsichtigt sie, ihre Leasinggesellschaften Gefa und ADL an die Société Générale zu verkaufen7 und die Banque Worms in Frankreich von der Versicherungsgesellschaft Axa zu übernehmen.8 Aktivitäten wie die der Deutschen Bank sind in vielen Branchen zu beobachten und zeigen, daß der weltweite M&A-Trend ungebrochen ist. 

1.2 Vorgehensweise und Ziel der Untersuchung

In dieser Arbeit sollen ökonomische Begründungen für M&As herausgearbeitet werden. In der Literatur wird eine Vielzahl von Ansätzen diskutiert, die manchmal in solche der ökonomischen Theorie sowie in management- und strategieorientierte Ansätze unterteilt werden. Da letztere durch die Themenstellung ausgeschlossen sind, werden im folgenden nur solche der ökonomischen Theorie näher untersucht. Ökonomische von sonstigen Ansätzen zu trennen, gestaltet sich allerdings als schwierig. Auch in der Literatur gibt es keine einhellige Meinung. Während z.B. Jansen „Erklärungsansätze der ökonomischen Theorie“ und „Erklärungsansätze der Strategiediskussion“ unterscheidet9, unterteilt Oehlrich in effiziente, Management- und sonstige Ansätze und bezeichnet diese gemeinsam als ökonomische oder klassische Ansätze10. Pausenberger wiederum zählt die Portfoliotheorie zu den ökonomischen Ansätzen, wohingegen Jansen sie zu den Erklärungsansätzen der Strategiediskussion rechnet.11 Andere Autoren, wie z.B. Kleinert/ Klodt, Ehrensberger oder Huemer, nehmen überhaupt keine solchen Unterteilungen vor.12 Da die Unterscheidung innerhalb der Themenvergabe des ABWL-Seminars13 eher der von Jansen entspricht, werden in dieser Arbeit vor allem Theorien diskutiert, die Jansen unter „Erklärungsansätze der ökonomischen Theorie“ aufführt. Dabei beschränkt sich der Verfasser wegen des begrenzten Umfangs der Arbeit auf die aus seiner Sicht wichtigsten Ansätze und geht auf weniger bekannte, wie z.B. Informationshypothese oder Transferkostenansatz, nicht ein.14 Die im folgenden dargestellten Ansätze der ökonomischen Theorie15 werden jeweils zuerst beschrieben und dann in Hinsicht auf ihren Erklärungswert kritisch beleuchtet. Einen Schwerpunkt der Arbeit stellt der Transaktionskostenansatz dar, da er auch in der Literatur einen sehr hohen Stellenwert einnimmt.

1.3 Begriffliche Grundlagen

[....]


1 Vgl. Kleinert/Klodt (2000), S. 20.
2 Im Jahr 2000 übertraf das weltweite Transaktionsvolumen mit 3 455 Mrd. US-Dollar alle bisherigen Rekorde. Vgl. Heller (2001), S. B5.
3 Vgl. Deutsche Bank AG (1998b).
4 Vgl. Deutsche Bank AG (1998a); Deutsche Bank AG (1999).
5 Vgl. Deutsche Bank AG (2000a); Deutsche Bank AG (2000b); Deutsche Bank AG (2000c).
6 Vgl. Deutsche Bank AG (2000e).
7 Vgl. Reuters (2001).
8 Vgl. Deutsche Bank AG (2000d).
9 Vgl. Jansen (1999), S. 55-85.
10 Vgl. Oehlrich (1999), S. 9.
11 Vgl. Pausenberger (1993), S. 4441f.; Jansen (1999), S. 62.
12 Vgl. z.B. Kleinert/Klodt (2000), S. 22-44; Ehrensberger (1993), S. 25-60; Huemer (1991) S. 15.
13 Themen im ABWL-Seminar - 4. Semester - SS 2001: „Ökonomische Ansätze zur Begründung von M&As“ sowie „Strategie- und managementbezogene Ansätze zur Begründung von M&As“.
14 Vgl. Bradley/Desai/Kim (1983) S. 183-206; Ehrensberger (1993), S. 40-49.
15 zu weiteren Ansätzen vgl. z.B. Weston/Chung/Hoag (1990), S. 190-214; Huemer (1991), S.15.


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