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Hausarbeit, 2003, 19 Seiten
Autor: Christina Mark
Fach: Ethik
Details
Institution/Hochschule: Evangelische Fachhochschule Berlin - Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (Pflege/Pflegemanagement)
Tags: Fallbesprechung, Medizin, Pflege, Unternehmensethik
Jahr: 2003
Seiten: 19
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-22745-2
ISBN (Buch): 978-3-638-77157-3
Dateigröße: 1835 KB
Die Hausarbeit ist eine halbe Prüfungsleistung. Der Titel bezieht sich auf die klinisch-ethische Fallbesprechung in Krankenhäusern, Altenheimen und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens.
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Zusammenfassung / Abstract
Das Gesundheitswesen steht vor einem großen Umbruch, die Solidargemeinschaft droht aufgrund ständig steigender Kosten zu zerbrechen. Gleichzeitig gibt es immer neue Forschungsergebnisse, die die Medizin zu neuen Höchstleistungen führen. Ob diese zum Segen der Menschen sind, bleibt dahingestellt. Rationierungen und Rationalisierungen führen Wissenschaftler und Politiker immer wieder in Versuchung über Altersbeschränkungen in der medizinischen Behandlung nachzudenken. Die Debatten über die Genforschung und um die Produktion und die Verwendung menschlicher Stammzellen zeigen, wie wichtig ethische Debatten in der Öffentlichkeit sind. Im Krankenhaus und im Pflegeheim arbeiten zwei Berufsgruppen, die jeweils noch einen eigenen Berufsethos haben: die Ärzteschaft und die Pflege. Ihnen ist die Auseinandersetzung mit ethischen bzw. moralischen Fragen im Laufe ihres Berufsalltages nicht fremd. Bedauerlicherweise sind beide häufig mit ihren Entscheidungen allein gelassen. Eine Möglichkeit dies zu verändern, soll in der vorliegenden Arbeit vorgestellt werden.
Textauszug (computergeneriert)
Die ethische Fallbesprechung
vorgelegt von Christina Mark
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 4
1. Der Fall 4
2. Ethische These / Fragestellung 5
3. Begriffsbestimmung 5
3.1. Ethikkommission 5
3.2. Klinisches Ethikkomitee 5
3.3. Ethische Beratschlagung durch Fallbesprechung (Ethische Fallbesprechung) 5
4. Analyse der Bemerkung des Chefarztes in Bezug auf die ärztliche Standesethik und die Organisation Krankenhaus 5
5. Ethik in Organisationen des Gesundheitswesen - Entwicklung und Chancen 8
5.1. Die Organisationsebene 9
5.1.1. Das Top-Down-Modell
5.1.2. Das Bottom-Up-Modell
5.2. Klinische Ethikkomitees und ethische Fallbesprechung 10
5.3. Das klinisch-ethische Interaktionsmodell 10
6. Einführung einer ethischen Fallbesprechung 11
7. Fazit 12
Anhang
Literaturverzeichnis
Einleitung
Das Gesundheitswesen steht vor einem großen Umbruch, die Solidargemeinschaft droht aufgrund ständig steigender Kosten zu zerbrechen. Gleichzeitig gibt es immer neue Forschungsergebnisse, die die Medizin zu neuen Höchstleistungen führen. Ob diese zum Segen der Menschen sind, bleibt dahingestellt. Rationierungen und Rationalisierungen führen Wissenschaftler und Politiker immer wieder in Versuchung über Altersbeschränkungen in der medizinischen Behandlung nachzudenken. Die Debatten über die Genforschung und um die Produktion und die Verwendung menschlicher Stammzellen zeigen, wie wichtig ethische Debatten in der Öffentlichkeit sind. Im Krankenhaus und im Pflegeheim arbeiten zwei Berufsgruppen, die jeweils noch einen eigenen Berufsethos haben: die Ärzteschaft und die Pflege. Ihnen ist die Auseinandersetzung mit ethischen bzw. moralischen Fragen im Laufe ihres Berufsalltages nicht fremd. Bedauerlicherweise sind beide häufig mit ihren Entscheidungen allein gelassen. Eine Möglichkeit dies zu verändern, soll in der vorliegenden Arbeit vorgestellt werden.
1. Der Fall
Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Krankenschwester und ehrenamtliche Hospizbeauftragte einer städtischen Klinik besuchte die Verfasserin eine Fortbildung bei der Berliner Ärztekammer zum Thema "Ethische Fallbesprechung". Nach Beendigung der zwei Tage dauernden Fortbildung berichtete die Verfasserin an ihrem Arbeitsplatz, einer Funktionsabteilung, den anwesenden Kollegen und Kolleginnen von dem Seminar. Ebenfalls anwesend war der Chefarzt der I. Inneren Abteilung, der die Ausführungen mit den Worten kommentierte: "Wir brauchen keine ethische Fallbesprechung, denn letztendlich treffe ich die Entscheidungen doch alleine." Aus dieser Bemerkung ergibt sich für die Verfasserin die Fragestellung nach Sinn und Zweck einer ethischen Fallbesprechung in der Klinik und die Möglichkeiten einer Implementierung in den Klinikalltag. Das Krankenhaus ist sehr hierarchisch strukturiert; das Duzen der Ärzte untereinander und zum Teil der Pflegepersonen mit den Ärzten (auch Oberärzten) und untereinander ändern an dieser Struktur nichts. Die Chefärzte des Hauses waren zum Zeitpunkt des Falles schon lange im Dienst, der oben erwähnte Chefarzt war der Dienstälteste und stand kurz vor der Pensionierung. Die Verfasserin konnte sich des Wohlwollens der Pflegedienstleitung sicher sein, diese war jedoch wiederum als Pflegedienstleitung innerhalb des Leitungsgremiums der Klinik nicht sehr hoch angesehen und galt als schwach.
Die Verfasserin hatte eine Leitungsfunktion inne, jedoch nicht offiziell, da die Zahl der ihr unterstellten Mitarbeiterinnen zu gering war (lt. BAT), somit hatte sie innerhalb der Krankenhaushierarchie wenig Gestaltungsspielraum. Unterstützung gab es von Seiten des anästhesiologischen Oberarztes, der ebenfalls Mitglied der Hospiz-AG war. Aus diesem Fall ergibt sich für die Verfasserin die nun folgende Fragestellung. Im weiteren Verlauf wird auf die Grundlagen der ethischen Fallbesprechung eingegangen.
2. Ethische These / Fragestellung
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