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Hausarbeit, 2002, 15 Seiten
Autor: Inga Waschkuhn
Fach: Pädagogik - Geschichte der Päd.
Details
Institution/Hochschule: Bergische Universität Wuppertal (Diplompädagogik)
Tags: Allgemeines, Sophisten, Sokrates, Sophisten, Sokrates, Sophisten
Jahr: 2002
Seiten: 15
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 3 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-22676-9
Dateigröße: 198 KB
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand.
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Textauszug (computergeneriert)
ALLGEMEINES ÜBER DIE SOPHISTEN
"Sokrates und die Sophisten"
vorgelegt von Inga Waschkuhn
Inhaltsverzeichnis
1. Die Entstehung der Sophistik 3
1.1 Öffentliche Rede und ihre Bedeutung 3
1.2 Die Sophistische Meinung über das Gesetz 4
1.3 Sophistische Arbeit 4
2. Sophisten, die Begründer der abendländischen Pädagogik 5
2.1 Gründe des Versagens der sophistischen Erziehung 5
2.2 Die Aufgabe von Sokrates und seiner Nachfolgern 7
3. Rhetorik 7
3.1 Die sittliche Erziehung 8
4. Das Leben des Sokrates 8
4.1 Sokrates im Gespräch 9
4.2 Die Lehre des Sokrates 9
5. Sophisten - "Kaufleute" 11
6. Sokrates und die Sophisten 12
7. Bedeutung des Sokrates 13
8. Schlusswort 13
9. Literatur 15
1. Entstehung der Sophistik
Im 6. und 5. Jahrhundert vor Christi entstand an den verschiedensten Stellen des griechischen Lebensraumes das philosophische Denken. In dieser Zeit traten dem philosophischen Denken die Möglichkeiten einer natürlichen Welterklärung entgegen. (Die natürliche Welterklärung beschäftigte sich z.B. mit der Frage nach dem Sinn des Lebens.) Alle Vorgänger und Wurzeln der griechischen und abendländischen Philosophie haben hier ihren Ursprung. Die Vielzahl von Lehren und die zwischen ihnen bestehenden Widersprüchen hat die philosophische Entwicklung beschleunigt. Aufgrund vieler Systeme drängte sich die Notwendigkeit auf, zu prüfen, zu vergleichen und den Widersprüchen nachzugehen. Manche Philosophen haben sich gegen die Zuverlässigkeit der sinnlichen Wahrnehmung als Erkenntnisfähigkeit des Menschen gewendet. Damit begann die Tätigkeit der Sophisten. Nach der Verteidigung der Freiheit in den Kriegen gegen die Perser (500-449 v. Christi) entstand in Griechenland, und vor allem in Athen, Wohlstand, Luxus und Reichtum in der Oberschicht. Diese wohlhabenden Leute wurden zum geistigen und politischen Mittelpunkt.
1.1 Öffentliche Rede und ihre Bedeutung
Die öffentliche Rede hat nach der demokratischen Verfassung eine große Bedeutung bekommen. Derjenige, der seine Sache mit den besten Argumenten und in der geschicktesten Form zu vertreten wusste, durfte in den Volksgerichtshöfen und Volksversammlungen auftreten. Um Karriere zu machen, brauchte man eine Ausbildung als Redner oder Staatsmann. Karriere konnte jeder machen. Das griechische Wort "Sophistai" heißt "Lehrer der Weisheit ". Die Sophisten waren erst Wanderlehrer. Sie zogen von Stadt zur Stadt und unterrichteten das Volk gegen Bezahlung. Aufgrund der Summen, die sie erhielten, galten wenigstens einige Sophisten als reiche Männer. Die Sophisten waren keine Philosophen, sondern Praktiker, die nur theoretische Erkenntnisse von geringem Wert hatten. Dafür verantwortlich war die damalige Situation der Philosophie. Die Sophisten machten sich die allgemeine Auffassung zu Eigen, dass eine objektive Erkenntnis unmöglich sei. So konnte man nicht entscheiden, wer Recht hatte. Derjenige, der die anderen am besten überzeugen konnte, und seinen Standpunkt am geschicktesten durchsetzte, behielt sein Recht. Es wurde gelehrt, dass das Entscheidende beim menschlichen Handeln und theoretischen Auseinandersetzungen allein der Erfolg sei. So haben die Sophisten, um die Bevölkerung zu überzeugen, die Redekunst verwendet. Wer am besten überreden und überzeugen konnte, hat Recht behalten. Es gab kein alles bindendes und objektives Recht, nur das Recht des Stärkeren.
Wenn jemand mit seinen Worten überzeugen konnte, hatte er alles in seiner Gewalt. Derjenige, der Recht behalten hat, konnte gut davon leben. "Wenn man durch Worte zu überzeugen imstande ist, sowohl vor Gericht die Richter als in der Ratesversammlung die Ratsherren und in der Volksversammlung das Volk ... Denn hast du dies in deiner Gewalt, so wird der Arzt dein Knecht sein, der Turnmeister dein Knecht sein, und auch bei dem Bankier wird sich zeigen, dass er für andere erwirbt und nicht für sich, sondern für dich, der du verstehst zu sprechen und die Menge zu überzeugen." (Geschichte der Philosophie, S. 145)
1.2 Die Sophistische Meinung über das Gesetz
Von sophistischen Schriften sind nur sehr wenige Zeugnisse geblieben. Der Sophist Platon sagt über das Gesetz und Recht: Die Schwächern stellen die Gesetze auf. Damit möchten sie die Vorteile der Stärkeren verhindern. Die Schwächeren wissen selber, dass sie schwach sind, und weniger Möglichkeiten im Leben haben, als der Leistungsfähigere. Sie sind zufrieden, wenn die Gleichberechtigung herrscht. Aber die Gerechtigkeit bestehe bei dem Stärkeren und nicht bei dem Schwächeren. Dass der Stärkere über den Schwächeren herrscht, kann man an Menschen, Geschlechtern und Staaten sehen.
1.3 Die Sophistische Arbeit
Die Arbeit der Sophisten wurde in Griechenland hoch angesehen. Dadurch, dass in Griechenland die erwerbsdienstliche Arbeit an sich als verächtlich galt, war der Titel des Sophisten mit einem zweifelhaften Beigeschmack behaftet. Selbst Platon ist dagegen angegangen, dass seine „Kollegen“ horrende Summen für ihre Lehren verlangten. An erster Stelle stand bei dem Unterricht der Sophisten die Kunst der Rhetorik. In der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. stellten sich die Sophisten zwei Fragen: Wie ist ein Sophist zu definieren und welcher Art ist die Beziehung zwischen Sophistik und Philosophie? Die erste Frage findet ihre Antwort durch die Merkmale, die alle Sophisten in dieser Zeit gemeinsam hatten. Die Sophisten waren professionelle, bezahlte Lehrer, die sonst keine weiteren Gemeinsamkeiten hatten. Die zweite Frage ist schwierig zu beantworten, weil es keine allgemein akzeptierten Auffassungen des Wesens der Sophistik gibt. Die Sophisten haben nie eine Schule gegründet, in der sie zusammen gelehrt haben, und es gab keine Bindung an bestimmte Lehren. Die Sophisten lebten und lehrten alle einzeln.
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