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Talenterkennung und Talentförderung - Untersucht am Beispiel des Fußballsports close

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Talenterkennung und Talentförderung - Untersucht am Beispiel des Fußballsports

Examination Thesis, 2001, 79 Pages
Author: Mirko Friedrich
Subject: Sport - Sport Economics, Sport Management

Details

Category: Examination Thesis
Year: 2001
Pages: 79
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V18275
ISBN (E-book): 978-3-638-22658-5
ISBN (Book): 978-3-638-69898-6
File size: 583 KB

Abstract

In Deutschland wird schon seit einigen Jahren viel diskutiert, ob die Jugendarbeit im Fußball erfolgreich und zukunftsweisend ist. Maßstab hierfür sind die Erfolge der Bundesligamannschaften auf der europäischen „Fußballbühne“ und die der Nationalmannschaft. Sie hat gerade aufgrund ihres weniger erfolgreichen Auftretens bei der Europameisterschaft 2000 Diskussionen über eine Nachwuchsproblematik im deutschen Fußball ausgelöst (Vgl. PFEIFER/RÖSER 2000, S. 14-15). Obwohl sich der deutsche Nachwuchs im internationalen Vergleich weit vor England, Frankreich und Italien befindet (Vgl. PFEIFER 1999, S. 16-17), werden besonders die Nachwuchskonzepte der europäischen Nachbarn mit wohlwollender Anerkennung gesehen. Dabei werden besonders die Konzepte des Europa- und Weltmeisters Frankreich und die der Niederlande hervorgehoben. Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine aktuelle Situationsbeschreibung der Talenterkennung und Talentförderung im Fußballsport zu liefern. Als Einstieg in diese Arbeit dient die Bestimmung des Talentbegriffs in den theoretischen Grundlagen (Vgl. Kap. 2). Im Anschluss werden weitere Abgrenzungen der in der Arbeit verwendeten Kernbegriffe vorgenommen (Vgl. Kap. 3), bevor die Talentförderung mit wichtigen Aspekten wie die des Trainings und des Wettkampfs, die der Altersthematik und die der Talentförderung in der ehemaligen DDR beschrieben werden. Nach dieser theoretischen Einführung bildet im Kapitel 5 die Talentsichtung des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) einen weiteren Schwerpunkt dieser Arbeit. In Kapitel 6 wird das Konzept der Talentförderung des DFB vorgestellt, dass in den letzten Jahren deutlich modifiziert wurde, um im internationalen Vergleich weiterhin eine gewichtige Rolle zu spielen. Die Veränderung des Konzepts erfolgt in mehreren Stufen, wobei die vorerst letzte Stufe erst im Jahr 2002 in die Praxis umgesetzt wird. Das Konzept des niederländischen Vereins Ajax Amsterdam hat aufgrund der erzielten Erfolge weltweit Anerkennung gewonnen und wird daher in Kapitel 7 erläutert. Abschließend wird eine Bewertung in Form einer Schlussbetrachtung vorgenommen (Vgl. Kap. 8).


Excerpt (computer-generated)

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Schriftliche Hausarbeit zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen

Talenterkennung und Talentförderung -
Untersucht am Beispiel des Fußballsports

angefertigt im Prüfungsfach: Sportwissenschaften

von

Mirko Friedrich

Lehramt: Berufsbildende Schulen
Berufliche Fachrichtung: Wirtschaftswissenschaften
Unterrichtsfach: Sport

Heeslingen, 15. Juni 2001

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 Theoretische Grundlagen ... 5
2.1 Talentbegriff ... 5
2.1.1 Statischer Talentbegriff ... 7
2.1.2 Dynamischer Talentbegriff ... 8
2.2 Fußballtalent ... 10

3 Abgrenzung der Kernbegriffe ... 13
3.1 Talentsichtung ... 14
3.1.1 Talenterkennung und -prognose ... 15
3.1.2 Leistungsdiagnostik im Fußball ... 16
3.1.3 Eigene Stellungnahme ... 19
3.2 Talentauswahl ... 21
3.2.1 Fluktuation ... 23
3.2.2 Eigene Stellungnahme ... 24

4 Talentförderung ... 26
4.1 Training und Wettkampf ... 27
4.1.1 Das Mehr-Komponenten-Modell ... 29
4.1.2 Methoden Akzeleration und Enrichment ... 30
4.1.3 Eigene Stellungnahme ... 31
4.2 Altersthematik ... 32
4.3 Talentförderung in der DDR ... 34

5 DFB-/NFV-Talentsichtung ... 38
5.1 Vorbemerkungen ... 38
5.2 Talentsichtung U 10 ... 41
5.2.1 Vorsichtung: "Tag des Talents" ... 41
5.2.1.1 Organisation ... 41
5.2.1.2 Spielmodus ... 42
5.2.2 Hauptsichtung ... 43
5.3 Talentsichtung U 11 - U 19 ... 44
5.4 Eigene Stellungnahme ... 48

6 DFB-Nachwuchs-Konzept "Talente fordern und ... 50
6.1 Hintergründe ... 51
6.2 Die drei Bereiche des Konzepts "Talente fordern und fördern" ... 52
6.2.1 Juniorennationalmannschaften ... 53
6.2.2 Nachwuchszentren in den Lizenzvereinen ... 54
6.2.3 Das DFB-Talentförderprogramm ... 56
6.2.3.1 Die Talentsichtung ... 57
6.2.3.2 Die Spezialförderung ... 58
6.2.3.2.1 Die Spieler ... 59
6.2.3.2.2 Das Training ... 59
6.2.3.2.3 Die Trainer ... 61
6.2.3.2.4 Statistische Angaben ... 62
6.3 DFB-Talentförderprojekt ... 63

7 Talentsichtung und Talentförderung bei Ajax Amsterdam ... 66
7.1 Das Talentsichtungssystem ... 66
7.2 Anforderungsprofil eines Ajax-Talents ... 68
7.3 Leitlinien der Nachwuchsausbildung ... 70

8 Literaturverzeichnis ... 73

 

1. Einleitung

In Deutschland wird schon seit einigen Jahren viel diskutiert, ob die Jugendarbeit im Fußball erfolgreich und zukunftsweisend ist. Maßstab hierfür sind die Erfolge der Bundesligamannschaften auf der europäischen "Fußballbühne" und die der Nationalmannschaft. Sie hat gerade aufgrund ihres weniger erfolgreichen Auftretens bei der Europameisterschaft 2000 Diskussionen über eine Nachwuchsproblematik im deutschen Fußball ausgelöst (Vgl. PFEIFER/RÖSER 2000, S. 14-15). Obwohl sich der deutsche Nachwuchs im internationalen Vergleich weit vor England, Frankreich und Italien befindet (Vgl. PFEIFER 1999, S. 16-17), werden besonders die Nachwuchskonzepte der europäischen Nachbarn mit wohlwollender Anerkennung gesehen. Dabei werden besonders die Konzepte des Europa- und Weltmeisters Frankreich und die der Niederlande hervorgehoben.

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine aktuelle Situationsbeschreibung der Talenterkennung und Talentförderung im Fußballsport zu liefern. Als Einstieg in diese Arbeit dient die Bestimmung des Talentbegriffs in den theoretischen Grundlagen (Vgl. Kap. 2). Im Anschluss werden weitere Abgrenzungen der in der Arbeit verwendeten Kernbegriffe vorgenommen (Vgl. Kap. 3), bevor die Talentförderung mit wichtigen Aspekten wie die des Trainings und des Wettkampfs, die der Altersthematik und die der Talentförderung in der ehemaligen DDR beschrieben werden.

Nach dieser theoretischen Einführung bildet im Kapitel 5 die Talentsichtung des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) einen weiteren Schwerpunkt dieser Arbeit. In Kapitel 6 wird das Konzept der Talentförderung des DFB vorgestellt, dass in den letzten Jahren deutlich modifiziert wurde, um im internationalen Vergleich weiterhin eine gewichtige Rolle zu spielen. Die Veränderung des Konzepts erfolgt in mehreren Stufen, wobei die vorerst letzte Stufe erst im Jahr 2002 in die Praxis umgesetzt wird.

Das Konzept des niederländischen Vereins Ajax Amsterdam hat aufgrund der erzielten Erfolge weltweit Anerkennung gewonnen und wird daher in Kapitel 7 erläutert. Abschließend wird eine Bewertung in Form einer Schlussbetrachtung vorgenommen (Vgl. Kap. 8).

2 Theoretische Grundlagen
Vor einer Auseinandersetzung mit dem Themengebiet der Talenterkennung und Talentförderung wird zunächst im folgenden Kapitel eine Definition der im Text verwendeten Kernbegriffe erfolgen.

2.1 Talentbegriff
Der Begriff "Talent" ist als umgangssprachliche Bezeichnung in verschiedenen Handlungsfeldern geläufig. So wird neben einem sportlichen Talent auch von mathematischen, künstlerischen und handwerklichen Talenten gesprochen. Damit sind Personen mit herausragenden spezifischen Veranlagungen oder Fertigkeiten gemeint. Man geht bei ihnen von der Annahme aus, dass sie bei entsprechender Förderung überdurchschnittliche bis herausragende Leistungen vollbringen können (vgl. CARL 1988, S. 11).

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