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Heimatbezug im Sachunterricht

Hausarbeit, 2003, 21 Seiten
Autor: Kathrin Morawietz
Fach: Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 21
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V18394
ISBN (E-Book): 978-3-638-22753-7

Dateigröße: 170 KB


Textauszug (computergeneriert)

Heimatbezug im Sachunterricht

 

 

 

von Kathrin Theysohn

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Der Heimatbegriff - Was ist Heimat eigentlich? 2

2. Die Entstehung der Heimatkunde 3

3. Heimatgeschichte und Regionalgeschichte in der DDR bis 1990 7

4. Die traditionelle Heimatkunde 9

5. Das Heimatprinzip 12

6. Der traditionelle Heimatkundelehrer 12

7. Kritik an der Heimatkunde 13

8. Der neue Sachunterricht 14

9. Heimatbezug im heutigen Sachunterricht 15

10. Die Aufgabe des modernen Heimatkundeunterrichts 16

11. Der Heimatbezug im Lehrplan für den Sachunterricht der Grundschule (RLP) 17

12. Ist Heimatgeschichte heute noch aktuell? 18

13. Literaturverzeichnis 20



 

 


1. Einleitung: Der Heimatbegriff - Was ist Heimat eigentlich?

Für das Kind stellt die Heimat zunächst etwas Selbstverständliches dar. Es erlebt Heimat unreflektiert als ein "Eingebettetsein in das Wohlwollen der Mitmenschen, besonders der Familienmitglieder (...) und in der Übernahme der Gefühlsreaktionen und Stimmungen der Erwachsenen". (Gärtner, Friedrich: Neuzeitliche Heimatkunde. Der ungefächerte Sachunterricht der Grundschule. 4. Auflage, München: Ehrenwirth Verlag 1963, Seite 13)

Um dem Alltäglichen eine besondere Bedeutung zu verleihen, muss man sich mit dem Selbstverständlichen immer wieder aktiv auseinandersetzten und es ins Bewusstsein der Kinder rufen. "Objektiv betrachtet bezeichnen wir mit Heimat einen räumlichen Ausschnitt aus der Wirklichkeit, der im Umkreis der Geburtsstätte, des Kindheitsaufenthaltes oder des Wahlwohnortes eines Menschen gelegen ist, mit allen Natur- und Kulturgegebenheiten, mit allen leblosen Dingen und allen Lebewesen." (GÄRTNER 1963, Seite 14) Man bezeichnet einen solchen Ausschnitt auch als Gegend und "die Heimat eines Menschen ist objektiv gesehen eine bestimmte Gegend" (GÄRTNER 1963, Seite 14) Im Heimatkundeunterricht nach 1945 musste man diese Gegend erwandern können, um die Grenzen der Heimat festzulegen. Unterricht, der sich mit fremden Räumen beschäftigte, die nicht mehr unmittelbar erfahren werden konnten, war eigentlich der Erdkundeunterricht. Jeder Mensch legt den Umfang seiner heimatlichen Gegend jedoch selbst fest. So stellen bestimmte Gegenden auch nur für bestimmte Menschen, die eine besondere Beziehung zur dieser Gegend haben, eine Heimat dar. Für alle anderen handelt es sich bei dieser Gegend tatsächlich nur um eine Gegend, einen Raum oder eine Landschaft, nicht jedoch um Heimat. Die Bindung des Menschen an eine bestimmte Gegend ist die subjektiv-emotionale Seite des Heimatbegriffs, die man auch mit "Heimatliebe, Heimattreue, Heimatverbundenheit, Heimatgefühl, Heimaterlebnis" (GÄRTNER 1963, Seite 16) bezeichnen kann. Heimat ist ein fester Bezugspunkt des Menschen. Insbesondere in unserer Zeit besteht bei den Kindern das Bedürfnis nach Geborgenheit und Sicherheit, denn "Heimatlosigkeit" ist ein Kennzeichen des modernen Menschen. Das Lebensgefühl der heutigen Zeit drückt sich häufig im Heimatverlust als "Preis des Fortschritts" (Klein, Heinrich: Heimat und Heimatkunde. Anthropologische Grundlagen, didaktische Überlegungen, Unterrichtsbeispiele. 1. Auflage, Landau: Knecht 1998, Seite 27) aus.

Für viele Menschen stellt die Heimat heute nur noch einen romantischen Begriff dar. Dieser Heimatverlust kommt z.B. durch die Trennung von Wohn- und Arbeitsbereich zustande, was zu einer Unstetigkeit im Leben des modernen Menschen führen kann. Hinzu kommt der allgemeine Vertrauensverlust in der heutigen Zeit. Doch der Mensch ist auf seine Heimat angewiesen, er braucht die Heimat als einen Ort des Aufgehobenseins, als "Insel der Geborgenheit" (KLEIN 1998, Seite 32). "Erwachsene müssen Kindern den Ort ihrer Kindheit zu einem Ort der Vertrautheit werden lassen. Diese in der Kindheit erfahrene Vertrautheit wird Grundlage der geistigen Existenz des Menschen." (KLEIN 1998, Seite 28). Man spricht dabei von der Herstellung eines Urvertrauens, aus welchem langsam Weltvertrauen erwächst. Bezogen auf die Heimatkunde meint Siegfried Lenz: "Weltkunde beginnt mit Heimatkunde" (Lenz, Siegfried: Heimatmuseum. 10. Auflage, München 1994, Seite 15). Sich eine Heimat zu schaffen, kann man auch als Aufbau eines "Netzes der Vertrautheit im umgebenden Raum" (KLEIN 1998, Seite 31) bezeichnen.

2. Die Entstehung der Heimatkunde

[...]


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